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Uber und Lyft planen Robotaxi-Tests in London

Baidu-Technologie soll ab 2026 im britischen Pilotprogramm eingesetzt werden

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Uber und Lyft planen Robotaxi-Tests in London

Die US-amerikanischen Fahrdienstvermittler Uber und Lyft planen, ab dem kommenden Jahr selbstfahrende Taxidienste in London zu testen. Beide Unternehmen kündigten an, dafür mit dem chinesischen Technologiekonzern Baidu zusammenzuarbeiten. Die geplanten Angebote sollen Teil eines Pilotprogramms der britischen Regierung sein, das auf die beschleunigte Einführung autonomer Mobilitätsdienste abzielt.

Uber beabsichtigt, sich mit Baidus autonomem Fahrdienst Apollo Go an dem staatlich initiierten Testprogramm zu beteiligen. Nach Angaben des Unternehmens sollen die Erprobungen in der ersten Jahreshälfte 2026 beginnen. Ziel sei es, praktische Erfahrungen mit selbstfahrenden Fahrzeugen im komplexen urbanen Umfeld Londons zu sammeln und die Technologie unter realen Verkehrsbedingungen zu testen.

Auch Lyft setzt bei seinen Plänen auf Baidu als Technologiepartner. Das Unternehmen will für die Tests die Robotaxi-Modelle Apollo Go RT6 einsetzen. Diese Fahrzeuge wurden laut Baidu speziell für den Einsatz im Bereich von Mitfahrdiensten entwickelt. Lyft-Chef David Risher erklärte, dass man davon ausgehe, im kommenden Jahr – vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen – mit einer ersten Flotte aus mehreren Dutzend Fahrzeugen zu starten. Perspektivisch sei vorgesehen, die Zahl der eingesetzten Fahrzeuge deutlich zu erhöhen.

Großbritannien gilt zunehmend als wichtiger Standort für die Erprobung autonomer Fahrdienste. Die Regierung hatte im Sommer beschlossen, ihr Pilotprogramm für selbstfahrende Taxis zu beschleunigen und den geplanten Starttermin um ein Jahr vorzuziehen. Damit soll das Land eine führende Rolle bei der Einführung dieser Technologie übernehmen und zugleich regulatorische Erfahrungen sammeln.

Baidu tritt mit seinem Angebot in Konkurrenz zu weiteren internationalen Anbietern autonomer Fahrtechnologien. Zu den Wettbewerbern zählt unter anderem Waymo, ein Unternehmen des Google-Mutterkonzerns Alphabet, das im Oktober angekündigt hatte, sich im Rahmen seiner globalen Expansionsstrategie ebenfalls an den britischen Tests beteiligen zu wollen. Uber arbeitet darüber hinaus mit dem britischen Start-up Wayve zusammen, das eine eigene Technologie für autonomes Fahren entwickelt.

Die geplanten Tests in London markieren einen weiteren Schritt in der internationalen Ausweitung von Robotaxidiensten. Für die beteiligten Unternehmen stehen dabei nicht nur technologische Aspekte im Fokus, sondern auch die Zusammenarbeit mit Regulierungsbehörden sowie die Akzeptanz autonomer Fahrzeuge in einer europäischen Metropole mit hoher Verkehrsdichte.

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