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Netflix erreicht Rekordzahl an Abonnenten

Wachstum durch „Squid Game“, Live-Sport und Werbe-Abos treibt Umsatz und Gewinn

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Netflix erreicht Rekordzahl an Abonnenten

Netflix hat mit einem Rekordwachstum die Marke von 300 Millionen Nutzerinnen und Nutzern überschritten. Im letzten Quartal des Jahres 2024 konnte das Unternehmen knapp 19 Millionen neue Abonnenten gewinnen, was vor allem auf die Veröffentlichung der zweiten Staffel der südkoreanischen Erfolgsserie "Squid Game" und verschiedene Live-Sportübertragungen zurückgeführt wird. Die Anzahl der neuen Kundinnen und Kunden lag damit deutlich über den Prognosen der Analysten und übertraf die Erwartungen der Wall Street in Bezug auf Umsatz und Gewinn. In den vergangenen Quartalen hatte Netflix ein eher verhaltenes Wachstum verzeichnet.

Das Unternehmen hat angekündigt, künftig keine Angaben mehr zur Nutzerzahl zu machen. Der Streaming-Dienst hatte dies bereits im vergangenen Jahr angekündigt und setzt diesen Schritt nun um. Mit den neuesten Zuwächsen erreicht Netflix einen Kundenstamm von 301,6 Millionen Haushalten. Die bisher größte Wachstumsphase hatte es zu Beginn der Corona-Pandemie 2020 gegeben, als 15 Millionen neue Abonnenten innerhalb eines Quartals hinzugekommen waren. Trotz der nun erreichten neuen Höchstmarke plant Netflix Preiserhöhungen für die US-Abonnements und hob gleichzeitig seine Umsatzziele für das laufende Jahr an.

Der Umsatz des Unternehmens stieg im vergangenen Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent auf 10,2 Milliarden Dollar. Der Gewinn konnte im selben Zeitraum mehr als verdoppelt werden, von 938 Millionen Dollar auf 1,87 Milliarden Dollar. Die Veröffentlichung dieser Zahlen führte zu einem deutlichen Kursanstieg der Netflix-Aktie. Im nachbörslichen Handel legte das Papier um mehr als 14 Prozent auf 994,90 Dollar zu, was den höchsten Stand in der Unternehmensgeschichte bedeuten würde. Sollte sich dieser Trend auch im regulären Handel fortsetzen, könnte Netflix erstmals eine Marktkapitalisierung von über 400 Milliarden Dollar erreichen.

Die Aktie von Netflix gehört seit zwei Jahren zu den stärksten Titeln im Technologieindex Nasdaq 100. Seit einem Zwischentief im Frühjahr 2022 hat sich der Börsenwert des Unternehmens mehr als verfünffacht. In den letzten zehn Jahren ist der Aktienkurs um fast 1.400 Prozent gestiegen. Analysten führen dieses Wachstum auf die kontinuierliche Expansion des Streaming-Marktes sowie auf die strategische Neuausrichtung des Unternehmens zurück.

Neben der zweiten Staffel von "Squid Game" trugen auch zwei große Live-Events zur Kundensteigerung bei: Ein Boxkampf zwischen Mike Tyson und dem Influencer Jake Paul, den 60 Millionen Zuschauer verfolgten, sowie die erste Netflix-Übertragung von zwei NFL-Spielen. Co-CEO Ted Sarandos erklärte, dass Netflix eher einzelne Sportveranstaltungen als langfristige Lizenzen großer Ligen erwerben werde, um neue Kundinnen und Kunden zu gewinnen. Der Streaming-Dienst sicherte sich bereits die Übertragungsrechte für die Fußball-Weltmeisterschaften der Frauen in den Jahren 2027 und 2031.

Live-Programme spielen eine zunehmend bedeutende Rolle für Netflix, insbesondere in Verbindung mit der Werbestrategie des Unternehmens. Ursprünglich werbefrei, bietet der Streaming-Dienst mittlerweile ein günstigeres Abonnement mit Werbung an, das sich als erfolgreich erwiesen hat. In den zwölf Märkten, in denen dieses Modell verfügbar ist, wählt die Mehrheit der Neukunden diese Option. Netflix erwartet langfristig steigende Gewinne durch werbefinanzierte Abos, da die Einnahmen pro Nutzer höher sind als durch reine Abo-Gebühren. Zudem zieht das Unternehmen Werbekunden an, die traditionell in lineares Fernsehen investierten. Experten betonen, dass das Werbegeschäft für die finanzielle Stabilität von Netflix von wachsender Bedeutung ist und die Nutzerbindung stärken kann.

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