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Trump unterzeichnet Dekrete für günstigeren Wohnraum und Hypotheken

US-Präsident Donald Trump reagiert mit zwei Exekutivanordnungen auf die Wohnraumkrise in Amerika.

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Trump unterzeichnet Dekrete für günstigeren Wohnraum und Hypotheken

US-Präsident Donald Trump hat am Freitag zwei Dekrete unterzeichnet, die Wohnraum in den USA erschwinglicher machen sollen. Das Weiße Haus reagiert damit auf ein zentrales Wahlkampfthema vor den Zwischenwahlen im November. Die Immobilienpreise verharren nahe Rekordhöhen, während die Hypothekenzinsen auf hohem Niveau bleiben – für viele Erstkäufer ist Wohneigentum dadurch kaum noch erreichbar.

Das erste Dekret weist Bundesbehörden an, regulatorische Hürden zu identifizieren und abzuschaffen, die den Wohnungsbau verzögern und die Kosten für Bauträger erhöhen. Konkret sollen Genehmigungsverfahren und Umweltauflagen überprüft werden, die Projekte verlangsamen oder verteuern. Ziel ist es, das Angebot an neuem Wohnraum schneller auszuweiten.

Das zweite Dekret richtet sich an den Hypothekenmarkt. Es weist Regulierungsbehörden an, Vorschriften zu prüfen, die kleinere Kreditgeber nach Ansicht der Regierung davon abgehalten haben, Immobilienkredite anzubieten. Das Weiße Haus erklärt, die Initiative solle die Kreditkosten senken und kreditwürdigen Amerikanern den Hauskauf erleichtern.

Politischer Kontext: Zwischenwahlen im Fokus

Trumps Republikanische Partei muss bei den Zwischenwahlen im November knappe Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses verteidigen. Das Weiße Haus versucht daher, das Thema Wohnkosten prominent in seiner Wirtschaftsagenda zu platzieren. Für deutsche Beobachter vergleichbar: Ähnlich wie hierzulande ist bezahlbares Wohnen auch in den USA zu einem politisch hoch aufgeladenen Thema geworden.

Die neuen Dekrete sind nicht die ersten Schritte der Trump-Regierung in diesem Bereich. Anfang des Jahres drängte das Weiße Haus die staatlich geförderten Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac dazu, den Ankauf hypothekenbesicherter Wertpapiere auszuweiten, um die Kreditkosten zu senken. Gleichzeitig prüft die Regierung Maßnahmen, um Käufe von Einfamilienhäusern durch große institutionelle Investoren einzuschränken – Kritiker werfen diesen vor, das Angebot für private Käufer zu verknappen.

Ob die Dekrete die gewünschte Wirkung entfalten, bleibt abzuwarten. Experten weisen darauf hin, dass strukturelle Probleme wie Fachkräftemangel im Baugewerbe und hohe Materialkosten durch Regulierungsabbau allein kaum gelöst werden können.

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