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Puma rückt in den Fokus asiatischer Interessenten

Asiatische Sportartikelhersteller prüfen Optionen für möglichen Einstieg

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Puma rückt in den Fokus asiatischer Interessenten

Der Sportartikelhersteller Puma hat zuletzt erneut verstärkt das Interesse asiatischer Wettbewerber auf sich gezogen. Mehrere Unternehmen aus China und Japan sollen in den vergangenen Tagen mögliche Optionen für eine Übernahme des Traditionskonzerns geprüft haben. Unter den potenziellen Interessenten befindet sich demnach die chinesische Anta Sports, die bereits Berater engagiert haben soll und zusammen mit einem Finanzinvestor über ein gemeinsames Vorgehen nachdenkt. Auch der chinesische Sportartikelproduzent Li Ning soll derzeit Gespräche mit Banken über denkbare Finanzierungsmöglichkeiten führen. Zudem wird berichtet, dass die japanische Asics ein mögliches Engagement erwägen könnte.

Li Ning erklärte, dass die Firma weiterhin auf eine Ein-Marken-Strategie setze und es keine wesentlichen Verhandlungen oder Bewertungen in Bezug auf Puma gebe. Puma selbst äußerte sich nicht zu den Vorgängen. Auch Anta und Asics standen für Stellungnahmen zunächst nicht zur Verfügung. Bereits im Sommer war es zu Spekulationen gekommen, nachdem die französische Unternehmerfamilie Pinault dem Vernehmen nach einen möglichen Verkauf ihrer Anteile an Li Ning und Anta geprüft hatte.

Der Bericht über das neue Interesse führte zu einer deutlichen Kursreaktion. Die Aktie erreichte zeitweise einen Anstieg von 16,5 Prozent, nachdem sie zuvor nahe einem Zehn-Jahres-Tief gelegen hatte. Mit einem Schlusskurs von 17 Euro entsprach die Bewertung zuletzt rund 2,5 Milliarden Euro. Seit Jahresbeginn hat das Unternehmen einen erheblichen Wertverlust erlitten, der sich auf nahezu zwei Drittel der Marktkapitalisierung beläuft.

Eine mögliche Übernahme würde maßgeblich von Artemis abhängen, der Familienholding des französischen Investors Pinault, die knapp 29 Prozent der Puma-Anteile hält. Artemis hatte das Paket in der Vergangenheit als nicht strategisch bezeichnet und befindet sich derzeit in einer Phase hoher Verschuldung. Gleichzeitig ist die Holding mit der Neuausrichtung des früheren Puma-Großaktionärs Kering beschäftigt. Anta hatte zuvor bereits gemeinsam mit dem Finanzinvestor FountainVest den Sportartikelkonzern Amer Sports übernommen, zu dem verschiedene internationale Marken gehören.

Im Frühjahr wurde zudem die deutsche Outdoor-Marke Jack Wolfskin von Anta erworben. Bei Puma arbeitet seit einigen Monaten der frühere Adidas-Manager Arthur Hoeld an einer neuen strategischen Ausrichtung, um das Unternehmen wieder profitabler zu machen und das günstige Markenimage zu verändern. Die Strategie soll bis 2027 vollständig greifen. Puma war in den vergangenen Jahren im Wettbewerb hinter mehrere internationale Marken zurückgefallen, was letztlich zu einem Führungswechsel geführt hatte.

PumaChinaJapanHandel

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