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US-Immobilienmarkt: Makler melden Trendwende zu ausgeglichenem Markt

Der amerikanische Wohnimmobilienmarkt zeigt erste Stabilisierungstendenzen. Laut einer aktuellen CNBC-Umfrage unter Maklern entwickelt sich der Markt von einem Käufermarkt hin zu einem ausgewogeneren Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage.

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US-Immobilienmarkt: Makler melden Trendwende zu ausgeglichenem Markt

Der US-Immobilienmarkt befindet sich im Wandel. Während das Jahr 2025 mit verhaltener Aktivität zu Ende ging, deuten aktuelle Umfragedaten auf eine spürbare Veränderung der Marktdynamik hin. Die vierteljährliche CNBC Housing Market Survey zeigt: Immer mehr Immobilienmakler beobachten eine Stabilisierung nach Jahren extremer Marktbedingungen.

Vom Käufer- zum ausgeglichenen Markt

Im vierten Quartal 2025 gaben 37,5 Prozent der befragten Makler an, dass sich der Markt in einem ausgeglichenen Zustand befinde. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber 30 Prozent im Vorquartal. Die Umfrage basiert auf den Einschätzungen von 72 zufällig ausgewählten Maklern aus den gesamten USA, die zwischen dem 10. und 17. Dezember befragt wurden.

Die Verschiebung hin zu mehr Gleichgewicht steht im Kontrast zu den extremen Marktbedingungen der vergangenen Jahre. Während 2008 die Subprime-Krise den Käufern alle Macht verlieh und 2021 nach Beginn der Covid-Pandemie eine Kaufpanik herrschte, die Verkäufer bevorzugte, pendelt sich der Markt nun in der Mitte ein.

Hypothekenzinsen stabilisieren sich

Die Zinsentwicklung spielte eine zentrale Rolle bei der Marktentwicklung. Der durchschnittliche Zinssatz für die beliebte 30-jährige Festhypothek fiel im dritten Quartal 2025 deutlich, stabilisierte sich dann aber im vierten Quartal in einer Bandbreite zwischen 6,2 und 6,4 Prozent. Diese Seitwärtsbewegung ließ viele potenzielle Käufer zunächst an der Seitenlinie verharren, da kein unmittelbarer Anreiz zum Einstieg bestand.

Preissenkungen nehmen zu

Ein wesentlicher Faktor für die Marktveränderung sind nachgebende Immobilienpreise. Bemerkenswerte 92 Prozent der befragten Makler gaben an, dass mindestens ein Verkäufer im vierten Quartal seinen Preis gesenkt habe – ein Anstieg gegenüber 89 Prozent im Vorquartal. Fast die Hälfte der Befragten berichtete sogar, dass die Mehrheit ihrer Verkäufer Preisreduktionen vorgenommen habe.

Trotz der Preissenkungen bleiben die Immobilienpreise historisch gesehen auf hohem Niveau. Interessanterweise scheinen sich Käufer jedoch an diese neue Normalität zu gewöhnen. Die Makler beobachteten, dass im vierten Quartal weniger Käufer den Markt verließen oder Käufe verzögerten als zuvor. Auch die Kompromissbereitschaft bei Hausgröße, Ausstattung und Lage nahm ab.

Verkäufer unter Druck

Die Marktanpassung verläuft nicht ohne Reibung. Mehr Makler als im dritten Quartal berichteten, dass sie Immobilien vom Markt nehmen mussten, weil Verkäufer nicht bereit waren, die geforderten Preissenkungen zu akzeptieren. Dies verdeutlicht die noch immer unterschiedlichen Erwartungen von Käufern und Verkäufern.

Optimistischer Ausblick für 2026

Die Stimmung unter den Immobilienmaklern für das neue Jahr ist überraschend positiv. Trotz des verhaltenen Jahresendes 2025 erwarten 67,8 Prozent der Befragten eine Verbesserung der Verkaufszahlen im ersten Quartal 2026. Noch deutlicher fällt die Prognose für das Gesamtjahr aus: Ganze 77 Prozent der Makler rechnen damit, dass 2026 besser verlaufen wird als das Vorjahr.

Als Gründe für den Optimismus nennen die Makler das gestiegene Angebot an Immobilien sowie die Annahme, dass sich Verbraucher zunehmend an die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gewöhnen. Die wachsenden Arbeitsplatzverluste und das nachlassende Verbrauchervertrauen könnten jedoch dämpfend wirken.

Bedeutung für deutsche Anleger

Die Entwicklung am US-Immobilienmarkt ist auch für deutsche Investoren relevant, die in amerikanische Real Estate Investment Trusts (REITs) oder Immobilienfonds investiert sind. Eine Stabilisierung des Marktes könnte mittelfristig positive Auswirkungen auf diese Anlageklassen haben, nachdem die vergangenen Jahre von hoher Volatilität geprägt waren.

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