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UBS empfiehlt fünf europäische Infrastruktur-Aktien gegen KI-Risiken

Schweizer Großbank setzt auf defensive Titel mit regulierten Einnahmen und starken Bilanzen für 2026

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UBS empfiehlt fünf europäische Infrastruktur-Aktien gegen KI-Risiken

Die Schweizer Großbank UBS hat in ihrem aktuellen Sektorbericht fünf europäische Verkehrsinfrastruktur-Unternehmen als besonders widerstandsfähig gegen wirtschaftliche Verwerfungen durch Künstliche Intelligenz eingestuft. Die Analysten erwarten, dass KI-gesteuerte Automatisierung den Arbeitsmarkt und Geschäftsreisen belasten könnte, sehen aber bei ausgewählten Infrastruktur-Aktien ein defensives Profil mit stabilen Erträgen.

Die Bank begründet ihre Auswahl mit vier zentralen Kriterien: starke Bilanzen, hohe Kapitalrenditen, regulierte Einnahmenströme und resiliente Trends im Freizeitreiseverkehr. Diese Faktoren sollen langfristige Gewinnstabilität auch in volatilen Marktphasen sicherstellen.

Vinci führt mit diversifiziertem Portfolio

An der Spitze der UBS-Empfehlungen steht der französische Konzessionsriese Vinci. Als einer der größten Betreiber von Mautstraßen, Flughäfen und Baugeschäften in Europa profitiert das Unternehmen von regulierten Umsatzströmen und langlebigen Vermögenswerten. Die Analysten heben die bewährte Kapitaldisziplin hervor: Vinci schüttet jährlich 4,5 bis 6,5 Prozent an die Aktionäre aus.

Die Bewertung liegt derzeit unter den historischen Durchschnitten bei EV/EBITDA und KGV, was zusätzliches Aufwärtspotenzial bietet. UBS setzt ein Kursziel von 148 Euro und vergibt ein "Kaufen"-Rating. Die regulierten Einnahmen sollen das Unternehmen vor kurzfristigen wirtschaftlichen Schocks schützen.

Eiffage punktet mit stabiler Cash-Generierung

Der zweite französische Favorit ist Eiffage, der eine Mischung aus Baugeschäft und profitablen Konzessionen betreibt. Die UBS lobt die beständig hohe Kapitalrendite über verschiedene Investitionszyklen hinweg sowie die starke Cash-Conversion. Mit einem Kursziel von 145 Euro bietet die Aktie Potenzial, da sie mit einem Abschlag zu den Bewertungskennzahlen aus der Zeit vor der Pandemie gehandelt wird.

Die solide Bilanz und disziplinierte Aktionärspolitik positionieren Eiffage als widerstandsfähigen "Compounder", der kontinuierlich Wert schaffen kann. Die stabilen Konzessionserträge bilden dabei das Fundament für die defensive Positionierung.

Aena profitiert von Freizeitreise-Boom

Der spanische Flughafenbetreiber Aena sticht durch seine besondere Verkehrsstruktur hervor: Über 80 Prozent der Passagiere sind Freizeitreisende. Diese Zusammensetzung macht das Unternehmen widerstandsfähig gegen einen möglichen KI-bedingten Rückgang von Geschäftsreisen.

Mit einer branchenführenden Kapitalrendite von 16 Prozent und einer Nettoverschuldung unter dem 1,5-fachen EBITDA zeigt Aena außergewöhnliche Finanzkennzahlen. Die UBS betont die starke Cash-Generierung selbst in Phasen hoher Investitionsausgaben. Bei einem Abschlag von 5 bis 10 Prozent gegenüber historischen Bewertungen vergibt die Bank ein "Kaufen"-Rating mit Kursziel 27,5 Euro.

ENAV bietet maximale Stabilität

Der italienische Flugsicherungsdienstleister ENAV verfügt über eines der stabilsten Geschäftsmodelle im Sektor. Die Erträge stammen größtenteils aus regulierten Aktivitäten, was Planungssicherheit schafft. Mit einer Nettoverschuldung unter dem 1,5-fachen EBITDA und beständigen Ausschüttungen eignet sich die Aktie besonders für ein Umfeld wirtschaftlicher Unsicherheit. UBS setzt ein Kursziel von 5,05 Euro bei "Kaufen"-Rating.

Flughafen Zürich als defensiver Anker

Trotz neutraler Einstufung findet der Flughafen Zürich Aufnahme in die Liste der am besten positionierten Titel. Die UBS hebt den hohen Anteil regulierter Geschäfte und die historisch starke Cash-Conversion hervor. Die konservative Bilanz und berechenbare Umsatzbasis bieten bedeutenden Schutz in volatilen Marktphasen. Das Kursziel liegt bei 260 Schweizer Franken, wobei die Bank eher auf langfristige Stabilität als kurzfristige Outperformance setzt.

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