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Nvidia wächst trotz Gegenwind aus China und USA

Exportregeln, KI-Boom und Golf-Staaten prägen die Entwicklung des Chipkonzerns

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 Nvidia wächst trotz Gegenwind aus China und USA

Nvidia hat erneut einen Umsatzrekord verzeichnet. Im vergangenen Quartal stieg der Umsatz um 69 Prozent auf 44 Milliarden US-Dollar, der Gewinn legte um 26 Prozent auf 18,7 Milliarden Dollar zu. Damit übertraf das Unternehmen zwar wie in den vorangegangenen acht Quartalen die Erwartungen der Analysten, allerdings fiel die Differenz zur Prognose diesmal mit 728 Millionen Dollar erstmals unter eine Milliarde. Trotz des anhaltenden Booms im KI-Sektor spürt Nvidia zunehmenden Gegenwind durch geopolitische Entwicklungen, insbesondere im Handel mit China.

Die von der US-Regierung unter Donald Trump verschärften Exportregeln führen zu erheblichen Umsatzeinbußen im China-Geschäft. Wie Finanzchefin Colette Kress mitteilte, entgehen dem Konzern im laufenden Quartal rund acht Milliarden Dollar, da speziell für China entwickelte Chips nur noch mit Ausnahmegenehmigungen exportiert werden dürfen. Diese Genehmigungen werden laut Nvidia jedoch kaum erteilt, was den Export nahezu unmöglich macht. Der Marktanteil von Nvidia in China ist laut Konzernangaben seit 2022 von 95 auf 50 Prozent gesunken.

Trotz dieser Entwicklung zeigt sich Nvidia-CEO Jensen Huang optimistisch. Das Geschäft mit Hyperscalern – Cloud-Anbietern wie Amazon, Microsoft und Google – wachse stärker als erwartet. Der Rechenbedarf moderner KI-Modelle nehme exponentiell zu, da sie zunehmend komplexe Berechnungen durchführen. Zudem gehen Huang zufolge viele Unternehmen dazu über, eigene KI-Rechenzentren aufzubauen, um den steigenden Datenmengen gerecht zu werden. Auch aus den Golf-Staaten verzeichne Nvidia eine wachsende Nachfrage nach KI-Beschleunigern.

Ein Grund dafür ist die Aufhebung der sogenannten AI-Diffusion-Regeln durch Präsident Trump. Diese Regeln hatten zuvor Exporte von KI-Technologien an Länder außerhalb westlicher Allianzen eingeschränkt. Während die Vorgängerregierung noch Vorbehalte gegenüber den Golf-Staaten hatte, setzt Trump auf deren Kooperation. Nvidia profitiert davon durch vermehrte Verkäufe in Regionen wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Dennoch bleibt das China-Geschäft angespannt. Chinesische Unternehmen wie Huawei und SMIC entwickeln zunehmend eigene Hochtechnologie und werden dabei von der Regierung unterstützt, die heimische Produktion bevorzugt. Nvidia-Chips gelangen dennoch über Drittländer wie Singapur oder den Nahen Osten nach China. Beobachter erwarten, dass die Aufhebung der Exportbeschränkungen für die Golfstaaten solche indirekten Lieferungen weiter fördern könnte. Jensen Huang äußerte sich dazu zurückhaltend. Es gebe Überlegungen zu günstigeren Chip-Varianten, aber keine konkreten Pläne.

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