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UBS erwartet Euro-Erholung auf 1,16 Dollar bis Ende 2026

Die UBS hält die Märkte bezüglich Europas für übermäßig pessimistisch und rechnet mit einem EUR/USD-Anstieg auf 1,16 Dollar.

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UBS erwartet Euro-Erholung auf 1,16 Dollar bis Ende 2026

Die UBS erwartet, dass der Euro bis Ende 2026 auf 1,16 Dollar zurückkehrt. In einer aktuellen Analyse heißt es, der Rückgang des Euro gegenüber dem Dollar von 1,17 Dollar auf nahezu 1,11 Dollar sei weiter gegangen, als es die europäische Wirtschaft rechtfertige. Die Strategen im Chief Investment Office (CIO) der UBS gaben an, dass die Märkte bezüglich Europas „übermäßig pessimistisch" eingestellt seien. Laut der Prognosetabelle des Berichts lag der Euro zum betreffenden Datum bei 1,12 Dollar.

Die Schweizer Großbank führte den Kursverfall auf mehrere Faktoren zurück: stärkere Wirtschaftsdaten aus den USA, Bedenken hinsichtlich eines möglichen US-Exportverbots für Dieselkraftstoff, steigende globale Staatsanleiherenditen sowie Sorgen um die französische Finanzlage. Die Spread-Differenzen französischer Staatsanleihen haben in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen. Eine breitere europäische Schuldenkrise erwartet die UBS jedoch nicht.

Frankreich als Belastungsfaktor

Nach Einschätzung der Bank ist es wahrscheinlich, dass ein französischer Haushaltsplan verabschiedet wird – möglicherweise über den Artikel 49,3 der Verfassung. Dies sollte dazu beitragen, die Spreads zu verringern und den Euro zu stützen. In den Vereinigten Staaten hatten überraschend starke Inflationsdaten zu Beginn der Woche zunächst die Renditen der US-Staatsanleihen und den Dollar nach oben getrieben. Dieser Kurs habe stark auf den Nasdaq gedrückt, woraufhin sich die Renditen wieder korrigierten und der Dollar zum Tagesende schwächer schloss, so die UBS.

Die Märkte hätten einen Zinsanstieg der USA im Oktober nun nahezu vollständig eingepreist. Ein anhaltender Verfall des Euro unter 1,10 Dollar sei damit zunehmend unwahrscheinlich, erklärte die Bank. Für Anleger ergeben sich daraus konkrete Handlungsempfehlungen.

Handelsstrategie und Kursziele

Die UBS befürwortet den Kauf des Euro unterhalb von 1,12 Dollar, mit einem Zielkurs von 1,16 Dollar und einem Ausstiegspunkt knapp unterhalb von 1,10 Dollar, um Verluste zu begrenzen. Zudem spricht sie sich für das Verkaufen von Absicherungen gegen fallende Kurse in diesem Währungspaar aus, um Erträge zu generieren. Solche Strategien erscheinen angesichts der gestiegenen Volatilität attraktiv.

Als Unterstützungslinien nannte die UBS 1,10 Dollar und 1,08 Dollar. Widerstandszonen sieht die Bank bei 1,13 Dollar, gefolgt von den August-Hochs von 1,17 Dollar. Die Prognosen steigen auf 1,18 Dollar im März 2027 sowie auf 1,20 Dollar im Juni und September 2027 an – also nach den französischen Präsidentschaftswahlen im April und Mai 2027. Die UBS geht davon aus, dass sich die Energiepreise im Jahr 2027 entspannen werden, wobei Brent-Öl im nächsten Sommer annähernd 80 Dollar pro Barrel erreichen könnte.

Risiken für die Prognose

Ein Sieg der Demokraten bei den Halbzeitwahlen Anfang des kommenden Monats, der sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat kontrollieren würde, dürfte für den Dollar eher moderat negativ sein, so die UBS. Dieses Risiko sei jedoch noch nicht in den Marktpreisen widergespiegelt. Da der neue Senat im Januar sein Amt antrete, handele es sich dabei vor allem um eine Entwicklung des Jahres 2027.

Als Risiken für die eigene Prognose nennt die Bank weitere starke US-Daten, eine wesentliche Verschlechterung der europäischen Wachstumsaussichten oder eine signifikante Eskalation der fiscal concerns in Frankreich – all dies könnte den Euro weiter drücken. Schwächere US-Daten, abnehmende geopolitische Spannungen, niedrigere Energiepreise sowie eine stabilere Perspektive für Europa und Frankreich könnten eine Erholung hingegen beschleunigen.

Für deutsche Anleger ist die Einschätzung der UBS insofern relevant, als der Euro-Dollar-Kurs direkten Einfluss auf die Bewertung von US-Investments im Depot hat. Ein stärkerer Euro reduziert die Rendite von Dollar-Anlagen, begünstigt aber europäische Aktien und Importe. Die von der UBS genannten Marken von 1,10 und 1,12 Dollar dürften daher für viele Anleger als Orientierungspunkte dienen.

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