ANZEIGE

Ölpreise uneinheitlich: Nahost-Krise überlagert US-Iran-Gesprächshoffnungen

Brent steigt leicht, WTI fällt – physische Realität am Ölmarkt bleibt trotz diplomatischer Signale fragmentiert.

•• 3 Min
Ölpreise uneinheitlich: Nahost-Krise überlagert US-Iran-Gesprächshoffnungen

Die Ölpreise zeigen sich am Mittwochmorgen uneinheitlich. Brent-Rohöl-Futures legten um 04:20 Uhr GMT um 40 Cent oder 0,4 Prozent auf 95,19 Dollar pro Barrel zu und machten damit frühere Verluste von bis zu 0,9 Prozent wett – nach einem Einbruch von 4,6 Prozent in der vorangegangenen Sitzung. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) notierte dagegen 23 Cent oder 0,3 Prozent niedriger bei 91,05 Dollar. Der WTI-Kontrakt war zuvor um bis zu 4,7 Prozent gefallen, nachdem er am Vortag bereits um 7,9 Prozent nachgegeben hatte.

Hintergrund der Bewegungen ist der anhaltende Krieg zwischen Israel und dem Iran, der die globalen Ölversorgungsrouten erheblich gestört hat. US-Präsident Donald Trump erklärte am Dienstag, dass Gespräche zur Beendigung des Konflikts in den nächsten zwei Tagen in Pakistan wieder aufgenommen werden könnten. Zuvor hatte das Scheitern der Verhandlungen am Wochenende Washington dazu veranlasst, eine Blockade iranischer Häfen zu verhängen.

Mehr Hoffnung als konkrete Entwicklungen

Suvro Sarkar, Leiter des Energieteams bei der DBS Bank, ordnet die Marktlage nüchtern ein: „Während der Markt davon ausgeht, dass das Schlimmste überstanden ist, und weitere Runden von Friedensgesprächen zwischen den USA und dem Iran in den kommenden Tagen einpreist, gibt es zum jetzigen Zeitpunkt mehr Hoffnung als tatsächliche Entwicklungen." Er betont zudem: „Physisches Öl wird immer noch mit erheblichen Aufschlägen gegenüber diesen Futures-Preisen gehandelt."

Der Krieg hat die Straße von Hormus weitgehend lahmgelegt – einen der wichtigsten Seehandelskorridore der Welt. Durch diese Meerenge fließen normalerweise rund 130 Schiffe täglich mit Rohöl und Mineralölprodukten aus dem Persischen Golf zu Abnehmern in Asien und Europa. Trotz eines zweiwöchigen Waffenstillstands beträgt das aktuelle Verkehrsaufkommen nur noch einen Bruchteil dieses Niveaus.

Raffinerien weltweit suchen händeringend nach alternativen Rohölquellen. Dies treibt die Aufschläge in die Höhe, die sie für Öl aus anderen Regionen zu zahlen bereit sind. Eine Ladung WTI Midland zur Lieferung nach Rotterdam wurde am Dienstag mit einem Rekordaufschlag von 22,80 Dollar pro Barrel über den europäischen Benchmark-Preisen gehandelt – ein historischer Höchstwert, der die Dringlichkeit der Versorgungslage verdeutlicht.

Sanktionsausnahmen laufen aus – Versorgungsdruck steigt

Die Lage droht sich weiter zu verschärfen. Zwei Vertreter der US-Regierung erklärten gegenüber Reuters, dass die USA eine diese Woche auslaufende 30-tägige Ausnahmeregelung von den Sanktionen für iranisches Öl auf See nicht verlängern werden. Damit entfällt eine weitere Lieferquelle für den globalen Markt. Zusätzlich ließ Washington eine ähnliche Ausnahmeregelung für Sanktionen gegen russisches Öl am Wochenende stillschweigend auslaufen.

Ein US-Zerstörer hinderte am Dienstag zwei Öltanker am Verlassen des Irans, wie ein US-Beamter bestätigte. Die Schork Group kommentierte die Gesamtlage in einer Mitteilung: „Während diplomatische Schlagzeilen die Möglichkeit erneuter US-Iran-Gespräche und sogar eine vorübergehende Lockerung der Transitbeschränkungen suggerieren, bleibt die physische Realität fragmentiert."

Blick auf US-Lagerbestandsdaten

Im weiteren Tagesverlauf richten sich die Augen der Marktteilnehmer auf die offiziellen US-Lagerbestandsdaten der Energy Information Administration (EIA), die um 14:30 Uhr GMT erwartet werden. Eine Reuters-Umfrage ergab, dass die US-Rohölvorräte in der vergangenen Woche leicht gestiegen sein dürften, während die Bestände an Destillaten und Benzin wahrscheinlich gesunken sind. Marktquellen, die mit den Zahlen des American Petroleum Institute (API) vertraut sind, berichteten zudem, dass die US-Rohölvorräte die dritte Woche in Folge sprunghaft angestiegen seien – ein Signal, das den Preisdruck auf WTI zusätzlich belasten könnte.

ÖlpreisBrent RohölWTIStraße Von HormusUs-Iran-GesprächeÖlmarktRohölversorgungNahost-Konflikt

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Börsenkorrektur kommt unweigerlich: So bereiten sich Anleger richtig vor
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.