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US-Anleiherenditen kaum verändert: Anleger warten gespannt auf Fed-Zinsentscheid

Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe liegt bei 4,99 Prozent, während Händler mehrheitlich mit einer Zinspause der Fed rechnen.

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US-Anleiherenditen kaum verändert: Anleger warten gespannt auf Fed-Zinsentscheid

Die Renditen US-amerikanischer Staatsanleihen haben sich zum Wochenauftakt kaum bewegt. Anleger richten ihren Blick auf den Zinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve am Mittwoch und warten auf eine Fülle wirtschaftlicher Daten in dieser Woche. Die Referenzrendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe lag mit 4,99 Prozent um rund einen Basispunkt im Plus, die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe blieb bei 5,31 Prozent unverändert. Die Rendite der 2-jährigen US-Staatsanleihe stieg leicht um zwei Basispunkte auf 4,7 Prozent.

Ein Basispunkt entspricht 0,01 Prozent. Für Anleger ist dabei entscheidend: Renditen und Preise von Anleihen entwickeln sich gegenläufig. Steigt die Rendite, fällt der Kurs der entsprechenden Anleihe — und umgekehrt. Die geringen Ausschläge am Montag spiegeln die abwartende Haltung des Marktes vor dem Notenbanktermin wider.

Das Hauptereignis der Woche ist der Zinsentscheid der Federal Reserve am Mittwoch. Laut dem CME FedWatch Tool kalkulieren Händler mit einer Wahrscheinlichkeit von über 90 Prozent, dass die Politiker die Leitzinsen im aktuellen Zielkorridor von 3,75 Prozent bis 4 Prozent unverändert lassen werden. Eine Zinspause gilt an den Märkten damit als nahezu ausgemacht.

Deutsche Bank erwartet hawkishe Töne

Im Mittelpunkt dürfte nach Einschätzung der Deutschen Bank jedoch weniger die Zinsentscheidung selbst stehen als vielmehr die Kommentare von Fed-Vorsitzendem Kevin Warsh im Anschluss. Die Analysten erwarten, dass der Fokus darauf liegen wird, wie die Fed „den weiterhin hohen Inflationsdruck und das solide Wachstum gegen die jüngste Verschärfung der Finanzbedingungen abwägt“.

In einem Bericht vom Montag schrieb die Deutsche Bank: „Die allgemeine Botschaft wird voraussichtlich weiterhin hawkish (zinsverschärfend) sein: Unsere Ökonomen sind der Auffassung, dass die jüngsten Inflationsdaten die Argumente für weitere Verschärfungen im Zeitverlauf stützen, selbst wenn die Fed diese Woche pausiert.“ Die Analysten fügten hinzu, dass Warsh voraussichtlich klarstellen werde, dass strenge Finanzbedingungen kein Ersatz für höhere Leitzinsen seien.

Für deutsche Anleger ist diese Einschätzung relevant, weil die Renditen am US-Anleihemarkt als globaler Referenzmaßstab für die Kapitalmarktzinsen gelten. Sie beeinflussen maßgeblich die Refinanzierungskosten von Unternehmen und Staaten weltweit sowie die Bewertung von Aktien und Anleihen. Ein hawkisher Ton der Fed spricht tendenziell für steigende Renditen, ein moderaterer Kurs für fallende.

PCE-Daten und Konjunkturzahlen im Fokus

Neben dem Zinsentscheid werden die Anleger den Index der persönlichen Konsumausgaben (PCE) genau beobachten. Dieser gilt als bevorzugte Inflationsmessgröße der Fed und wird am Donnerstag veröffentlicht. Die PCE-Daten liefern damit einen wichtigen Hinweis darauf, ob sich der Inflationsdruck in den USA weiter abschwächt oder hartnäckig bleibt.

Darüber hinaus steht in dieser Woche eine ganze Reihe weiterer Wirtschaftsdaten auf dem Programm. Am Dienstag werden die wöchentliche ADP-Beschäftigungsentwicklung und die Auftragseingänge bei langlebigen Gütern für September veröffentlicht. Am Donnerstag folgen die wöchentlichen Erstansprüche auf Arbeitslosenunterstützung, bevor am Freitag weitere Beschäftigungsdaten anstehen.

Die Kombination aus Notenbankentscheid, Inflationsdaten und Arbeitsmarktberichten dürfte für erhöhte Volatilität an den Anleihemärkten sorgen. Sollten die Daten den hawkishen Erwartungen der Deutschen Bank entsprechen, könnte dies die Renditen — insbesondere am langen Ende der Kurve — weiter nach oben treiben. Umgekehrt könnten schwächere Konjunktursignale die Zinsfantasie der Anleger dämpfen und den Anleihekursen Auftrieb geben.

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