Perpetua verhandelt mit Glencore über Antimon-Raffinierung
US-Mine in Idaho soll größte heimische Quelle für das Metall werden

Perpetua Resources verhandelt mit dem Rohstoffhändler Glencore sowie weiteren Unternehmen über eine Partnerschaft zur Raffinierung von Antimon in den Vereinigten Staaten. Damit soll die Versorgung des Westens mit dem strategischen Metall gesichert werden, nachdem China den Export blockiert hat. Das Unternehmen mit Sitz in Idaho zählt den Milliardär John Paulson zu seinen größten Anteilseignern und erhielt in der vergangenen Woche von der US-Regierung die Genehmigung zum Bau einer Antimon- und Goldmine rund 222 Kilometer nördlich von Boise.
Die geplante Mine soll künftig der größte US-Lieferant von Antimon werden. Das Metall ist ein wichtiger Bestandteil bei der Herstellung von Munition, Solarmodulen und weiteren Produkten. Derzeit existieren in den Vereinigten Staaten keine Quellen für die Förderung des Rohstoffs. Perpetua plant zwar, Antimon zu gewinnen, jedoch nicht selbst zu verarbeiten, weshalb nach Partnern für die Raffinierung gesucht wird.
In einer Mitteilung erklärte das Unternehmen, es befinde sich in Gesprächen mit Glencore, Trafigura, Clarios und Sunshine Silver. In den kommenden Wochen sollen konkrete Angebote eingeholt werden, eine Entscheidung über den Partner werde bis Ende des Jahres erwartet. Perpetua-Chef Jon Cherry betonte, man sehe wachsende Chancen, die Kapazitäten zur Mineralverarbeitung in den USA auszubauen, und werde die Auswahl auf Grundlage von Marktbedingungen sorgfältig treffen.
Glencore äußerte sich nicht zu den Verhandlungen, während Trafigura, Sunshine Silver und Clarios zunächst keine Stellungnahmen abgaben. Nach Unternehmensangaben verfügt das Minengelände über geschätzte Reserven von 148 Millionen Pfund Antimon sowie sechs Millionen Unzen Gold.
Das Projekt ist jedoch nicht unumstritten. Der Nez-Perce-Stamm aus Idaho hat rechtliche Schritte eingeleitet, da befürchtet wird, dass der Abbau Auswirkungen auf die Lachspopulation des Bundesstaates haben könnte. Trotz dieser Auseinandersetzungen treibt Perpetua seine Pläne voran, um eine heimische Rohstoffversorgung zu etablieren.
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Zur AktienanalyseParallel dazu meldete United States Antimony einen bedeutenden Vertragsabschluss mit der Defense Logistics Agency der USA. Das Unternehmen, das zwei Raffinerien in Nordamerika kontrolliert, erhielt einen Auftrag über bis zu 245 Millionen Dollar zur Lieferung von Antimonbarren. Damit will die US-Regierung ihre Bestände sichern und den Bedarf an dem Metall langfristig abdecken.

