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New World Development: Aktie bricht nach Blackstone-Verhandlungsstopp ein

Gespräche über eine milliardenschwere Beteiligung des US-Investors stocken – Hongkonger Immobilienaktie verliert bis zu 6 Prozent.

New World Development: Aktie bricht nach Blackstone-Verhandlungsstopp ein

Die Aktien von New World Development (HK: 0017) haben am Mittwoch deutlich nachgegeben, nachdem Bloomberg News über ins Stocken geratene Verhandlungen mit dem US-Private-Equity-Riesen Blackstone berichtet hatte. Die in Hongkong notierten Papiere des angeschlagenen Immobilienentwicklers verloren zeitweise bis zu 6 Prozent und fielen auf HK$9,0. Der Bericht wirft neue Fragen über die Sanierungspläne des Unternehmens auf.

Blackstone hatte dem Bericht zufolge vorgeschlagen, rund 2,5 Milliarden US-Dollar in eine Zweckgesellschaft zu investieren. Damit würde das New Yorker Beteiligungsunternehmen zum größten Einzelaktionär von New World Development aufsteigen. Dieser Vorschlag ist nun offenbar auf erhebliche Hindernisse gestoßen.

Kontrollfrage als zentraler Streitpunkt

Der Kern des Problems liegt im Machterhalt der Gründerfamilie. Die Familie Cheng, die New World Development kontrolliert, soll zwar bereit gewesen sein, gemeinsam mit Blackstone zwischen 1 und 1,5 Milliarden US-Dollar einzubringen. Sie zögert jedoch, die Kontrolle über das Unternehmen abzugeben, wie Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise berichtete.

Die Gespräche hätten sich in den vergangenen Wochen merklich verlangsamt, da die Familie Cheng parallel alternative Finanzierungsquellen prüfe. Ziel sei es, frisches Kapital zu beschaffen, ohne den entscheidenden Einfluss auf den Konzern zu verlieren. Ob und wann eine Einigung erzielt werden kann, bleibt damit offen.

Hongkonger Immobilienmarkt unter Druck

New World Development kämpft seit Längerem mit erheblichem Liquiditätsdruck. Hintergrund ist der anhaltende Abschwung auf dem Hongkonger Immobilienmarkt, der den Konzern in eine schwierige Finanzlage gebracht hat. Das Unternehmen versucht, die Bilanz durch Kapitalerhöhungen und den Verkauf von Vermögenswerten zu stabilisieren.

Für deutsche Anleger verdeutlicht der Fall die strukturellen Risiken in asiatischen Immobilienmärkten, die seit dem Kollaps des chinesischen Entwicklers Evergrande unter besonderer Beobachtung stehen. Familiengeführte Konglomerate wie New World Development stehen dabei vor dem Dilemma, externe Investoren zu benötigen, ohne die Kontrolle über generationenalte Unternehmensstrukturen aufzugeben.

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