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S&P 500: Jede zehnte Aktie mit negativer Rendite über zehn Jahre

Eine Analyse von Investor's Business Daily zeigt: Rund zehn Prozent der S&P-500-Titel haben in einem Jahrzehnt Geld verloren.

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S&P 500: Jede zehnte Aktie mit negativer Rendite über zehn Jahre

Rund zehn Prozent der im S&P 500 enthaltenen Aktien haben in den vergangenen zehn Jahren eine negative Rendite erzielt. Das geht aus einer Analyse von Investor's Business Daily hervor, die auf Daten von S&P Global Market Intelligence und MarketSurge basiert. Der Befund stellt den in Bullenphasen beliebten Leitspruch infrage, Aktien würden „immer wieder steigen".

Betroffen ist damit etwa jeder zehnte Titel des wichtigsten US-Aktienindex. Für Anleger bedeutet das: Ein steigender Indexstand ist nicht gleichbedeutend mit steigenden Kursen bei allen enthaltenen Unternehmen. Die Analyse zeigt vielmehr, dass ein erheblicher Teil des Marktes über ein volles Jahrzehnt hinweg keine positive Rendite abgeworfen hat.

Die Untersuchung bezieht sich auf den Zehnjahreszeitraum bis zur Veröffentlichung am 23. Oktober 2026. Grundlage sind Daten von S&P Global Market Intelligence sowie der Plattform MarketSurge. Die Autoren weisen zudem darauf hin, dass die Gruppe der schwachen Titel offenbar noch größer ist als die genannten zehn Prozent.

Was ein „verlorenes Jahrzehnt" für Anleger bedeutet

Von einem „verlorenen Jahrzehnt" sprechen Marktbeobachter, wenn ein Investment über zehn Jahre hinweg keine positive Rendite abwirft. Eine negative Rendite bedeutet konkret, dass der Wert der Position am Ende des Zeitraums unter dem ursprünglich eingesetzten Kapital liegt. Wer zu Beginn eines solchen Zeitraums in einen dieser Titel investiert hätte, stünde am Ende mit einem Verlust da.

Besonders relevant ist das für Anleger, die auf Einzelaktien setzen. Ein breit gestreuter Indexfonds verteilt das Risiko über hunderte Werte, einzelne Verlierer fallen dann weniger stark ins Gewicht. Die Analyse zeigt allerdings auch die Grenzen dieser Logik: Selbst ein Index wie der S&P 500 enthält Titel, die über lange Zeiträume nicht liefern.

Warum die Marktbreite entscheidend ist

Der S&P 500 ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Index. Große Unternehmen bewegen den Indexstand daher stärker als kleinere. Steigt der Index, heißt das deshalb nicht zwangsläufig, dass die Mehrheit der enthaltenen Aktien zugelegt hat. Die Entwicklung kann von einer vergleichsweise kleinen Gruppe starker Werte getragen werden.

Für deutsche Privatanleger, die über ETFs oder Direktinvestments in US-Aktien engagiert sind, ist die Marktbreite deshalb ein wichtiger Indikator. Sie zeigt, ob eine Rally breit abgestützt ist oder auf wenigen Schultern ruht. Wer sein Depot regelmäßig überprüft, erkennt früh, ob einzelne Positionen dauerhaft hinter der Gesamtentwicklung zurückbleiben.

Die Analyse von Investor's Business Daily liefert dafür ein anschauliches Beispiel. Sie erinnert daran, dass Vergangenheitsrenditen keine Garantie für die Zukunft sind und dass die Auswahl einzelner Aktien sorgfältig abgewogen sein will. Anleger sollten die Zusammensetzung ihres Depots regelmäßig überprüfen und Verluste nicht dauerhaft aussitzen, ohne die zugrunde liegende Investmentthese zu hinterfragen.

Der Hinweis auf die „überraschend große Gruppe" schwacher Titel deutet darauf hin, dass das Phänomen nicht auf einen Randbereich des Marktes beschränkt ist. Wie viele Werte genau betroffen sind und welche Sektoren besonders stark vertreten sind, lässt die vorliegende Auswertung offen. Für die Einordnung bleibt festzuhalten: Ein Indexhoch sagt nichts über die Entwicklung jedes einzelnen Titels aus.

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