US-Hausverkäufe steigen im Februar trotz knappem Angebot
Der amerikanische Immobilienmarkt zeigt sich erholt, doch steigende Hypothekenzinsen und knappes Angebot belasten die Frühjahrssaison.

Der US-Immobilienmarkt hat im Februar einen leichten Aufschwung verzeichnet. Die Verkäufe bestehender Häuser stiegen gegenüber Januar um 1,7 Prozent auf eine saisonbereinigte, annualisierte Rate von 4,09 Millionen Einheiten, wie die National Association of Realtors (NAR) mitteilte. Im Jahresvergleich lagen die Verkäufe jedoch noch 1,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Die aktuellen Zahlen spiegeln Vertragsabschlüsse aus Dezember und Januar wider – einem Zeitraum, in dem die Hypothekenzinsen für 30-jährige Festzinsdarlehen stabil bei rund sechs Prozent lagen. Das war rund ein Prozentpunkt niedriger als im Vorjahr. Nun steigende Zinsen könnten die Kauflaune für die bevorstehende Frühjahrssaison jedoch wieder dämpfen.
NAR-Chefökonom Lawrence Yun wies auf ein auffälliges Missverhältnis hin: Obwohl es heute über sechs Millionen mehr Arbeitsplätze gibt als im Jahr 2019, sind die jährlichen Hausverkäufe seitdem um eine Million zurückgegangen. Der wichtigste Bremsfaktor bleibt das knappe Angebot.
Angebot wächst, reicht aber nicht aus
Ende Februar standen 1,29 Millionen Einheiten zum Verkauf – ein Anstieg von 2,4 Prozent gegenüber Januar und 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim aktuellen Verkaufstempo entspricht das einem Vorrat von 3,8 Monaten, unverändert gegenüber Januar. Als ausgeglichener Markt zwischen Käufern und Verkäufern gilt ein Vorrat von sechs Monaten.
Das Immobilienunternehmen Redfin meldet, dass mehr Verkäufer ihre Häuser wieder auf den Markt bringen, nachdem sie diese im Herbst wegen schwacher Nachfrage zurückgezogen hatten. Rund 45.000 Häuser wurden im Januar erneut zum Verkauf angeboten – der höchste Januar-Wert seit Beginn der Datenerfassung und ein Rekordanteil von 3,6 Prozent aller im Januar angebotenen Objekte.
Das knappe Angebot hält die Preise stabil: Der Medianpreis eines im Februar verkauften Hauses lag bei 398.000 US-Dollar, ein minimaler Anstieg von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders stark laufen Verkäufe im Luxussegment ab einer Million Dollar, während das untere Preissegment deutlich schwächelt.
Längere Vermarktungszeiten, mehr Erstkäufer
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Zur AktienanalyseHäuser bleiben derzeit im Schnitt 47 Tage auf dem Markt – fünf Tage länger als vor einem Jahr. Das zeigt, dass Käufer selektiver vorgehen und der Preisdruck auf Verkäufer zunimmt. Investoren machten mit 16 Prozent einen unveränderten Anteil an den Gesamtverkäufen aus.
Erfreulich ist der wachsende Anteil von Erstkäufern: Sie stellten im Februar 34 Prozent aller Käufer – ein Anstieg gegenüber 31 Prozent im Vorjahr. Für den deutschen Anleger zeigt der US-Immobilienmarkt damit ein zweischneidiges Bild: leichte Erholung auf der Nachfrageseite, strukturelle Engpässe beim Angebot.


