US-Hypothekennachfrage springt 11% – Zinsen auf Vierjahrestief
Günstige Hypothekenzinsen von 6,09% befeuern Refinanzierungen und Hauskäufe in den USA deutlich.

Die Hypothekennachfrage in den USA hat in der vergangenen Woche kräftig zugelegt. Das gesamte Volumen der Hypothekenanträge stieg laut dem saisonbereinigten Index der Mortgage Bankers Association (MBA) um 11% gegenüber der Vorwoche. Ausschlaggebend war der anhaltend niedrige Zinssatz für 30-jährige Festzinshypotheken, der auf dem tiefsten Stand seit 2022 verharrt.
Der durchschnittliche Vertragszins für Hypotheken mit konformen Darlehenssummen bis 832.750 US-Dollar blieb unverändert bei 6,09%. Damit liegt er um 64 Basispunkte unter dem Niveau des Vorjahres – ein spürbarer Unterschied für Kreditnehmer. Die Bearbeitungsgebühren (Points) sanken leicht von 0,53 auf 0,52 bei einer Anzahlung von 20%.
Refinanzierungen explodieren – Käufer kehren zurück
Besonders deutlich fiel der Anstieg bei Refinanzierungsanträgen aus. Diese kletterten um 14,3% gegenüber der Vorwoche und lagen sogar 109% über dem Vergleichswert des Vorjahres. Niedrige Zinsen machen es für Hausbesitzer attraktiv, bestehende Kredite zu günstigeren Konditionen umzuschulden.
Auch die Kaufanträge zogen an: Sie stiegen um 6,1% gegenüber der Vorwoche und lagen 10% über dem Vorjahreswert. Trotz schlechter Witterungsbedingungen im Nordosten der USA bereiten sich Käufer offenbar auf den traditionell lebhaften Frühjahrsmarkt vor. Das Angebot an Immobilien nimmt zwar leicht zu, doch hohe Preise und wirtschaftliche Unsicherheiten belasten weiterhin viele potenzielle Käufer.
Geopolitische Risiken könnten Zinsen wieder treiben
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Zur AktienanalyseDie Entwicklung bleibt jedoch fragil. Laut einer separaten Erhebung von Mortgage News Daily stiegen die Hypothekenzinsen am Montag merklich an – als Reaktion auf militärische Angriffe der USA und Israels auf den Iran. Geopolitische Spannungen können Anleihemärkte belasten und damit die Hypothekenzinsen nach oben treiben.
Am Freitag steht der monatliche US-Arbeitsmarktbericht an, der erfahrungsgemäß starke Marktbewegungen auslösen kann. Für deutsche Anleger und Beobachter des US-Immobilienmarkts bleibt die Entwicklung relevant: Ein robuster oder schwacher Jobmarkt beeinflusst die Zinspolitik der US-Notenbank Fed und damit mittelbar auch europäische Kapitalmärkte.


