ANZEIGE

Scholz: Keine schweren Waffen nach Kiew!

Bundeskanzler schließt Lieferung von Panzern und Hubschraubern trotz Bitten der Ukraine aus

•• 4 Min
Scholz: Keine schweren Waffen nach Kiew!

Bundeskanzler Olaf Scholz hat seine Entscheidung verteidigt, keine schweren Waffen in die Ukraine zu exportieren. Auch die engsten Verbündeten Berlins seien zu dem Schluss gekommen, dass die Lieferung solcher Waffen zum jetzigen Zeitpunkt wenig sinnvoll sei.

Scholz steht unter wachsendem innenpolitischen Druck, Panzer und gepanzerte Mannschaftstransporter an die Ukraine zu liefern, die sich auf eine große russische Offensive in der östlichen Grenzregion Donbas vorbereitet.

Die Bundeskanzlerin sagte jedoch, dass Deutschland mit seiner Ablehnung solcher Waffenexporte an die Ukraine nicht alleine dastehe. "Schauen Sie sich an, was unsere engen Verbündeten tun", sagte er vor Reportern. Sie "und ihre Armeen sind zu ähnlichen Schlussfolgerungen gekommen wie wir".

Politiker aus Scholz' sozialdemokratischer Partei sowie seine grünen und liberalen Koalitionspartner gehören zu denjenigen, die ihn aufgefordert haben, seine Ablehnung von Panzerlieferungen an die Ukraine zu überdenken.

Der grüne Abgeordnete Anton Hofreiter, der letzte Woche Kiew besuchte, sagte, Deutschland müsse "endlich liefern, was die Ukraine braucht, und das sind schwere Waffen". Er griff Scholz direkt an und sagte, "das Problem liegt im Kanzleramt".

Das Gefühl der Dringlichkeit hat sich verstärkt, als Russland seine erwartete Offensive in der Ostukraine startete. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelenskij sagte am Sonntag, die Länder, die Kiew die benötigten Waffen und Munition vorenthalten, "müssen wissen, dass das Schicksal dieses Kampfes auch von ihnen abhängt".

Scholz sagte, der Westen müsse die Ukraine mit Waffensystemen versorgen, die "sofort verfügbar" seien und im Idealfall bereits im Lande eingesetzt würden.

Deutschland werde seine Nato-Partner in Osteuropa unterstützen, "die über Waffensysteme aus russischer Produktion verfügen, die bereits in der Ukraine eingesetzt werden und sofort einsatzbereit sind", fügte er hinzu.

"Es ist kein Zufall, dass [alle deutschen Partner] zu dem Schluss gekommen sind, dass es am sinnvollsten ist, wenn wir Systeme einsetzen, die unseren Nato-Partnern in Osteuropa zur Verfügung stehen", sagte er.

"Es ist hilfreich, sich die Welt anzuschauen - und dabei stellt man fest, dass diejenigen, die sich in einer vergleichbaren Ausgangssituation wie Deutschland befinden, so handeln wie wir", fügte er hinzu.

Scholz' Position zur Bewaffnung der Ukraine hat sich seit dem Beginn des russischen Einmarsches deutlich verändert. Zunächst lehnte er Waffenlieferungen strikt ab und verwies auf das seit langem bestehende Verbot Berlins, tödliche Waffen in Konfliktgebiete zu exportieren.

Wenige Tage nach Ausbruch des Krieges vollzog er eine dramatische Kehrtwende und erklärte sich bereit, Kiew mit Hunderten von Panzer- und Flugabwehrraketen zu beliefern. Deutschland hat auch Maschinengewehre, Nachtsichtgeräte, Schutzausrüstung und einige Fahrzeuge an die Ukraine geliefert.

Scholz hat auch die finanzielle Hilfe Deutschlands für Kiew deutlich aufgestockt. Ein Sonderfonds zur Unterstützung krisengeschüttelter Länder bei Investitionen in ihr Militär wird von 225 Mio. Euro auf 2 Mrd. Euro aufgestockt, wobei der Großteil an die Ukraine geht, wie die Regierung am Freitag mitteilte.

Scholz sagte, die Regierung habe die deutsche Rüstungsindustrie gebeten, in den kommenden Wochen zu spezifizieren, welche Waffen sie liefern könne. "Die Ukraine hat aus dieser Liste ausgewählt, was sie braucht, und wir stellen das Geld zur Verfügung, das sie für den Kauf dieser Waffen benötigt", sagte er.

Einige EU-Länder gehen jedoch noch weiter. Mark Rutte, der niederländische Ministerpräsident, sagte am Dienstag nach einem Telefonat mit Zelensky, dass die Niederlande gepanzerte Fahrzeuge nach Kiew schicken würden, um der Forderung nach schwerer Bewaffnung nachzukommen.

"Ich habe unsere Unterstützung ausgedrückt, da Russland eine neue Offensive beginnt. [Die Niederlande werden schweres Material in die Ukraine schicken, darunter auch gepanzerte Fahrzeuge", erklärte er in einer Erklärung auf Twitter.

Die Chefs der Nato und der Europäischen Kommission haben ihre Mitgliedsstaaten ebenfalls aufgefordert, die Waffenlieferungen zu beschleunigen und auszuweiten.

Scholz ist nicht der einzige hochrangige deutsche Politiker, dem es unangenehm ist, solchen Forderungen nachzukommen. Robert Habeck, der grüne Wirtschaftsminister, sagte, Deutschland habe die Verantwortung, "nicht selbst zum Ziel" einer russischen Aggression zu werden. Das könnte passieren, wenn es der Ukraine große Panzer oder Kampfjets schickt, sagte er.

Auch hochrangige Sozialdemokraten haben Scholz in Schutz genommen. Rolf Mützenich, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, sagte, die Forderungen, die Hofreiter und andere Koalitionspolitiker nach ihrer Reise nach Kiew stellten, könnten "weitreichende Folgen für die Sicherheit unseres Landes und die der Nato" haben.

Rückendeckung erhielt Scholz am Wochenende auch von Sigmar Gabriel, einem SPD-Granden und ehemaligen Außenminister. "Führung in Europa heißt, sich der Folgen einer Ausweitung des Krieges bewusst zu sein", schrieb er im "Spiegel". "Und deshalb ist es richtig, dass die Bundesregierung schwere Waffen nur in Abstimmung mit der Ukraine liefern kann. . an die Ukraine nur in Abstimmung mit den USA liefern kann."

Auch die USA würden sorgfältig abwägen, "welche Art der militärischen Unterstützung möglich und sinnvoll ist und wo die Grenze zur aktiven Beteiligung am Krieg mit Russland überschritten wird".

Olaf ScholzDeutschlandUkraine

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.