ANZEIGE

SoftBank verkauft Alibaba-Aktien, um Investoren zu beruhigen

Finanzchef Yoshimitsu Goto: Der japanische Technologiekonzern wollte "sofort zeigen", dass seine Finanzen solide sind

•• 3 Min
SoftBank verkauft Alibaba-Aktien, um Investoren zu beruhigen

SoftBank hat einen großen Teil seines Anteils an Alibaba verkauft, um den Anlegern "sofort zu zeigen", dass seine Finanzen solide sind, nachdem das Unternehmen einen Rekord-Quartalsverlust von 23 Milliarden Dollar verzeichnet hatte, sagte der Finanzchef des Technologiekonzerns.

In einem Interview mit der Financial Times räumte Yoshimitsu Goto ein, dass SoftBank die Möglichkeit eines plötzlichen, groß angelegten Ausstiegs aus seiner Beteiligung an dem chinesischen E-Commerce-Riesen jahrelang heruntergespielt hatte und die Ankündigung des Verkaufs in der vergangenen Woche abrupt war.

Goto wies die Befürchtungen des Marktes zurück, dass die anhaltend hohen Verluste von SoftBank die Beziehung zu den Kreditgebern belasten könnten, räumte aber ein, dass der Verkauf der Alibaba-Aktien die Anleger in einem der am höchsten verschuldeten Unternehmen Japans beruhigen sollte.

"In Zeiten wie diesen ist es entscheidend, dass wir als Investmentgruppe sofort zeigen, dass unsere Finanzkraft grundsolide ist", sagte Goto.

Der Verkauf der Alibaba-Beteiligung, der von einer nach Ansicht einiger Investoren unzureichenden Erklärung seitens SoftBank begleitet wurde, veranlasste einige zu der Frage, ob es sich tatsächlich um einen Schritt zur Behebung einer drohenden finanziellen Notlage handelt.

Nur zwei Tage, nachdem SoftBank sein schlechtestes Quartalsergebnis gemeldet hatte, gab das Unternehmen bekannt, dass es durch den Verkauf von Alibaba-Aktien einen Gewinn von 4,6 Mrd. Yen (33,6 Mrd. US-Dollar) erzielen würde. Damit wurde die Investition, mit der sich Gründer Masayoshi Son einen Namen als einer der größten Technologieinvestoren der Welt gemacht hat, erheblich reduziert.

Goto sagte, dass dieser Schritt den früheren Verkauf einiger der wertvollsten SoftBank-Beteiligungen widerspiegeln soll, der begann, als die Covid-19-Pandemie im März 2020 zu einem Absturz des Aktienkurses führte; dazu gehörten Anteile an der heimischen Mobilfunkeinheit und dem US-Carrier T-Mobile.

"Genau wie vor zweieinhalb Jahren wollten wir der Welt zeigen, dass wir so etwas tun können, weil wir finanziell widerstandsfähig sind. Das war unser Ziel", sagte er.

Obwohl der Verkauf der Notwendigkeit diente, die Bilanz des Unternehmens zu stärken, birgt die Entscheidung, die Alibaba-Beteiligung drastisch zu reduzieren, das politische Risiko, dass eine chinesische Investition zu einem heiklen Zeitpunkt aufgegeben wird. China geht derzeit mit strengen Vorschriften gegen Technologieunternehmen vor, und die diplomatischen Beziehungen zwischen Peking und Tokio sind angespannt.

Im Jahr 2020 finanzierte SoftBank mit dem Verkauf von Vermögenswerten im Wert von 41 Milliarden Dollar den größten Aktienrückkauf in der Geschichte Japans und baute seine enorme Schuldenlast ab, was das Vertrauen der Anleger stärkte. Der jüngste Schritt, die Alibaba-Beteiligung zu verkaufen, hat den Aktienkurs des Konzerns um 10 Prozent in die Höhe getrieben, aber auch einige Analysten ratlos zurückgelassen.

"SoftBank reduziert das Engagement in seinem größten Vermögenswert, während die Aktien [von Alibaba] seit ihrem Höchststand um 71 Prozent gefallen sind. Das ist eine ganz andere Botschaft als die superpositive, die wir im Laufe der Jahre zu hören gewohnt sind", sagte Kirk Boodry, Analyst bei Redex Research.

Der Verkauf der Alibaba-Beteiligung erfolgt über vorausbezahlte Terminkontrakte, eine Art von Derivaten, auf die SoftBank zunehmend zurückgreift, um sofortige Barmittel zu erhalten. Bis vor kurzem hatte das Unternehmen gegenüber den Anlegern betont, dass die Kontrakte keinem Verkauf gleichkämen, da es sich die Option vorbehalte, die Aktien später zurückzukaufen.

Die Entscheidung des Unternehmens, die Verträge vorzeitig zu erfüllen und auf die Option, die Aktien zu behalten, zu verzichten, bedeutet jedoch, dass der Anteil von SoftBank an Alibaba von 23,7 Prozent Ende Juni auf 14,6 Prozent sinken wird, wenn die Transaktion im September abgeschlossen ist.

Nach zwei aufeinanderfolgenden Quartalen mit hohen Verlusten äußerten mehrere Investoren und Analysten die Befürchtung, dass SoftBank gegen eine seiner Finanzvereinbarungen mit seinen Kreditgebern verstoßen könnte. Die Vereinbarung besagt, dass das Unternehmen in zwei aufeinanderfolgenden Jahren keine Verluste ausweisen darf. SoftBank erlitt in dem Jahr bis März 2022 einen Nettoverlust von 1,7 Mrd. Yen.

"Unsere Entscheidung hat nichts mit dem Financial Covenant zu tun. Es gibt unzählige Möglichkeiten für uns, die Covenant-Problematik zu lösen", sagte Goto.

Er fügte hinzu, dass der Hauptgrund für die vorzeitige Begleichung der Alibaba-Verträge darin bestand, jegliche Bedenken auszuräumen, dass die Gruppe in Zukunft zusätzliche Barmittel für den Rückkauf der Aktien benötigen würde. "Wir wollten eine klare Botschaft bezüglich unserer Bilanz senden", sagte Goto.

SoftBankAlibabaFinanzenVerkaufAktien

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.