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Ölpreise fallen wegen Hoffnungen auf US-Iran-Friedensgespräche

Diplomatische Signale zwischen Washington und Teheran drücken US-Rohöl-Futures auf 90,97 Dollar pro Barrel.

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Ölpreise fallen wegen Hoffnungen auf US-Iran-Friedensgespräche

Die US-Rohölpreise stehen unter Druck. Wachsender Optimismus über eine diplomatische Lösung des Nahost-Konflikts sorgt für Verkaufsdruck am Ölmarkt. Die US-Rohöl-Futures für die Lieferung im Mai fielen um 0,34 Prozent auf 90,97 Dollar pro Barrel. Damit weiteten sie ihre Verluste aus, nachdem sie bereits am Dienstag schwächer geschlossen hatten.

Anders verhielt sich die internationale Referenzsorte Brent: Die Futures für die Lieferung im Juni drehten ins Plus und stiegen um 0,3 Prozent auf 95,07 Dollar pro Barrel. Die Divergenz zwischen den beiden wichtigsten Ölbenchmarks spiegelt die Unsicherheit wider, die derzeit die Energiemärkte prägt.

Gespräche zwischen USA und Iran rücken näher

Ein Vertreter des Weißen Hauses erklärte gegenüber dem US-Sender CNBC, dass eine zweite Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran in Erwägung gezogen werde. Ein offizieller Zeitplan steht jedoch noch nicht fest. US-Präsident Donald Trump äußerte sich laut einem Bericht der New York Post konkreter und deutete an, dass die Gespräche „innerhalb der nächsten zwei Tage" in Islamabad stattfinden könnten.

Trump hatte zuvor noch signalisiert, dass die Verhandlungen nur langsam vorankämen und voraussichtlich in Europa stattfinden würden. Kurz darauf meldete er sich jedoch mit aktualisierten Details zurück. Der erneute Vorstoß für Gespräche folgt auf frühere Berichte, wonach die Verhandlungen zur Beilegung des Nahost-Konflikts noch vor Ablauf eines fragilen zweiwöchigen Waffenstillstands wieder aufgenommen werden könnten.

Goldman Sachs analysiert Versorgungslage

Die US-Investmentbank Goldman Sachs veröffentlichte am Mittwoch eine Einschätzung zur aktuellen Versorgungslage. Demnach sind die Ströme durch die betroffene Meerenge weiterhin stark eingeschränkt und liegen bei lediglich etwa 10 Prozent des normalen Niveaus. Im gleitenden Vier-Tage-Durchschnitt entspricht das rund 2,1 Millionen Barrel pro Tag.

Zusätzlichen Druck auf die verbleibenden Liefermengen könnte die US-Blockade iranischer Häfen ausüben. Washington berichtete, dass in den ersten 24 Stunden bereits mehrere Schiffe umgekehrt seien. Der Transit über nicht-iranische Häfen werde hingegen fortgesetzt.

Goldman Sachs merkte jedoch auch an, dass die Unterbrechungen der Rohölproduktion im Nahen Osten weniger schwerwiegend ausfallen als zunächst befürchtet. Die Bank schätzt die durchschnittlichen Produktionsausfälle im Persischen Golf im März auf rund 8 Millionen Barrel pro Tag. Dieser Wert liegt sowohl unter den ursprünglichen Markterwartungen als auch unter der Schätzung der Internationalen Energieagentur (IEA), die von 10 Millionen Barrel pro Tag ausgegangen war.

Als Grund für die geringeren Ausfälle nennt Goldman Sachs die verstärkte Nutzung von Lagerkapazitäten sowie auf Tankern gelagertes Öl. Für Anleger und Energiemärkte bleibt die Lage dennoch angespannt: Der Ausgang der diplomatischen Bemühungen zwischen Washington und Teheran dürfte in den kommenden Tagen maßgeblich darüber entscheiden, in welche Richtung sich die Ölpreise bewegen.

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