ANZEIGE

Britischer Minister stellt Nachhaltigkeit von Biomassebrennstoff in Frage

Kwasi Kwarteng: Transport von Holzpellets aus Louisiana sei kostspielig und mache "keinen Sinn

•• 4 Min
Britischer Minister stellt Nachhaltigkeit von Biomassebrennstoff in Frage

Der britische Wirtschaftsminister hat zugegeben, dass die Einfuhr von in den USA hergestellten Holzpellets zur Energiegewinnung durch das Energieunternehmen Drax nicht nachhaltig ist und "keinen Sinn macht".

Kwasi Kwarteng erklärte den Abgeordneten, die Regierung habe die Nachhaltigkeit der Verbrennung von Holzpellets, einer Art Biomasse, nicht vollständig untersucht. Er sagte, das Ministerium für Wirtschaft, Energie und Industriestrategie habe mit der Industrie über Biomasse diskutiert, aber "wir haben einige der Prämissen nicht wirklich in Frage gestellt", was die Nachhaltigkeit von Pellets betrifft.

Die Regierung hat die Verbrennung von Pellets in der Drax-Anlage in Yorkshire in den letzten zehn Jahren mit Millionen subventioniert, und der Brennstoff spielt eine wichtige Rolle in der britischen Netto-Null-Strategie.

Kwarteng äußerte sich diese Woche während eines Treffens mit einer Gruppe parteiübergreifender Abgeordneter, die Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit von Holzpellets äußerten, die von Drax als erneuerbar bezeichnet werden.

"Es macht keinen Sinn, [Holzpellets] aus Louisiana zu beziehen. . das ist nicht nachhaltig", sagte Kwarteng. Die Verschiffung von Pellets aus Louisiana - einer der Beschaffungsregionen von Drax in den USA - verursacht "enorme finanzielle und ökologische Kosten ... [Das macht für mich überhaupt keinen Sinn", fügte er hinzu.

Drax hat sein Kohlekraftwerk schrittweise auf Biomasse umgestellt und versucht, sich als grünes Energieunternehmen neu zu erfinden. Das Unternehmen, das etwa 80 Prozent der im Kraftwerk verwendeten Holzpellets aus Nordamerika importiert, hat laut einer Analyse des Think-Tanks Ember im Jahr 2020 rund 832 Millionen Pfund an staatlichen Subventionen erhalten, im Jahr 2019 rund 790 Millionen Pfund.

Diese Unterstützung läuft 2027 aus, aber das Unternehmen bemüht sich um neue Subventionen für die Entwicklung von Biomasse in Verbindung mit der Technologie zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung, die als Beccs bekannt ist.

Drax argumentiert, dass seine Pellets aus verantwortungsvollen Quellen stammen und dass die bei ihrer Verbrennung entstehenden Emissionen durch das Wachstum neuer kohlenstoffabsorbierender Bäume ausgeglichen werden.

Zahlreiche Umweltgruppen und Wissenschaftler haben diese Behauptungen jedoch angezweifelt. Sie argumentieren, dass es lange dauert, bis Bäume Kohlenstoff absorbieren, dass der Import von Pellets emissionsintensiv ist und dass die großflächige Ernte von Holz die Ökosysteme gefährdet.

Im Januar erklärte David Joffe vom Ausschuss für Klimawandel, der die Regierung berät, es gebe "große Herausforderungen bei der Gewährleistung der Nachhaltigkeit von Biomasse, die außerhalb des Vereinigten Königreichs angebaut wird". Er fügte hinzu, dass importierte Biomasse "nichts ist, worauf sich das Vereinigte Königreich in großem Umfang verlassen sollte". Der Ausschuss betonte jedoch, dass ein gewisser Anteil an Energie aus Biomasse notwendig sei, wenn das Vereinigte Königreich sein Ziel erreichen wolle, bis 2050 keine Kohlenstoffemissionen mehr zu verursachen.

Verbündete von Kwarteng bestätigten, dass er Bedenken hinsichtlich der Verwendung von aus den USA importierten Pellets durch Drax geäußert habe. Seine Kollegen sagten jedoch, dass er das Unternehmen und den Biomassesektor, der für das britische Stromnetz eine unverzichtbare Grundlast darstellt, weiterhin voll und ganz unterstütze.

"Ohne Drax müsste das Vereinigte Königreich mehr Strom aus Europa importieren, und das zu einer Zeit, in der der Kontinent in ernsten Schwierigkeiten steckt", so ein Regierungsvertreter.

Bei dem Treffen mit den Abgeordneten räumte Kwarteng ein, dass sich die Biomasse nicht so schnell entwickelt habe wie andere erneuerbare Energieträger, z.B. Offshore-Wind und Wasserstoff.

"Ich kann mir gut vorstellen, dass wir irgendwann einen Schlussstrich ziehen und sagen, dass die Biomasse nicht funktioniert, dass sie nicht zur Verringerung der Kohlendioxidemissionen beiträgt und dass wir sie deshalb abschaffen sollten", sagte er. "Ich will damit nur sagen, dass wir diesen Punkt noch nicht ganz erreicht haben.

Die Netto-Null-Strategie der Regierung sieht vor, dass die Verwendung von Beccs bis 2050 zwei Drittel der so genannten "negativen Emissionen" - oder Technologien, die Kohlenstoff aus der Atmosphäre entfernen - in Großbritannien ausmachen wird.

Das Ministerium hat 1 Milliarde Pfund für die Entwicklung eines Sektors zur Kohlenstoffabscheidung bereitgestellt, darunter 30 Millionen Pfund zur Förderung der Produktion von "nachhaltiger heimischer Biomasse". Das Wirtschaftsministerium sagte auch, es werde "Märkte und Anreize" entwickeln, um Investitionen in Technologien zur Emissionsabscheidung, einschließlich Beccs, zu unterstützen.

"Der Wirtschaftsminister war sich immer darüber im Klaren, dass die Biomasse eine Schlüsselrolle bei der Stärkung der Energiesicherheit Großbritanniens spielt", sagte ein Regierungssprecher. "Die britische Regierung unterstützt nur Biomasse, die unseren strengen Nachhaltigkeitskriterien entspricht, und wir werden in Kürze unsere Biomassestrategie veröffentlichen, in der wir unsere Position zur künftigen Nutzung von Biomasse näher erläutern werden.

Ein Sprecher von Drax erklärte, das Unternehmen sei "einer der europäischen Stromerzeuger mit der geringsten Kohlenstoffintensität, und unsere nachhaltige Biomasse ist für die Energiesicherheit Großbritanniens von entscheidender Bedeutung, da sie genügend zuverlässigen Strom aus erneuerbaren Energien liefert, um 4 Mio. Haushalte mit Strom zu versorgen".

Bio-KraftstoffEnergiewendeWasserstoffWindenergie

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.