ANZEIGE

US-Forscher nutzen Biologie zur Rückgewinnung von Seltenerdmetallen

3,3 Mio. US-Dollar Förderung für biologisch basierte Rückgewinnung von Seltenerdmetallen aus Industrieabfällen

•• 3 Min
US-Forscher nutzen Biologie zur Rückgewinnung von Seltenerdmetallen

Die Rückgewinnung von Seltenerdmetallen aus Industrieabfällen ist ein drängendes Problem – sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich. Ein Forschungsteam des Worcester Polytechnic Institute (WPI) in Massachusetts hat nun 3,3 Millionen US-Dollar von der National Science Foundation erhalten, um einen völlig neuen Ansatz zu verfolgen: Die Wissenschaftler wollen biologische Prozesse aus der Natur nutzen, um wertvolle Rohstoffe aus Kohleasche, Rotschlamm und Bergbauhalden zu gewinnen.

Das fünfjährige Projekt wird von Mingjiang Tao, außerordentlicher Professor am Department of Civil, Environmental, and Architectural Engineering der WPI, geleitet. Die Professoren Carrick Eggleston und Yan Wang fungieren als Co-Hauptuntersuchende. Beteiligt sind zudem Forscher der George Mason University, der University of California San Diego, der University of Massachusetts Amherst und der University at Buffalo. Die Förderung stammt aus dem Programm „Growing Convergence Research“ der National Science Foundation.

Im Kern geht es um zwei miteinander verknüpfte Herausforderungen: Die Herstellung siliziumbasierter Materialien für Beton, Glas, Keramik, Halbleiter und Silikone erfordert derzeit hohe Temperaturen, erheblichen Energieeinsatz und aggressive chemische Verarbeitung. Gleichzeitig produzieren Industrien enorme Mengen siliziumreicher Abfälle – darunter Kohleasche, Rotschlamm, Bergbauhalden, Betonabfälle, Altglas und metallurgische Schlacken. Diese Abfälle landen meist auf Deponien, in Teichen oder Auffangbecken, obwohl sie wertvolles Silizium, kritische Mineralien und Seltene-Erden-Elemente (REEs) enthalten.

Milliardenschwere Ressourcen im Abfall

Die Dimensionen sind beeindruckend: Allein in US-amerikanischen Kohleasche-Deponien sind schätzungsweise 11 Millionen Tonnen Seltenerdmetalle gebunden – mit einem Wert von 8,4 Milliarden US-Dollar. Das ist fast das Achtfache der aktuellen heimischen Rohstoffreserven der USA. Diese Materialien sind für Elektronik, saubere Energietechnologien, den Transportsektor und die nationale Sicherheit unverzichtbar.

„Die Rückgewinnung kritischer Mineralien ist nur ein Teil des Potenzials“, erklärt Projektleiter Tao. „Wir wollen ein Verfahren entwickeln, das möglichst viel jedes einzelnen Abfallstroms nutzt, strategisch wichtige Elemente trennt und das verbleibende Material in nutzbare Produkte umwandelt. Dieser ganzheitliche Ansatz könnte grundlegend verändern, wie Industrien mit Abfällen umgehen und essentielle Ressourcen beschaffen.“

Die Natur als Vorbild

Die Forscher suchen nach Lösungen in der Natur. Kieselalgen, Meeresschwämme und bestimmte Pflanzen nutzen biologische Moleküle und organische Gerüste, um gelöste Formen von Silizium einzufangen und unter relativ milden Bedingungen zu komplexen Siliziumdioxid-Strukturen zusammenzufügen. Das Team will diese Mechanismen anpassen, um energieärmere Methoden zu entwickeln, die siliziumdioxidreiche Komponenten industrieller Abfälle abbauen, das Siliziumdioxid in nutzbare Materialien umwandeln und die eingeschlossenen REEs sowie andere kritische Mineralien freisetzen.

Das Projekt vereint Expertise aus Biologie, Geochemie, Materialwissenschaft, Metallurgie, Ingenieurwesen, computergestützter Chemie und künstlicher Intelligenz. Die Forscher werden fortschrittliche computergestützte Modellierungen und KI einsetzen, um spezialisierte Biomoleküle zu entwerfen, deren Interaktion mit siliziumreichen Abfällen vorherzusagen und vielversprechende Wege für die Mineralrückgewinnung zu identifizieren.

Drei Säulen der Forschung

Tao wird als leitender Hauptuntersuchender das Management und die Koordination des Projekts übernehmen sowie die Forschung zur Biosilikifizierung – dem Prozess, durch den Organismen Siliziummaterialien bilden – und zur biovermittelten Metallurgie zur Rückgewinnung von REEs leiten. Eggleston bringt seine Expertise in Geochemie ein und wird die chemischen Reaktionen beim Abbau und Wiederaufbau von Silikatmaterialien optimieren. Seine Arbeit befasst sich mit den Pfaden und Reaktionsgeschwindigkeiten der Silikatlösung, Repolymerisation, Karbonatisierung, Glasbildung und Silikon-Synthese.

Yan Wang, ein weithin anerkannter Pionier im Bereich Batterierecycling und nachhaltige Fertigung, wird die Entwicklung bioingenieurtechnischer Prozesse zur Rückgewinnung von REEs und anderen kritischen Mineralien leiten. Das Team wird zudem die wirtschaftliche und praktische Machbarkeit der Skalierung der Technologien für industrielle Anwendungen bewerten.

Potenzial für die Rohstoffversorgung

Bei Erfolg könnte die Forschung neue Wege eröffnen, um große Volumina industrieller Abfälle in marktfähige Produkte umzuwandeln. Dies würde die Abhängigkeit von neu abgebauten Ressourcen verringern, den ökologischen Fußabdruck der Materialproduktion senken und die heimischen Lieferketten für kritische Mineralien und REEs stärken. Das Projekt zielt auch darauf ab, ein breiteres bioingenieurtechnisches Ökosystem auf Siliziumbasis zu fördern, indem es Forscher, Industriepartner, politische Entscheidungsträger, Bildungseinrichtungen und zukünftige Innovatoren über Disziplinen und Sektoren hinweg vernetzt.

Für deutsche Anleger ist das Projekt von Interesse, da die europäische Industrie ebenfalls stark von Importen kritischer Rohstoffe abhängig ist. Sollte sich das Verfahren als skalierbar erweisen, könnte es langfristig die globale Rohstofflandschaft verändern und neue Investitionsmöglichkeiten im Bereich nachhaltiger Ressourcengewinnung eröffnen.

SeltenerdmetalleRückgewinnungKohleascheWPINational Science FoundationBiologische ProzesseKritische MineralienRohstoffversorgung

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  4. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor
  5. Nvidia, Datadog und Goldminen glänzen auf IBD-Bestenlisten

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.