ANZEIGE

Uniper und Wien Energie beantragen staatliche Unterstützung angesichts der sich verschärfenden Energiekrise

Deutscher Energieversorger bittet um 4 Mrd. Euro, während Österreichs größter Versorger Finanzierungsschwierigkeiten einräumt

•• 4 Min
Uniper und Wien Energie beantragen staatliche Unterstützung angesichts der sich verschärfenden Energiekrise

Der deutsche Energieversorger Uniper und der österreichische Energieversorger Wien Energie haben weitere staatliche Nothilfen gefordert, da die steigenden Gas- und Stromkosten in ganz Europa die Betriebsfähigkeit der Versorgungsunternehmen gefährden.

Uniper, einer der größten deutschen Energieversorger, teilte am Montag mit, dass er bei der staatlichen Bank KfW eine Aufstockung einer bestehenden Kreditlinie von 9 Mrd. Euro um 4 Mrd. Euro beantragt habe, um die "kurzfristige Liquidität" des Unternehmens zu sichern.

Wien, Österreichs größtes Energieunternehmen, erklärte, die Großhandelspreise für Gas und Strom seien so schnell gestiegen, dass es nun Schwierigkeiten habe, seinen Betrieb zu finanzieren. Das Unternehmen, das rund 2 Mio. Privatkunden mit Gas und Strom versorgt, erklärte, es führe Gespräche mit der Regierung, "um eine stabile Gesamtsituation für die Energieversorgung in Wien und ganz Österreich zu gewährleisten".

Die Forderung nach zusätzlicher Unterstützung kam, nachdem der europäische Referenzgaspreis in der vergangenen Woche um fast ein Drittel auf mehr als 343 Euro pro Megawattstunde gestiegen war.

Die Entscheidung Russlands, die Gaslieferungen nach Europa zu drosseln, hat die Gas- und Strompreise auf ein Rekordniveau getrieben und die Regierungen gezwungen, nach alternativen Lieferquellen zu suchen und zu immer extremeren Maßnahmen zur Senkung des Verbrauchs zu greifen.

Uniper, der traditionell größte Abnehmer von russischem Gas in Europa, erklärte, dass die aus Russland bezogenen Mengen seit Juni um 80 Prozent zurückgegangen seien und das Unternehmen gezwungen sei, alternative Lieferungen zu "erheblich höheren Preisen" zu beschaffen, was zu Bargeldverlusten von "weit über" 100 Millionen Euro pro Tag führe.

Das in Düsseldorf ansässige Unternehmen ist ein wichtiger Gaslieferant und gehört mit einer Kapazität von 34 Gigawatt zu den größten Stromerzeugern in Europa. Es hat rund 600 Kunden in Deutschland und den Nachbarländern, von Industriekunden über Kommunen bis hin zu regionalen Versorgern.

Der rasante Preisanstieg habe die Margin-Zahlungen - oder Sicherheiten -, die Uniper beim Handel mit Gas und Strom an den Börsen leisten müsse, weiter erhöht, so das Unternehmen, was sich "in den letzten Tagen erheblich auf die Liquiditätssituation ausgewirkt" habe.

Infolgedessen teilte Uniper mit, dass es die letzten 2 Milliarden Euro der im Juli als Teil eines 15-Milliarden-Euro-Rettungspakets vereinbarten 9-Milliarden-Euro-Kreditlinie der KfW in Anspruch genommen hat und weitere Kredite aufnehmen muss. Letzten Monat erklärte das Unternehmen, es sei zum Spielball" im Ukraine-Konflikt geworden, als es im ersten Halbjahr einen Verlust von 12,3 Mrd. Euro verzeichnete.

"Wir arbeiten mit der Bundesregierung mit Hochdruck an einer dauerhaften Lösung für diese Notlage, da Uniper sonst seine systemkritische Funktion für Deutschland und Europa nicht mehr erfüllen kann", sagte Uniper-Chef Klaus-Dieter Maubach.

Die KfW und die Bundesregierung lehnten eine Stellungnahme ab.

Die EEX, der deutsche Energie-Terminmarkt, forderte die Regierungen ebenfalls auf, die Versorgungsunternehmen, die Schwierigkeiten haben, die Margenanforderungen beim Kauf und Verkauf von Gas und Strom zu erfüllen, stärker zu unterstützen.

"Es ist sehr wichtig, dass die Unternehmen bei der Finanzierung von Sicherheiten (Margen) nicht nur wie bisher von Deutschland, sondern auch von anderen Mitgliedsstaaten oder der EU unterstützt werden", hieß es am Montag. Am Freitag stieg der Terminpreis für deutschen Strom um mehr als ein Fünftel auf 985 Euro pro Megawattstunde.

Peter Hanke, Leiter des Finanzministeriums der Stadt Wien, erklärte gegenüber der Österreichischen Presseagentur, dass Wien Energie bis zu 6 Mrd. Euro vom Bund benötigen könnte, um die Nachschussforderungen aus den Verträgen zu erfüllen.

Die Stadt habe dem Unternehmen bereits eine Notfinanzierung zur Verfügung gestellt, verfüge aber nicht über die Mittel, um dies weiterhin allein zu tun. Er betonte, dass das Geschäft von Wien Energie solide und profitabel sei.

Der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer sagte, er werde bei einem bevorstehenden Treffen der europäischen Energieminister eine EU-weite Obergrenze für die Strompreise vorschlagen.

"Wir müssen diesem Wahnsinn, der derzeit auf den Energiemärkten stattfindet, endlich Einhalt gebieten - und das geht nur mit einer europäischen Lösung", so Nehammer.

Rekordhohe Energiepreise haben die deutsche Regierung bereits dazu gezwungen, stillgelegte Kohlekraftwerke zu reaktivieren, Industrieunternehmen dazu anzuhalten, ihren Gasverbrauch zu reduzieren und strenge Ziele für die Gasspeicherfüllstände bis zum 1. November festzulegen.

Robert Habeck, der deutsche Wirtschaftsminister, sagte am Montag, dass die deutschen Gasspeicher bereits zu etwa 83 Prozent gefüllt seien und das ursprünglich für Oktober gesetzte Ziel von 85 Prozent bis Anfang nächsten Monats erreichen würden.

"Wir sind mit der Befüllung der Speicher weiter vorangekommen, als es das Gesetz vorschreibt", sagte er am Montag in München. Die Möglichkeit, auf das gespeicherte Gas zurückzugreifen, bedeute, dass Deutschland "nicht mehr um jeden Preis [für Gas] zahlen muss", fügte er hinzu.

EnergiepreiseUniperGaspreise

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.