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Trump will Methan-Regeln vor Midterms in Texas zurücknehmen

US-Präsident kündigt Lockerung der Methanvorschriften an und wirbt in Texas für Senator Ken Paxton.

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Trump will Methan-Regeln vor Midterms in Texas zurücknehmen

US-Präsident Donald Trump will am Dienstag bei einer Kampagnenreise durch Texas einen Plan zur Lockerung der Methanvorschriften für Öl- und Gasproduzenten ankündigen. Damit will er den Wählern eine Woche vor den Midterm-Wahlen demonstrieren, dass er daran arbeitet, die Benzinpreise zu senken. Der Schritt ist der jüngste in einer Reihe von Maßnahmen vor den Wahlen, mit denen Trump auf die Kraftstoffpreise reagiert, die für die Republikaner angesichts des Krieges mit Iran zu einem politischen Handicap geworden sind.

Indem Trump die Rücknahme der Methanregeln mit Auftritten für seinen handverlesenen Senatskandidaten Ken Paxton koppelt, versucht er, die Energiepolitik in Stimmen in einer langjährigen Hochburg der Republikaner umzumünzen. Der Trip markiert Trumps dritten Besuch in Texas in diesem Monat, um Unterstützung für Paxton zu mobilisieren. Geplante Auftritte sind in Corpus Christi und Lubbock vorgesehen.

Paxton liegt im engen Rennen mit dem Demokraten James Talarico. Ein Verlust am kommenden Dienstag würde den Weg der Republikanischen Partei zur Behauptung ihrer knappen Mehrheit im Senat erschweren. Die Energiepolitik wird damit zum zentralen Hebel in einem Bundesstaat, der traditionell fest in republikanischer Hand ist.

EPA-Vorschlag soll Biden-Regeln kippen

Trump plant, einen Vorschlag der US-Umweltschutzbehörde EPA bekannt zu geben, der die Regeln aus der Biden-Ära zurücknehmen würde. Diese hätten Unternehmen verpflichtet, defekte Geräte zu reparieren und Bohrlöcher regelmäßig auf austretendes Methan zu überprüfen, ein potentes Treibhausgas. Ein Weißhausbeamter bestätigte die Pläne.

Die Verwaltung stellt den Schritt als Möglichkeit dar, mehr Energie zu produzieren und die Kosten zu senken. Der Plan würde kleinen, niedrig produzierenden Bohrlöchern Erleichterung verschaffen und ein Programm beenden, das externe Gruppen nutzte, um große Methanlecks zu melden. Zudem würden Vorschriften gelockert, die darauf abzielten, das routinemäßige Abfackeln von Gas an Öllöchern schrittweise abzuschaffen.

Für deutsche Anleger ist die Ankündigung vor allem mit Blick auf die Öl- und Gasbranche relevant. Eine Lockerung der Umweltauflagen könnte die Produktionskosten der US-Förderer senken und das Angebot erhöhen. Ob sich dies tatsächlich in niedrigeren Kraftstoffpreisen niederschlägt, hängt jedoch von zahlreichen weiteren Faktoren ab, die der Quelltext nicht benennt.

Kampagnen-Offensive in republikanischen Hochburgen

Trumps wiederholte Reisen nach Texas sind Teil einer breiteren Offensive in republikanisch geprägten Bundesstaaten, die zwar als sicher galten, aber stattdessen zu Schlachtfeldern der Midterm-Wahlen geworden sind. Sein Kampagnen-Blitz im Oktober führte ihn auch nach Oklahoma, Alabama, Nebraska, Iowa, Ohio, South Carolina und Mississippi.

Bemerkenswert ist, dass Trump öffentlich seinen langjährigen Verbündeten kritisiert und Paxton „manchmal eine Dorn im Auge" genannt hat, während er gleichzeitig klarstellte, dass er ihn dem Demokraten Talarico vorzieht. Der Tech-Milliardär Elon Musk und andere Spender fließen Hunderte Millionen in eine späte Bemühung, die Kampagne von Paxton zu retten.

Die Kombination aus Energiepolitik und Personalwahlkampf zeigt, wie stark die Republikaner auf wirtschaftliche Themen setzen, um ihre Mehrheit zu sichern. Die Midterm-Wahlen am kommenden Dienstag dürften damit auch für die künftige Ausrichtung der US-Energie- und Klimapolitik richtungsweisend sein.

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