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US-Hypothekennachfrage springt 11% – Zinsen nahe Vierjahrestief

Niedrige Hypothekenzinsen auf dem niedrigsten Stand seit 2022 treiben Refinanzierungen und Hauskäufe deutlich an.

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US-Hypothekennachfrage springt 11% – Zinsen nahe Vierjahrestief

Die Hypothekennachfrage in den USA hat in der vergangenen Woche einen kräftigen Sprung gemacht. Das gesamte Volumen der Hypothekenanträge stieg laut dem saisonbereinigten Index der Mortgage Bankers Association (MBA) um 11% gegenüber der Vorwoche. Ausschlaggebend war der durchschnittliche Zinssatz für 30-jährige festverzinsliche Hypotheken, der bei 6,09% verharrte – dem niedrigsten Stand seit 2022.

Der aktuelle Zinssatz liegt damit um 64 Basispunkte unter dem Niveau des Vorjahres. Für Darlehen mit konformen Darlehenssummen bis zu 832.750 US-Dollar sanken die sogenannten Points (inklusive Bearbeitungsgebühr) leicht von 0,53 auf 0,52 – bei einer Anzahlung von 20%. Für viele Kreditnehmer ist dies ein spürbarer finanzieller Anreiz.

Refinanzierungen verdoppeln sich im Jahresvergleich

Besonders deutlich reagierten Refinanzierungsanträge auf das günstige Zinsumfeld. Sie sprangen im Wochenvergleich um 14,3% nach oben und lagen damit um bemerkenswerte 109% über dem Niveau der Vorjahreswoche. Refinanzierungen reagieren traditionell am sensibelsten auf kurzfristige Zinsbewegungen, da Kreditnehmer bestehende Darlehen schnell umschulden können.

Auch die Anträge für Hauskauf-Hypotheken zogen an: Sie stiegen um 6,1% gegenüber der Vorwoche und lagen 10% über dem Vorjahreswert. Trotz schlechter Wetterbedingungen im Nordosten der USA deutet dies darauf hin, dass sich potenzielle Käufer bereits auf den traditionell starken Frühjahrsimmobilienmarkt vorbereiten.

Die Marktlage bleibt für Käufer dennoch herausfordernd. Zwar kommt etwas mehr Angebot auf den Markt, doch hohe Immobilienpreise und wirtschaftliche Unsicherheiten belasten weiterhin die Kaufentscheidungen. Deutsche Anleger, die den US-Immobilienmarkt als Indikator für die globale Wirtschaftsstimmung beobachten, sollten diese Entwicklung im Blick behalten.

Geopolitische Risiken könnten Zinsen wieder treiben

Die aktuelle Zinsentspannung könnte jedoch kurzfristig unter Druck geraten. Laut einer Umfrage von Mortgage News Daily stiegen die Hypothekenzinsen am Montag kräftig an – als Reaktion auf militärische Angriffe der USA und Israels auf den Iran. Am Dienstag stabilisierten sie sich, doch weitere Wirtschaftsdaten – darunter der monatliche US-Arbeitsmarktbericht am Freitag – könnten erneut für Bewegung sorgen.

Für den US-Immobilienmarkt bleibt die Zinsentwicklung damit das entscheidende Thema. Sollten die Zinsen wieder steigen, dürfte die zuletzt gestiegene Nachfrage schnell nachlassen.

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