ANZEIGE

SK-Hynix-Chef warnt vor schlimmstem Speichermangel 2027

Kwak Noh-jung prognostiziert historischen Versorgungsengpass – Kundennachfrage übersteigt Lieferkapazität bis weit nach 2030.

•• 3 Min
SK-Hynix-Chef warnt vor schlimmstem Speichermangel 2027

SK-Hynix-Chef Kwak Noh-jung hat in einem Reuters-Interview eine alarmierende Prognose für die globale Speicherchipindustrie abgegeben. Demnach steuert die Branche im Jahr 2027 auf den schlimmsten Versorgungsengpass ihrer Geschichte zu. „Wir prognostizieren, dass das nächste Jahr aus Sicht des Angebots das schlimmste Jahr in der Geschichte der Branche sein wird", sagte Kwak am Freitag in New York.

Der CEO des südkoreanischen Speicherchipherstellers machte deutlich, dass die Nachfrage trotz aggressiver Kapazitätserweiterungen nicht gedeckt werden kann. „Die Nachfrage unserer Kunden steigt weiter an, während unsere Kapazitäten begrenzt sind", so Kwak. „Wir gehen davon aus, dass die Kundennachfrage sogar über das Jahr 2030 hinaus höher bleiben wird als unsere Lieferkapazität."

Das Interview fand am Tag des Nasdaq-Debüts von SK Hynix statt. Die Aktien des Unternehmens stiegen am Freitagnachmittag an der Nasdaq um 13,3 Prozent auf 168,85 US-Dollar – ein starkes Signal für das Vertrauen der Investoren in die Wachstumsstory des Unternehmens.

SK Hynix als zentraler KI-Profiteur

SK Hynix hat sich durch seine führende Rolle bei der Entwicklung von High-Bandwidth Memory (HBM) zu einem unverzichtbaren Glied in der KI-Lieferkette entwickelt. HBM ist der Speicherchip-Typ, der in Nvidia-Chipsätzen zum Einsatz kommt und für leistungsstarke KI-Berechnungen unerlässlich ist. Eine Technologie, die einst belächelt wurde, gilt heute als strategisch kluger Schachzug.

Der Betriebsgewinn des Unternehmens erreichte im Jahr 2025 einen Rekordwert von 47 Billionen Won – umgerechnet rund 31 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einer Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr und markiert die Rückkehr aus einem operativen Verlust im Jahr 2023. Für das Quartal April bis Juni wird laut einem LSEG SmartEstimate ein Betriebsgewinn von 65,5 Billionen Won erwartet – ein noch spektakuläreres Ergebnis.

Nvidia-Chef Jensen Huang bestätigte zuletzt, dass die Knappheit bei KI-Speichern aufgrund der starken Nachfrage noch mehrere Jahre anhalten werde. Er fügte hinzu, dass SK Hynix der größte Speicherlieferant seines Unternehmens bleiben werde. Auch die UBS geht davon aus, dass die globale DRAM-Industrie mindestens bis zum zweiten Quartal 2028 unterversorgt bleiben wird.

Milliarden-Investitionen in USA und Südkorea

Kwak erklärte, dass die USA weiterhin einer von mehreren Kandidaten für künftige Investitionen in die Wafer-Fertigung seien. Bevorzugt werden Standorte, die ausreichend Land, Strom, Wasser und Fachkräfte zu wettbewerbsfähigen Kosten bieten. „Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, kommen die USA, Japan und Südostasien gleichermaßen in Betracht", so Kwak. „Es ist noch nichts entschieden."

In den USA investiert SK Hynix bereits rund 4 Milliarden US-Dollar in den Bau einer Fabrik für fortschrittliches Chip-Packaging im Bundesstaat Indiana. Weitere 10 Milliarden US-Dollar fließen in die Entwicklung eines Unternehmens für KI-Lösungen in den USA, um neue Wachstumsmotoren im Bereich künstliche Intelligenz zu erschließen.

In Südkorea beteiligt sich SK Hynix gemeinsam mit Samsung Electronics an einem Regierungsplan zur Verdoppelung der nationalen Speicherchip-Produktionskapazität innerhalb von fünf Jahren. Beide Unternehmen investieren jeweils 400 Billionen Won – umgerechnet rund 266 Milliarden US-Dollar – in Chipproduktionsanlagen im Südwesten des Landes. Einige Investoren zeigen sich jedoch besorgt, dass die Unternehmen im Falle eines Abschwungs einem größeren Risiko ausgesetzt sein könnten.

Branchentrend: Billionen-Investitionen im KI-Zeitalter

Die optimistische Einschätzung für den Speichermarkt wird durch weitere Branchendaten gestützt. Die Bank of America schätzt, dass die Investitionsausgaben der globalen Hyperscaler in diesem Jahr rund 851 Milliarden US-Dollar und im nächsten Jahr sogar 1,15 Billionen US-Dollar erreichen werden. Als Treiber nennt die Bank starke Cloud-Auftragsbestände, verbesserte Renditen auf KI-Investitionen und eine wachsende Nachfrage nach rechenintensiven KI-Anwendungen.

Auch Micron, ein weiterer großer Speicherchiphersteller, untermauerte den Branchentrend: Das Unternehmen kündigte an, bis 2035 mehr als 250 Milliarden US-Dollar in den USA investieren zu wollen – eine Steigerung gegenüber dem im Vorjahr angekündigten Plan von 200 Milliarden US-Dollar. Als Gründe nannte Micron die sprunghaft ansteigende Nachfrage nach Speicherchips im KI-Zeitalter sowie die Bestrebungen von US-Präsident Donald Trump, die heimische Halbleiterfertigung zu stärken.

Trotz vereinzelter Sorgen über die Nachhaltigkeit des KI-Investitionszyklus – etwa durch Berichte über Apples Diversifizierung seiner Lieferkette und Metas Pläne zur Kommerzialisierung überschüssiger KI-Rechenkapazitäten – bleibt die Grundstimmung unter Branchenexperten und Analysten klar bullish: Das Angebot an Speicherchips wird die Nachfrage auf absehbare Zeit nicht decken können.

Sk HynixSpeichermangel 2027Hbm High-Bandwidth MemoryKi-SpeicherchipsDram NachfrageNvidia SpeicherHalbleiter Investitionen

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Börsenkorrektur kommt unweigerlich: So bereiten sich Anleger richtig vor
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.