ANZEIGE

US-Chip-Abhängigkeit bremst autonomes Fahren aus

Chinas Autoindustrie braucht ausländische Technologie

•• 4 Min
US-Chip-Abhängigkeit bremst autonomes Fahren aus

Das Robocar von Jidu Automotive wird auf der Pekinger Automobilausstellung im April selbst auf die Hauptbühne fahren und damit das Innovationstempo auf dem größten Automarkt der Welt unter Beweis stellen.

Jidu, ein Joint Venture zwischen der Suchmaschine Baidu und dem Automobilhersteller Geely, stellt das Robocar nach nur zwei Jahren Entwicklungszeit vor.

Damit reiht es sich in eine Reihe von Tesla-Konkurrenten ein, die unter der Führung von Nio, XPeng und Human Horizons um die Entwicklung fahrerloser Autos ringen. Doch das Gehirn von Robocar offenbart ein Problem, das das Streben des chinesischen Staatschefs Xi Jinping nach technologischer Unabhängigkeit bedroht.

Chinas Unternehmen für fahrerlose Autos sind nach wie vor auf Chips angewiesen, die von ausländischen Unternehmen - meist den US-Konzernen Nvidia, Qualcomm und Intel - entwickelt und im Ausland hergestellt werden.

Im Land gibt es eine Reihe von aufstrebenden Chipdesignern, darunter MetaX Integrated Circuits und Biren Technology, und in der ersten Hälfte des Jahres 2021 hat Chinas Chipindustrie laut Deloitte 3,85 Milliarden Dollar an Risikokapital angezogen. Dennoch liegen sie Jahre hinter ihren US-Rivalen zurück.

Velu Sinha, ein China-Halbleiterexperte bei Bain & Company, sagte, dass Nvidia aufgrund des Erfolgs seiner GPU (Graphics Processing Unit)-Technologie von einem "Vorsprung von einem Jahrzehnt" profitiert habe.

"Milliarden von Dollar sind in diesen Bereich geflossen. Aber im Moment befindet sich Nvidia weiterhin in einer wirklich gesunden Position", sagte Sinha.

Für Peking steht viel auf dem Spiel. Xi möchte die technologische Autarkie als Bollwerk gegen Angriffe aus Wirtschaft und Handel nutzen. Xis Erhebung von Halbleitern und Elektrofahrzeugen zu Industrien von nationaler Bedeutung hat Tausende von neuen Unternehmen auf den Markt gelockt.

Die Unternehmensberatung McKinsey hat prognostiziert, dass autonome Fahrzeuge bis 2040 40 Prozent der Neuwagenverkäufe in China ausmachen und Einnahmen von fast 1 Mrd. Dollar aus dem Verkauf von Fahrzeugen und 1,1 Mrd. Dollar aus Mobilitätsdienstleistungen generieren werden.

Chinas Fabless-Unternehmen - die Gruppen, die mit Nvidia und Qualcomm bei der Entwicklung und dem Verkauf von Chip-Hardware, aber nicht bei der Herstellung konkurrieren - haben nach Angaben der Semiconductor Industry Association, einer US-Gruppe, bereits einen weltweiten Marktanteil von 16 Prozent erreicht.

Sie arbeiten weiter daran, Nvidias Vorherrschaft zu brechen. Der US-Konzern hat bekannt gegeben, dass mindestens 18 verschiedene chinesische Unternehmen seine Chips als wichtigen Bestandteil ihrer Pläne für autonomes Fahren verwenden.

Dazu gehören die von Alibaba unterstützten Unternehmen AutoX und WeRide, das von der Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz finanziert wird, sowie der von Apple unterstützte Fahrdienst Didi.

Nvidia und Jidu lehnten eine Stellungnahme ab.

Randy Abrams, Leiter der Asien-Halbleiterforschung bei der Credit Suisse, sagte, dass chinesische EV-Konzerne bei kritischen Technologien immer noch "Best of Breed" verwenden müssten.

"Nvidia ist bei der Verarbeitung im Fahrzeug und auch beim KI-Training und der Simulationsarbeit, die für die Entwicklung dieser Plattformen erforderlich sind, noch weiter fortgeschritten", fügte Abrams hinzu.

Zeekr, eine Einheit von Geely, hat sich mit Mobileye von Intel zusammengetan, um 2024 ein selbstfahrendes Auto auf den Markt zu bringen. Und Great Wall Motor, ein weiterer großer traditioneller chinesischer Automobilhersteller, hat sich für seine Entwicklung des autonomen Fahrens an Qualcomm gewandt.

Chinas einheimische Entwicklung von Automobilchips wird immer noch von einer Reihe "grundlegender Probleme" geplagt, so ein in China ansässiger Halbleiterberater, der nicht namentlich genannt werden möchte.

Es ist schwierig, die für die Wettbewerbsfähigkeit erforderliche Größe zu erreichen. In den letzten Jahren haben die unerschwinglichen Kosten für die Chipentwicklung zahlreiche Unternehmen daran gehindert, über Nischenanwendungen hinaus auf dem Markt Fuß zu fassen.

In der Zwischenzeit nutzen etablierte Unternehmen wie Nvidia die Chiptechnologien, die in den letzten zwei Jahrzehnten die Grundlage für die explosionsartige Verbreitung von Mobiltelefonen, Desktop-Computern und Rechenzentren bildeten, erneut.

"Das größte chinesische Unternehmen stellt etwa eine Million Autos pro Jahr her", sagte der Halbleiterberater und erklärte, dass "die Größenordnung nicht annähernd groß genug ist, um langfristig führende Chips für das autonome Fahren zu finanzieren".

Xiao Jianxiong, der Gründer und Geschäftsführer von AutoX, sagte, sein Unternehmen sei besorgt über die Verzögerungen, die sich aus der Zusammenarbeit mit neuen Anbietern ergeben könnten.

"Wir wollen so schnell wie möglich vorankommen. Die Produktivität ist für uns sehr wichtig, und die Reife des Ökosystems ist sehr hilfreich", sagte er über die Zusammenarbeit mit Nvidia und dessen Ökosystem von Ingenieuren und Zulieferern.

Ein weiteres Problem für China besteht darin, dass die modernsten Chips, die von Plattformen für autonomes Fahren verwendet werden, nicht vor Ort hergestellt werden können. Auch die etablierten ausländischen Unternehmen bauen ihre Vormachtstellung aus.

TSMC, der größte Hersteller von Prozessorchips, plant allein in diesem Jahr Investitionen in Höhe von 44 Mrd. Dollar, was einer Steigerung um fast die Hälfte entspricht. Im Gegensatz dazu plant Chinas engster Rivale SMIC Investitionen in Höhe von 5 Mrd. $. Die meisten Branchenspezialisten sind der Meinung, dass SMIC in der Technologieentwicklung etwa fünf Jahre hinter TSMC zurückbleibt.

"Am Ende des Tages muss Ihr Auto funktionieren. Es muss in großem Maßstab, in hoher Qualität, in großen Mengen und zu niedrigen Kosten geliefert werden. Da kann man sich nicht herauswinden. Ihre Propaganda funktioniert nur bis zu einem gewissen Punkt", sagte der Berater.

Geely BaiduElektrofahrzeuge

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.