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TKMS kämpft mit Milliarden-Investitionspaket um Kanada-Auftrag

Der deutsche Kriegsschiffbauer ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) schnürt ein umfassendes Investitionspaket für Kanada. Mit Zusagen aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen will das Unternehmen den 12-Milliarden-Dollar-Auftrag für U-Boote gegen südkoreanisc

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TKMS kämpft mit Milliarden-Investitionspaket um Kanada-Auftrag

Der weltweit größte Hersteller nicht-nuklearer U-Boote, ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS), intensiviert seine Bemühungen um einen der größten Rüstungsaufträge der kommenden Jahre. Wie CEO Oliver Burkhard gegenüber Reuters erklärte, führt das Unternehmen intensive Gespräche mit norwegischen und deutschen Partnern, um Kanada ein umfassendes Wirtschaftspaket anzubieten.

Investitionen weit über Verteidigung hinaus

Das geplante Paket geht deutlich über den reinen U-Boot-Bau hinaus. TKMS verhandelt mit Unternehmen aus den Bereichen Seltene Erden, Bergbau, Künstliche Intelligenz und Batterieproduktion für die Automobilindustrie. Namentlich bestätigt wurden bisher Gespräche mit dem deutschen Raumfahrt-Startup Isar Aerospace.

"Es geht nicht mehr nur um die U-Boote. Es geht primär um das, was darüber hinausgeht", betonte Burkhard. Ziel sei ein "breites Wirtschaftspaket", um die kanadische Regierung zu überzeugen. Der alleinige U-Boot-Auftrag wird bereits auf über 10 Milliarden Euro (12 Milliarden Dollar) geschätzt.

Harter Wettbewerb mit Südkorea

Im vergangenen Jahr wurden TKMS und der südkoreanische Konkurrent Hanwha Ocean in die engere Auswahl genommen. Kanada plant den Kauf von bis zu 12 hochmodernen U-Booten für seine Marine. Das Land mit der längsten Küstenlinie der Welt fordert dabei maximalen wirtschaftlichen Nutzen für die eigene Volkswirtschaft.

TKMS setzt dabei auf sogenannte Offset-Verpflichtungen – verbindliche finanzielle Zusagen über einen Zeitraum von 30 Jahren. Das Unternehmen beschäftigt nach Angaben von Burkhard 30 bis 40 Mitarbeiter allein für die Ausarbeitung dieses Pakets.

Deutsche Regierung eingebunden

An den Verhandlungen sind auch das deutsche Wirtschafts- und Verteidigungsministerium sowie das Kanzleramt beteiligt. Dies unterstreicht die strategische Bedeutung des Auftrags für Deutschland. Burkhard plant für März eine weitere Gesprächsrunde in Kanada und erwartet eine Entscheidung im Jahr 2026.

Geopolitische Dimension

Der Vorstoß spiegelt Deutschlands verstärkte Bemühungen wider, die Verteidigungszusammenarbeit angesichts steigender geopolitischer Spannungen zu stärken. Im Hintergrund stehen aktuelle Entwicklungen wie US-Zollandrohungen gegen europäische Verbündete und der anhaltende Ukraine-Krieg.

TKMS bietet im Rahmen der Ausschreibung sein U-Boot der Klasse 212CD an, das auch an die norwegische Marine geliefert wird. Das Unternehmen stellt rund 70 Prozent der konventionellen NATO-U-Boot-Flotte her und gilt als Technologieführer in diesem Segment.

Das kanadische Ministerium für Innovation, Wissenschaft und wirtschaftliche Entwicklung erklärte, alle Rüstungsbeschaffungen müssten "der kanadischen Wirtschaft einen klaren, messbaren Nettonutzen bieten". Hanwha Ocean lehnte eine Stellungnahme zu den Verhandlungen ab.

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