RPX Gold erweitert hochgradige Goldmineralisierung bei Wawa in Ontario
Bohrergebnisse aus elf Löchern über 1.845 Meter zeigen bis zu 6,24 g/t Gold über 19,68 Meter im Tagebaubereich des Wawa-Projekts.

RPX Gold Inc. (TSXV: RPX) (OTCQB: RDEXF) hat die Erweiterung einer hochgradigen Goldmineralisierung mit Potenzial für einen Tagebau gemeldet. Wie das Unternehmen am 3. November 2026 in Toronto mitteilte, wurden die neuen Abschnitte im Rahmen des laufenden Bohrprogramms 2026 am Wawa-Goldprojekt in Ontario identifiziert. Die Mineralisierung war ursprünglich in der vorläufigen wirtschaftlichen Bewertung (PEA) von 2026 umrissen worden.
Für die aktuelle Meldung liegen Analysenergebnisse aus elf Bohrlochern mit einer Gesamtlänge von 1.845 Metern vor. Das Unternehmen setzt sein geplantes Bohrprogramm mit einer Länge von 20.000 Metern fort, um die Arbeiten an der Vorstudie (PFS) zu unterstützen. Der Abschluss des Programms wird für Mitte November erwartet.
Die Ergebnisse sollen in eine aktualisierte Schätzung des Mineralressourcenbestands (MRE) einfließen. Diese MRE wiederum soll eine PFS stützen, deren Fertigstellung für das erste Halbjahr 2027 geplant ist. Rund 90 Prozent der für die PFS vorgesehenen Bohrungen sind nach Unternehmensangaben bereits abgeschlossen.
Die höchsten Tagebauwerte erreichen 6,24 Gramm Gold pro Tonne über 19,68 Meter
In Bereichen mit Potenzial für einen Tagebau hebt RPX Gold mehrere Abschnitte hervor. Das stärkste Ergebnis stammt aus dem Bohrloch SD-26-721 und weist 6,24 Gramm pro Tonne Gold (g/t Au) über 19,68 Meter aus, einschließlich 50,70 g/t Au über 0,90 Meter.
Aus dem Bohrloch SD-26-714 meldet das Unternehmen 18,49 g/t Au über 5,67 Meter, einschließlich 109,00 g/t Au über 0,90 Meter. Das Bohrloch SD-26-693 lieferte 4,55 g/t Au über 5,88 Meter, einschließlich 24,70 g/t Au über 0,54 Meter, sowie 5,53 g/t Au über 3,01 Meter. Die vollständigen Analysenergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengefasst, die Lage der Bohrungen zeigen die Abbildungen 1 und 2.
Auch die untertägigen Bereiche liefern hochgradige Abschnitte
Für Bereiche mit Potenzial für den Untertagebau nennt RPX Gold drei weitere Ergebnisse. Das Bohrloch SD-26-705 durchschnitt 3,15 g/t Au über 20,93 Meter, einschließlich 6,80 g/t Au über 6,80 Meter.
Das Bohrloch SD-26-718 ergab 6,03 g/t Au über 10,48 Meter, einschließlich 11,25 g/t Au über 4,38 Meter. Im Bohrloch SD-26-719 wurden 3,14 g/t Au über 18,39 Meter gemessen, einschließlich 14,20 g/t Au über 0,70 Meter sowie 11,51 g/t Au über 1,50 Meter. Die Bohrungen bestätigen damit nach Angaben des Unternehmens die Goldmineralisierung in den in der PEA umrissenen Untertagebereichen.
Der CEO sieht zusätzliche hochgradige Zonen innerhalb des Grubendesigns
Michael Michaud, Präsident und CEO von RPX Gold, kommentierte die Ergebnisse: „Die heutigen Ergebnisse, zusammen mit den zuvor gemeldeten hochgradigen Ergebnissen im Bereich der Südgrube, deuten darauf hin, dass durch eine engere Bohrlochabstandsführung weiterhin zusätzliche hochgradige Goldzonen innerhalb des Grubendesigns identifiziert werden.“
Michaud bezeichnete die Ergebnisse als besonders ermutigend, da das Unternehmen Möglichkeiten bewerte, die Speisegrad-Mahlwerke zu optimieren, die während der anfänglichen Entwicklung der Tagebaue schließlich an eine Fremdverarbeitungsanlage geliefert werden könnten. Mit Blick auf die kommenden Monate erklärte er: „Während wir uns dem Abschluss unseres PFS-bezogenen Bohrprogramms nähern, freuen wir uns darauf, die Explorationsbohrungen an mehreren vielversprechenden Zielen nördlich und südlich des Jubilee-Vorkommens wieder aufzunehmen.“ Das aktualisierte geologische Modell unterstreiche das Potenzial für eine hochgradigere Goldmineralisierung an Schnittpunkten zwischen der Jubilee-Scherzone und querschneidenden Strukturen. Diese Schnittpunkte sollen den Schwerpunkt der nächsten Explorationsphase bilden.
Das Bohrprogramm 2026 verfolgt fünf konkrete Ziele
RPX Gold nennt für das laufende Programm mit 20.000 Metern Länge fünf Ziele:
- Umwandlung von vermuteten Mineralressourcen in gesicherte Mineralressourcen in Bereichen, die mit dem PEA-Bergbauplan verbunden sind
- Erhebung zusätzlicher Daten zur Validierung der Gehalte sowie für metallurgische und geotechnische Zwecke in Schlüsselbereichen des Untertagebergbauplans, einschließlich der Bereiche 65 und Pango
- Erste Folgebohrtests mehrerer Explorationsziele, die durch vorherige Bohrungen außerhalb des aktuellen Mineralressourcenbestands identifiziert wurden
- Testung auf hochgradige Goldmineralisierung in Bohrungslücken innerhalb der PEA-Tagebaue
- Testung des Lückenbereichs zwischen der Nord- und Südgrube, der nicht über ausreichende Bohrungen verfügt, um oberflächennahe Ressourcen zu modellieren
Die neuesten Bohrungen schneiden nach Unternehmensangaben weiterhin hochgradige Goldmineralisierung innerhalb der in der PEA umrissenen Südgrube an und erweitern diese. Zusätzlich wurden weitere Mineralisierungen in Bereichen mit Potenzial für einen Tagebau zwischen der Süd- und Nordgrube identifiziert.
Vergleichbare Gold-Explorer meldeten zuletzt ähnliche Fortschritte
Der Blick auf andere kanadische Goldexplorationsunternehmen zeigt, dass RPX Gold mit seiner Meldung in einem aktiven Umfeld unterwegs ist. Bereits am 21.09.2026 berichtete aktien.news, dass die Cadillac Mines Corporation neue Bohrergebnisse von der Chesterville East Extension bei Kerr-Addison in Virginiatown, Ontario, veröffentlichte und eine Ausdehnung der Goldvererzung um mehr als 350 Meter östlich der aktuellen Ressourcengrube der MRE von 2026 meldete.
Am 19.10.2026 berichtete aktien.news über Renforth Resources, das positive Analysenergebnisse für zwei Unterbohrungen auf der Parbec-Goldlagerstätte in Malartic, Québec, meldete. Beide Bohrungen durchschnitten Gold oberhalb der in der Mineralressourcenschätzung vom April 2025 verwendeten Ausschlussgrenze und innerhalb des Abbauumfangs des geplanten offenen Tagebaus.
Am 25.09.2026 meldete aktien.news, dass Torex Gold Resources eine umfassende Aktualisierung seiner Bohr- und Explorationsprogramme am Morelos-Eigentum in Mexiko vorlegte und dabei 15 Bohranlagen im Einsatz nannte. Am 29.10.2026 folgte der Bericht über AMEX Gold Mining, das erste Ergebnisse seines Programms zur Ressourcenkonvertierung am Perron-Projekt in der nordwestlichen Abitibi-Region von Quebec veröffentlichte.
Für deutsche Privatanleger ist die Einordnung in den Projektverlauf entscheidend
Für Anleger in Deutschland ist wichtig, dass die aktuellen Zahlen aus einem laufenden Bohrprogramm stammen und noch keine aktualisierte Ressourcenschätzung darstellen. Die Ergebnisse aus elf Bohrlochern mit 1.845 Metern Gesamtlänge sind ein Zwischenstand; die vollständige Auswertung soll in die aktualisierte MRE einfließen. Erst diese MRE soll die Grundlage für die PFS bilden, deren Fertigstellung für das erste Halbjahr 2027 geplant ist.
Die Aktie von RPX Gold wird an der TSXV unter dem Kürzel RPX und am OTCQB unter RDEXF gehandelt. Deutsche Anleger können das Papier über den OTC-Handel erwerben und sollten dabei die dort üblicherweise geringere Liquidität berücksichtigen. Eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung lässt sich aus der Meldung nicht ableiten.
Diese Termine und Pläne stehen als Nächstes an
- Abschluss des 20.000-Meter-Bohrprogramms: erwartet bis Mitte November
- Aktualisierte Schätzung des Mineralressourcenbestands (MRE): auf Basis der Ergebnisse des laufenden Bohrprogramms
- Fertigstellung der Vorstudie (PFS): geplant für das erste Halbjahr 2027
- Wiederaufnahme der Explorationsbohrungen nördlich und südlich des Jubilee-Vorkommens
Drei Fachbegriffe helfen beim Einordnen der Meldung
- PEA: Eine vorläufige wirtschaftliche Bewertung schätzt grob ab, ob ein Bergbauprojekt wirtschaftlich tragfähig sein könnte.
- PFS: Eine Vorstudie vertieft diese Einschätzung mit genaueren technischen und wirtschaftlichen Daten.
- MRE: Eine Mineralressourcenschätzung beziffert Menge und Gehalt der im Boden vermuteten oder nachgewiesenen Mineralisierung.
