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Optimistischer Tag an den Börsen

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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Optimistischer Tag an den Börsen

Am gestrigen Börsentag konnten sich Optimisten freuen, denn die aktuellen Inflationsdaten aus den USA hatten einen positiven Einfluss auf die Märkte. Der deutsche Leitindex DAX eroberte die Marke von 16.000 Punkten zurück. Die mit Spannung erwartete US-Inflationsrate im Juni erreichte mit 3,0 Prozent den niedrigsten Wert seit März 2021, was zu einer Kurserholung an den Börsen führte. Der Dow Jones stieg um weitere 0,25 Prozent, während der technologielastige Nasdaq 100 um 1,24 Prozent zulegte.

Die rückläufige Inflationsrate erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Federal Reserve (Fed) ihren Zinserhöhungskurs bald beenden wird. Experten wie Art Hogan vom Vermögensverwalter B Riley Wealth gehen davon aus, dass die Fed sich am Ende ihres Zinserhöhungszyklus befindet. Das nächste Zinstreffen der Fed findet Ende Juli statt und könnte möglicherweise die letzte Zinserhöhung bringen.

Der Konjunkturbericht der Fed, auch bekannt als "Beige Book", brachte kaum neue Erkenntnisse. Es wurde festgestellt, dass die wirtschaftliche Aktivität seit Ende Mai leicht zugenommen hat. Einige Regionen berichteten zudem von einer Verlangsamung des Preisanstiegs.

Der deutsche Aktienmarkt erlebte in den letzten Tagen Auf und Ab. Nach vier Tagen mit Verlusten gewann der DAX gestern 1,47 Prozent und überschritt erstmals seit einer Woche wieder die Marke von 16.000 Punkten. Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners bezeichnete diesen Anstieg als "ersehnten Befreiungsschlag", der auf die positiven US-Inflationsdaten zurückzuführen sei.

Die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten führte auch zu einem Anstieg des Eurokurses gegenüber dem US-Dollar. Der Euro erreichte den höchsten Stand seit März 2022. Die europäische Geldpolitik wird voraussichtlich weiterhin Zinserhöhungen benötigen, was den Euro als attraktive Anlagewährung erscheinen lässt. Der Goldpreis lag bei 1957 US-Dollar pro Feinunze.

Die Ölpreise stiegen ebenfalls auf den höchsten Stand seit über zwei Monaten. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Abend 80,10 US-Dollar, ein Anstieg um ein Prozent im Vergleich zum Vortag. Dieser Preisanstieg wird durch die Aussicht auf ein geringeres Angebot unterstützt, da Saudi-Arabien und Russland Maßnahmen zur Reduzierung der Förderung im August angekündigt haben.

In den USA stiegen jedoch überraschend die Ölreserven in der vergangenen Woche. Die Bestände an Rohöl stiegen um 6,0 Millionen Barrel auf 458,1 Millionen Barrel, während die tägliche Ölproduktion um 0,1 Millionen Barrel auf 12,3 Millionen Barrel fiel.

Am gestrigen Abend senkte der Chemiekonzern BASF nach einem schwachen Quartal seine Prognosen für das laufende Jahr. Der Umsatz wird nun voraussichtlich zwischen 73 und 76 Milliarden Euro liegen, während das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) zwischen 4,0 und 4,4 Milliarden Euro erwartet wird. Im zweiten Quartal sank der Umsatz im Jahresvergleich um ein Viertel auf 17,3 Milliarden Euro. Der Gewinn brach auf 499 Millionen Euro ein, während Experten 729 Millionen Euro erwartet hatten.

Auch Continental veröffentlichte vorläufige Eckdaten zum abgelaufenen zweiten Quartal. Der Umsatz des Autozulieferers lag bei 10,4 Milliarden Euro und entsprach damit den Erwartungen. Die bereinigte operative Marge betrug 4,8 Prozent, was rund einem Prozentpunkt unter den Schätzungen der Experten lag. Im Autozulieferbereich wurde jedoch ein operatives Defizit verzeichnet. Der Jahresausblick für diesen Bereich wurde dennoch bestätigt.

Das Modeunternehmen About You verzeichnete einen Rekordkurssprung von bis zu 40 Prozent auf 6,06 Euro. Dank gesenkter Marketingausgaben erzielte das Unternehmen im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2022/23 ein operatives Ergebnis von 4,2 Millionen Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum ein Verlust von 28,8 Millionen Euro verbucht worden war. Dieser unerwartete Gewinn von About You führte auch zu einem deutlichen Kursanstieg bei Mitbewerber Zalando, dessen Aktien um über zehn Prozent stiegen.

Die Aktie des Gesundheitsdienstleisters FMC erreichte den höchsten Stand seit fast einem Jahr, nachdem Goldman Sachs eine Kaufempfehlung aussprach. Das Unternehmen hat seit dem Tiefpunkt im Oktober letzten Jahres einen Großteil der vorherigen Verluste seit April 2022 wieder wettgemacht.

Infineon-Papiere zählten zu den größten Gewinnern im DAX, nachdem sie von "Underperform" auf "Hold" hochgestuft wurden. Das Kursziel wurde von 28 auf 40 Euro angehoben. Analyst Janardan Menon erwartet in den kommenden beiden Jahren ein starkes Ergebniswachstum und eine Neubewertung der Aktien.

Der Autobauer Porsche verzeichnete im ersten Halbjahr einen Anstieg von 15 Prozent bei den Fahrzeugauslieferungen im Vergleich zum Vorjahr. Die meisten Zuwächse wurden in Europa und auf dem Heimatmarkt verzeichnet, wo die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge um über 24 Prozent stieg.

Die VW-Tochter Audi wird ihr Motorsport-Engagement praktisch einstellen, um sich auf den Formel-1-Einstieg im Jahr 2026 zu konzentrieren. Die finanzielle Unterstützung für Kundenteams im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) sowie bei 24-Stunden-Rennen wird eingestellt. Auch das Werksprojekt bei der Rallye Dakar wird nach 2024 beendet.

Die Deutsche Post DHL plant ein Wachstum in Lateinamerika. Die Tochter DHL Supply Chain wird bis 2028 rund 500 Millionen Euro in die Region investieren, um die Infrastruktur und Transportkapazitäten auszubauen.

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