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Revolut erhält britische Banklizenz mit Einschränkungen

Zwölfmonatige Mobilisierungsphase und strikte Auflagen für Neobank in Großbritannien

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Revolut erhält britische Banklizenz mit Einschränkungen

Revolut hat endlich die langersehnte Banklizenz in Großbritannien erhalten. Die Onlinebank, die seit 2021 auf die Genehmigung der Prudential Regulation Authority (PRA) gewartet hatte, kann nun offiziell in ihrem Heimatland operieren. Diese Neuigkeit wurde vom Unternehmen an diesem Donnerstag mitgeteilt. Laut Revolut-Chef Nik Storonsky ist dies ein bedeutender Meilenstein in der Unternehmensgeschichte. Er betonte, dass Revolut bestrebt sei, die bevorzugte Bank für britische Kunden zu werden.

Allerdings wurde die Lizenz unter bestimmten Einschränkungen erteilt. Mit dem Donnerstag begann eine zwölfmonatige Mobilisierungsphase, die auch als „Zulassung mit Einschränkungen“ bekannt ist. Dies ist ein üblicher Schritt für neue Neobanken im Vereinigten Königreich und ermöglicht es ihnen, ihr Geschäft zu etablieren, bevor sie vollständig in den Markt eintreten. In dieser Phase darf Revolut insgesamt nur 50.000 Pfund an Kundeneinlagen halten. Für die neun Millionen britischen Kunden bedeutet dies jedoch keine Veränderungen. Sie können ihre Revolut-E-Geld-Konten wie gewohnt nutzen, bis die Mobilisierungsphase abgeschlossen ist.

Revolut, das 2015 gegründet wurde, hat weltweit rund 45 Millionen Kunden. Allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres konnte die Neobank sieben Millionen neue Kunden gewinnen. Zu den Kunden zählen diejenigen, die die App heruntergeladen, sich registriert und den sogenannten KYC-Prozess (Know your customer) durchlaufen haben. Dieser Prozess beinhaltet die Identitätsprüfung und die Akzeptanz der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB).

Das Unternehmen besitzt bereits eine Banklizenz aus Litauen, was die Nutzung in der gesamten EU ermöglicht. Über das litauische System sind Einlagen bis zu 100.000 Euro abgesichert. Revolut ist insgesamt in 38 Märkten weltweit vertreten.

Im vergangenen Jahr konnte Revolut einen Rekordgewinn verzeichnen. Das Unternehmen erzielte einen Gewinn vor Steuern von 437,8 Millionen Pfund (503 Millionen Euro), nachdem es im Vorjahr noch einen Verlust von 25,4 Millionen Pfund verzeichnet hatte. Der Umsatz verdoppelte sich nahezu auf 1,8 Milliarden Pfund.

Diese Entwicklungen zeigen, dass Revolut trotz der Herausforderungen im Finanzsektor weiterhin auf Wachstumskurs bleibt. Die Erteilung der Banklizenz in Großbritannien markiert einen weiteren wichtigen Schritt für die Neobank, um ihre Position auf dem Markt zu festigen und weiter auszubauen.

BankensektorRevolut Großbritannien

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