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US-Iran-Gespräche: Trump warnt vor Einsatzbereitschaft der Streitkräfte

Trotz laufender Verhandlungen zwischen Washington und Teheran bleiben die militärischen Spannungen hoch – mit globalen Folgen für Energiemärkte.

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US-Iran-Gespräche: Trump warnt vor Einsatzbereitschaft der Streitkräfte

US-Präsident Donald Trump hat bestätigt, dass Washington derzeit Gespräche mit dem Iran führt. Laut Al Jazeera erklärte Trump, ein angedrohter „massiver" Angriff sei möglicherweise nicht notwendig. Gleichzeitig betonte er, dass die amerikanischen Streitkräfte weiterhin „gefechtsbereit" seien.

Trump zufolge zeige der Iran eine größere Ernsthaftigkeit in den Verhandlungen, sei jedoch noch nicht bereit für eine Einigung. Der US-Präsident wiederholte seine klare Forderung: Teheran dürfe unter keinen Umständen eine Kernwaffe entwickeln. Trump behauptete zudem, US-Angriffe hätten das iranische Militär erheblich geschwächt und einen Großteil der Marine, der Luftwaffe sowie der Radarkapazitäten zerstört. Diese Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.

Teheran weist Druck zurück – Diplomatie in Kirgisistan

Der iranische Außenminister Abbas Araghchi wies die Drohungen Washingtons entschieden zurück. Er erklärte, Teheran werde sich dem Druck nicht beugen. Bei Treffen mit russischen und chinesischen Vertretern in Kirgisistan machte Araghchi die USA für den Bruch früherer Abkommen und die wachsende Unsicherheit rund um die Straße von Hormus verantwortlich.

Araghchi begrüßte dabei die Verurteilung der US-amerikanischen und israelischen Militäraktionen durch Moskau. Der russische Außenminister Sergej Lawrow bot seinerseits Unterstützung bei der Schaffung eines regionalen Sicherheitsrahmens an. Die diplomatischen Aktivitäten zeigen, dass der Konflikt längst eine geopolitische Dimension weit über den Nahen Osten hinaus angenommen hat.

Tanker-Zwischenfall und Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus

Die militärischen Spannungen blieben unterdessen hoch. US-Streitkräfte setzten einen Tanker außer Gefecht, der versuchte, die Blockade Washingtons nahe dem Iran zu durchbrechen. Berichten zufolge hatte das Schiff wiederholte Warnungen ignoriert. Amerikanisches Personal feuerte in den Maschinenraum, woraufhin das Schiff seine Fahrt in Richtung Iran nicht fortsetzen konnte.

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus blieb in der Folge unbeständig. Das Analyseunternehmen Kpler verzeichnete am Donnerstag lediglich sechs bestätigte Durchfahrten – ein Rückgang von 60 Prozent gegenüber dem Vortag. Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Energierouten der Welt: Vor dem Konflikt wurden über diese Wasserstraße rund ein Fünftel der weltweiten Energievorräte abgewickelt.

Ölpreis auf 100 Dollar – Barclays warnt vor 150 Dollar

Die Auswirkungen auf die Energiemärkte sind bereits spürbar. Rohöl der Sorte Brent erreichte im Wochenverlauf kurzzeitig die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel, bevor der Preis leicht nachgab. Für deutsche Verbraucher und Unternehmen ist dies ein besorgniserregender Trend, da steigende Energiepreise die ohnehin angespannte Inflationslage weiter verschärfen könnten.

Die britische Großbank Barclays warnte in diesem Zusammenhang, dass eine dreimonatige Unterbrechung des Schiffsverkehrs die Spotpreise in Richtung 150 US-Dollar pro Barrel treiben könnte. Dies würde erhebliche weitere Inflations- und Versorgungsrisiken für die globale Wirtschaft schaffen.

Regionale Eskalation: Libanon, Gaza und Rotes Meer

Das regionale Risiko weitete sich derweil weiter aus. Israelische Angriffe hielten im Libanon und im Gazastreifen an, wo Stromknappheit und abnehmende humanitäre Hilfe die Bedingungen für die Zivilbevölkerung zunehmend verschlechterten. Auch im besetzten Westjordanland intensivierte sich die Gewalt: In der Nähe von Nablus wurden vier Palästinenser und zwei israelische Soldaten getötet, woraufhin Israel eine umfassendere Militäroperation einleitete und Straßensperren errichtete.

Zusätzlich wurden die Huthi-Angriffe im Roten Meer wieder aufgenommen. Saudi-Arabien gab daraufhin kurzzeitig Gefahrenwarnungen für die Regionen Jazan und Yanbu heraus. Die Kombination aus diplomatischer Unsicherheit, militärischen Zwischenfällen und gestörten Energielieferketten hält die globalen Märkte weiterhin in Atem.

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