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Solar-Giganten fusionieren: Shoals und Array Technologies vereinbaren Milliarden-Zusammenschluss

Der reine Aktientausch bringt eine integrierte Plattform mit bis zu 2,4 Milliarden US-Dollar Umsatz für 2027.

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Solar-Giganten fusionieren: Shoals und Array Technologies vereinbaren Milliarden-Zusammenschluss

Shoals Technologies und Array Technologies haben eine definitive Fusionsvereinbarung unterzeichnet. Der Zusammenschluss ist als reiner Aktientausch strukturiert: Für jeden gehaltenen Shoals-Anteil erhalten die Aktionäre 1,6931 Array-Aktien. Der Abschluss der Transaktion ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen.

Nach dem Vollzug werden die bisherigen Shoals-Investoren rund 65 % des fusionierten Unternehmens halten. Obwohl Array Technologies rechtlich als Käufer fungiert, übernimmt der bisherige Shoals-CEO Brandon Moss die Führung des neuen Konzerns. Der bisherige Array-CEO Kevin Hostetler wechselt in eine beratende Funktion.

Die Fusion verbindet Solar-Tracker mit elektrischer Infrastruktur

Die strategische Logik liegt in der Kombination komplementärer Produktportfolios. Array bringt seine Expertise bei Solar-Trackern und Montagesystemen ein, Shoals steuert seine Lösungen für die elektrische Infrastruktur (Electrical Balance-of-System) bei. Gemeinsam soll eine integrierte Energie-Infrastrukturplattform entstehen.

Für das Jahr 2027 prognostiziert das Management einen Pro-forma-Umsatz zwischen 2,2 und 2,4 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte EBITDA soll 410 bis 480 Millionen US-Dollar erreichen. Zusätzlich wurden jährliche Synergieeffekte von über 100 Millionen US-Dollar identifiziert. Im Zuge der Transaktion plant Array zudem die Rückzahlung von 317,5 Millionen US-Dollar an Vorzugsaktien, um die Kapitalstruktur zu vereinfachen und den freien Cashflow zu stärken.

Shoals übertrifft die Erwartungen, Array verfehlt beim Gewinn

Die Ankündigung fiel mit starken Quartalszahlen beider Unternehmen zusammen. Shoals übertraf im dritten Quartal 2026 mit einem bereinigten Gewinn pro Aktie von 0,14 US-Dollar die Analystenschätzungen von 0,12 US-Dollar. Der Umsatz kletterte auf 195,3 Millionen US-Dollar, ein Anstieg von 43,8 % gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen hob zudem seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 an.

Array Technologies meldete einen Umsatz von 330,2 Millionen US-Dollar und lag damit ebenfalls über den Erwartungen. Beim Gewinn pro Aktie von 0,06 US-Dollar wurden die Prognosen jedoch verfehlt. Trotz eines Rekord-Auftragsbestands von 2,6 Milliarden US-Dollar korrigierte das Unternehmen seine Umsatzprognose für 2026 leicht nach unten.

Beide Aktien reagieren mit deutlichen Kursgewinnen

Die Aktien beider Unternehmen legten auf die Nachrichten hin zu. Shoals stieg im vorbörslichen Handel um 5,3 %, Array verzeichnete einen Sprung von 13,4 %. Analysten wiesen darauf hin, dass der Kursanstieg auch durch ein günstiges Marktumfeld unterstützt wurde.

Nach den US-Zwischenwahlen, bei denen die Demokraten die Kontrolle über beide Kammern des Kongresses sicherten, kam es zu einer Erleichterungsrallye am Aktienmarkt. Experten betonen, dass diese politische Konstellation die Wahrscheinlichkeit für eine Verlängerung wichtiger Steuergutschriften für saubere Energie erhöht. Zu den relevanten Bestimmungen zählen die 45X- und 48E-Regelungen, von denen insbesondere Unternehmen wie Array Technologies profitieren könnten.

Zusammen mit der operativen Dynamik und den strategischen Vorteilen der Fusion bildeten diese Faktoren den Katalysator für die positive Marktreaktion. Für deutsche Anleger ist der Deal ein Beispiel für die fortschreitende Konsolidierung im Sektor der erneuerbaren Energien, in dem Skaleneffekte und integrierte Angebote zunehmend an Bedeutung gewinnen.

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