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SpaceX übertrifft Quartalsziele durch KI-Boom – Spekulationen über Tesla-Fusion

SpaceX übertrifft mit 14,6 Milliarden Dollar Umsatz die Erwartungen – und heizt Spekulationen über eine Fusion mit Tesla an.

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SpaceX übertrifft Quartalsziele durch KI-Boom – Spekulationen über Tesla-Fusion

SpaceX hat im dritten Quartal 2026 beeindruckende Finanzergebnisse vorgelegt und die Erwartungen der Wall Street deutlich übertroffen. Das Unternehmen meldete einen Umsatz von 14,6 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 161 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Nettogewinn belief sich auf 4,4 Milliarden US-Dollar, während Analysten lediglich mit 1,57 bis 1,88 Milliarden US-Dollar gerechnet hatten. Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag bei 0,35 bis 0,45 US-Dollar und damit weit über der Konsensschätzung von 0,13 bis 0,15 US-Dollar.

Der Haupttreiber dieses Wachstums ist die Sparte „Super Intelligence" (SI), deren Umsatz auf 7,6 Milliarden US-Dollar explodierte. SpaceX monetarisiert hierbei seine Rechenkapazitäten aus dem „Colossus II"-Rechenzentrum, indem es diese an Unternehmen wie Anthropic, Google und Reflection AI vermietet. Diese Strategie ähnelt eher einem Cloud-Anbieter als einem klassischen KI-Labor. Für deutsche Anleger ist das insofern bemerkenswert, als SpaceX damit in direkte Konkurrenz zu etablierten Hyperscalern tritt, ohne selbst ein eigenes Modell entwickeln zu müssen.

Kapitalintensives Geschäft mit hohen Investitionen

Trotz der hohen Einnahmen bleibt die Sparte kapitalintensiv: 16,4 Milliarden US-Dollar der gesamten Investitionsausgaben von 19,6 Milliarden US-Dollar flossen in den Ausbau der Recheninfrastruktur. Diese erreichte bis Ende September 2026 eine Kapazität von 1,7 GW. Der enorme Investitionsbedarf zeigt, dass das Geschäft mit KI-Rechenleistung zwar schnell skaliert, aber auch erhebliche Vorleistungen erfordert. Die Kapazitätsangabe in Gigawatt unterstreicht dabei die Dimension, in der SpaceX inzwischen operiert.

Das Konnektivitätssegment, angeführt von Starlink, steuerte 5,2 Milliarden US-Dollar zum Umsatz bei. Mit 13,6 Millionen Abonnenten übertraf Starlink die Erwartungen, allerdings sank der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer (ARPU) auf 69 US-Dollar. Grund dafür ist die verstärkte Expansion in internationale Märkte mit günstigeren Tarifen. Der Bereich Raumfahrt erzielte 1,8 Milliarden US-Dollar, wobei die Entwicklung des Starship-Systems weiterhin hohe Kosten verursacht und eine zentrale Rolle für die zukünftige Kapazität der Starlink-Satelliten spielt.

Musk bestätigt Prüfung einer Fusion mit Tesla

Vor dem Hintergrund dieser starken Diversifizierung bestätigte Elon Musk, dass die Vorstände von SpaceX und Tesla unabhängige Sonderausschüsse gebildet haben, um eine mögliche Fusion der beiden Unternehmen zu prüfen. Musk betonte, dass eine Kombination der Firmen „viel Verdienst" habe. Analysten wie Daniel Newman von der Futurum Group sehen in der operativen Stärke von SpaceX ein Signal, dass eine Fusion näher rückt. Barclays stuft SpaceX in diesem Szenario als den wahrscheinlicheren Käufer ein.

Für Anleger ist diese Entwicklung von Bedeutung, weil eine Fusion zweier der bekanntesten Unternehmen von Elon Musk erhebliche Auswirkungen auf die Bewertung und die Kapitalstruktur beider Firmen hätte. Die unabhängigen Sonderausschüsse deuten darauf hin, dass der Prozess zumindest formal ernsthaft betrieben wird. Konkrete Zeitpläne oder Konditionen wurden bislang nicht genannt.

Supermicro sorgt für Kurssprung am Markt

Parallel dazu sorgte der KI-Server-Hersteller Super Micro Computer (SMCI) für Aufsehen. Das Unternehmen meldete für das erste Geschäftsquartal vorläufige Umsatzzahlen zwischen 18,5 und 19,5 Milliarden US-Dollar, was deutlich über der ursprünglichen Prognose von 14,5 bis 15,5 Milliarden US-Dollar liegt. Die Aktie von Supermicro reagierte mit einem Kurssprung von 13 Prozent. Von der positiven Stimmung profitierten auch Wettbewerber wie Dell Technologies und Hewlett-Packard Enterprise.

Beide Entwicklungen zusammen zeigen, wie stark der KI-Boom derzeit die Kapitalmärkte und die Geschäftszahlen der beteiligten Unternehmen prägt. Während SpaceX von der Vermietung von Rechenkapazität profitiert, liefert Supermicro die Hardware für den Ausbau der Infrastruktur. Für deutsche Privatanleger bleibt die zentrale Frage, wie nachhaltig dieses Wachstum ist und ob die hohen Investitionen langfristig entsprechende Erträge abwerfen.

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