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Starbucks: Kundenansturm treibt Umsatz – Gewinn bricht um 62 Prozent ein

Kaffee-Gigant verzeichnet erstmals seit zwei Jahren wieder steigende Kundenfrequenz, Sanierungskosten belasten jedoch die Profitabilität erheblich.

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Starbucks: Kundenansturm treibt Umsatz – Gewinn bricht um 62 Prozent ein

Starbucks hat im ersten Geschäftsquartal 2026 ein starkes Umsatzwachstum erzielt, kämpft jedoch mit schrumpfenden Gewinnmargen. Der weltgrößte Kaffeehaus-Konzern steigerte seinen Nettoumsatz um 6 Prozent auf 9,92 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen deutlich. Besonders erfreulich: Die Kundenfrequenz legte erstmals seit zwei Jahren wieder zu – ein Zeichen dafür, dass die Sanierungsstrategie von CEO Brian Niccol erste Früchte trägt.

Die vergleichbaren Filialen-Umsätze stiegen weltweit um 4 Prozent, während Analysten lediglich 2,3 Prozent erwartet hatten. Der Traffic-Anstieg von 3 Prozent markiert einen wichtigen Wendepunkt für das Unternehmen, das zuletzt im zweiten Quartal 2022 ein solches Transaktionswachstum verzeichnen konnte. Niccol führt den Erfolg auf das neue "Green Apron Service"-Programm zurück, das Gastfreundschaft und Effizienz in den Cafés in den Mittelpunkt stellt.

In den USA kletterten die vergleichbaren Umsätze ebenfalls um 4 Prozent. Saisonale Highlights wie der "Bearista"-Becher und Klassiker wie der Peppermint Mocha lockten die Kunden in die Filialen. Die Einführung des Weihnachtsmenüs im November bescherte Starbucks den umsatzstärksten Tag in der Geschichte des nordamerikanischen Geschäfts. International legte das Unternehmen um 5 Prozent zu, wobei China als zweitgrößter Markt mit 7 Prozent Wachstum besonders stark abschnitt.

Gewinneinbruch trotz Umsatzplus

Die positive Umsatzentwicklung hat jedoch ihren Preis: Der Nettogewinn brach im Jahresvergleich um 62 Prozent auf 293,3 Millionen US-Dollar ein – das entspricht nur noch 26 Cent je Aktie gegenüber 69 Cent im Vorjahr. Bereinigt um Restrukturierungskosten und Sondereffekte belief sich der Gewinn auf 56 Cent pro Aktie. Hohe Investitionen in Personal und Restaurantsanierung sowie gestiegene Kaffeepreise und Zölle auf Kaffeeimporte belasteten die Margen erheblich.

Für das Geschäftsjahr 2026 gibt sich Starbucks vorsichtig optimistisch. Das Unternehmen rechnet mit einem bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 2,15 und 2,40 US-Dollar – am unteren Ende der Wall-Street-Erwartungen von 2,35 US-Dollar. Die vergleichbaren Filialen-Umsätze sollen weltweit und in den USA um mindestens 3 Prozent wachsen. Diese Prognose ist die erste seit Oktober 2024, als Starbucks seine Finanzausblicke ausgesetzt hatte.

Expansion und China-Strategie

Starbucks eröffnete im Berichtszeitraum netto 128 neue Standorte und plant für das laufende Geschäftsjahr 600 bis 650 neue eigen- oder lizenzbetriebene Cafés. Dies markiert eine deutliche Kehrtwende, nachdem im Vorjahr rund 400 US-Standorte geschlossen wurden. Für das wichtige China-Geschäft kündigte der Konzern die Gründung eines Joint Ventures mit Boyu Capital an, das voraussichtlich im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden soll.

Die Börse reagierte positiv auf die Quartalszahlen: Die Aktie legte im vorbörslichen Handel um mehr als 8 Prozent zu. Investoren erhoffen sich weitere Details zur langfristigen Strategie auf einem bevorstehenden Investorentag in New York City. Dort will CEO Niccol seine Vision für die Zukunft des Kaffee-Imperiums präsentieren und aufzeigen, wie Starbucks wieder zu alter Profitabilität zurückfinden will.

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