ANZEIGE

Top-Investor Delfin unterstützt Intesas verbessertes 34,5-Mrd.-Angebot für MPS

Der größte Aktionär von Monte dei Paschi stützt den feindseligen Übernahmeversuch von Intesa Sanpaolo – ein wichtiger Etappensieg für Italiens größte Bank.

•• 3 Min
Top-Investor Delfin unterstützt Intesas verbessertes 34,5-Mrd.-Angebot für MPS

Der größte Aktionär des Monte dei Paschi di Siena (MPS) hat seine Unterstützung für das verbesserte Übernahmeangebot von Intesa Sanpaolo in Höhe von 34,5 Milliarden Euro ausgesprochen. Damit erhält das größte italienische Kreditinstitut erheblichen Rückenwind bei seinem feindseligen Versuch, die Kontrolle über seinen toskanischen Konkurrenten zu erlangen. Der Verwaltungsrat der Delfin genannten Holdinggesellschaft der Milliardärsfamilie Del Vecchio unterstützte das Angebot einstimmig, wie aus einer Erklärung der Bank und Angaben mit den Beratungen von Delfin vertrauter Personen hervorgeht.

Den Ausschlag für die Zustimmung gab demnach eine Aufstockung des Bargeldanteils durch Intesa um 800 Millionen Euro. Delfin hält 17,6 Prozent der MPS-Aktien und ist damit der größte Einzelaktionär der traditionsreichen Bank aus der Toskana. Das überarbeitete Angebot bewertet MPS insgesamt mit 34,5 Milliarden Euro und umfasst einen Bargeldanteil von 3,8 Milliarden Euro.

Am Samstag erklärte Intesa, den Bargeldanteil auf 0,25 bis 1,25 Euro pro MPS-Aktie zu erhöhen, während sie ihr Angebot von 1,6 neu ausgegebenen Intesa-Aktien für jede eingereichte MPS-Aktie beibehält. Der Wert des Angebots, das erstmals am 8. Juni vorgelegt wurde, ist zudem aufgrund eines Anstiegs der Intesa-Aktienkurse um rund 12 Prozent seitdem gestiegen. Für die Aktionäre bedeutet das einen zusätzlichen finanziellen Anreiz, das Gebot anzunehmen.

Lovaglios Gegenwehr und ein riskantes Doppelgeschäft

MPS-Chef Luigi Lovaglio hat bislang versucht, sich gegen die feindselige Übernahme zu wehren und gleichzeitig sein eigenes ambitioniertes Doppelgeschäft voranzutreiben. Sein Plan sieht den Erwerb der Banco BPM und der Banca Generali vor, der Vermögensverwaltungssparte des Versicherers Generali. Nach italienischen Übernahmevorschriften müssen beide Akquisitionen von den MPS-Aktionären genehmigt werden, da Intesa ein konkurrierendes Angebot für die toskanische Bank stellt. Eine entsprechende Abstimmung der Aktionäre ist für Ende dieses Monats geplant.

Intesa hat bereits klargestellt, wie ernst es die Auseinandersetzung meint: Die Bank erklärte am Samstag, sie werde ihr Angebot für MPS zurückziehen, sollten die Aktionäre der toskanischen Bank dafür stimmen, Lovaglios konkurrierenden Übernahmeplan fortzusetzen. Damit stehen die Aktionäre vor einer klaren Entscheidung zwischen zwei grundlegend verschiedenen Zukunftsszenarien für Italiens älteste Bank.

Politisches Minenfeld in Rom

Die versuchte Übernahme von MPS durch Intesa, die zur Aufspaltung der ältesten Bank Italiens führen würde, stieß bei der Regierung von Giorgia Meloni auf kalte Aufnahme. Der italienische Staat hält nach der Rettung im Jahr 2017 noch immer einen kleinen Anteil an MPS und verfolgt die Entwicklung daher mit besonderem Interesse. Intesa plant, eine eigenständige Bank einschließlich der MPS-Marke und Hunderten von Filialen an den Versicherer Unipol zu verkaufen, während sie Mediobanca und deren 13-prozentigen Anteil an Generali behalten will.

Meloni hat die Aussicht, dass MPS „auseinandergerissen" werde, öffentlich kritisiert – auch wenn sie später betonte, dass die Zukunft der Bank eine Angelegenheit des Marktes sei. Die doppelte Botschaft aus Rom unterstreicht das politische Minenfeld, in dem sich die Übernahmeschlacht abspielt.

Was für Anleger auf dem Spiel steht

Mit der Unterstützung durch Delfin hat Intesa einen wichtigen Verbündeten gewonnen. Da Delfin 17,6 Prozent der MPS-Aktien kontrolliert, dürfte die einstimmige Zustimmung des Verwaltungsrats das Kräfteverhältnis bei der anstehenden Aktionärsabstimmung deutlich verschieben. Für Investoren bleibt die entscheidende Frage, ob sich genügend MPS-Aktionäre für Lovaglios Alternativplan oder für Intesas milliardenschweres Bar- und Aktienangebot entscheiden.

Die kommenden Wochen dürften damit zu einer der spannendsten Phasen in der jüngeren Geschichte des italienischen Bankensektors werden. Beide Seiten haben viel zu verlieren, und die Abstimmung am Monatsende wird zeigen, welche Vision für MPS sich durchsetzt.

Monte Dei PaschiIntesa SanpaoloDelfinÜbernahmeangebotÜbernahmeschlachtLuigi LovaglioBanco BpmItalienischer Bankensektor

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.