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Thyssenkrupp senkt Prognose und steigert Gewinn deutlich

Marinesparte wächst, Stahlsparte profitiert von Umstrukturierung und niedrigeren Kosten

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Thyssenkrupp senkt Prognose und steigert Gewinn deutlich

Der Industriekonzern Thyssenkrupp ist mit gemischten Ergebnissen in das Geschäftsjahr 2024/25 gestartet. Während die Nachfrage im Stahl- und Autoteile-Geschäft sowie im Werkstoffhandel schwach blieb, verzeichnete das Marinegeschäft ein deutliches Wachstum. Besonders das Neugeschäft entwickelte sich positiv. Dies teilte das Unternehmen am Unternehmenssitz in Essen bei der Vorstellung der Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres mit, das den Zeitraum von Oktober bis Dezember 2024 umfasst.

Konzernchef Miguel López erklärte, dass die Ausgliederung der Marinesparte weiter vorangetrieben werde. Ziel sei es, das Geschäft in Anbetracht der veränderten sicherheitspolitischen Lage bestmöglich aufzustellen, um den hohen Auftragsbestand effizient abzuarbeiten und die anhaltend starke Kundennachfrage zu bedienen. Diese strategische Maßnahme soll die Position des Unternehmens im Marineschiffbau langfristig stärken.

Der Umsatz des Konzerns sank in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres um vier Prozent auf 7,8 Milliarden Euro. Neben der schwachen Nachfrage wirkten sich auch gesunkene Preise in den Bereichen Autoteile, Werkstoffhandel und Stahl negativ auf die Erlöse aus. Trotz des Umsatzrückgangs konnte Thyssenkrupp seinen bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) deutlich steigern. Dieser stieg von 84 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 191 Millionen Euro. Zu diesem Anstieg trugen insbesondere die gestiegene Profitabilität des Stahlgeschäfts sowie Einsparungen durch das laufende Umstrukturierungsprogramm bei. Auch gesunkene Rohstoff- und Energiekosten hatten einen positiven Einfluss. Die Stahlsparte erwirtschaftete ein bereinigtes Ebit von 168 Millionen Euro, nach 69 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

Unter dem Strich verbuchte der Konzern jedoch einen Verlust von 51 Millionen Euro. Dieser fiel allerdings geringer aus als der Fehlbetrag von 314 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum, der unter anderem durch Abschreibungen belastet war. Der aktuelle Verlust resultierte vor allem aus Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen.

Für das Gesamtjahr 2024/25 erwartet Thyssenkrupp weiterhin, in die Gewinnzone zurückzukehren. Der Konzern prognostiziert einen Überschuss zwischen 100 und 500 Millionen Euro. Aufgrund der anhaltend schwachen Nachfrage wurde die Umsatzprognose jedoch gesenkt. Das Unternehmen rechnet nun mit einer Entwicklung zwischen minus drei und null Prozent. Zuvor hatte die Prognose eine Spanne von null bis plus drei Prozent vorgesehen.

Thyssenkrupp beschäftigt zum Ende des Berichtszeitraums rund 97.000 Mitarbeiter. Der Konzern ist in den Bereichen Stahl, Werkstoffe, Marineschiffbau, Autoteile und grüne Technologien tätig.

ThyssenkruppFinanzenVerlusteHandelIndustrie

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