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TikTok-Verkauf an Elon Musk in Diskussion

Chinas Überlegungen, US-Geschäft abzugeben, setzen neue Verhandlungsdynamik in Gang

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TikTok-Verkauf an Elon Musk in Diskussion

Die chinesische Regierung prüft offenbar die Möglichkeit, das US-Geschäft der Video-App TikTok an den Tech-Milliardär Elon Musk zu verkaufen. Medienberichten zufolge wurde in Peking die Option diskutiert, dass Musks Plattform X die Kontrolle über TikTok US übernehmen und beide Dienste gemeinsam betreiben könnte. Die Informationen stammen aus Berichten der Finanznachrichtenagentur Bloomberg, die sich auf eingeweihte Quellen beruft. Auch das Wall Street Journal berichtete, dass eine solche Transaktion für die Zeit nach der Amtseinführung von Donald Trump als Präsident der Vereinigten Staaten ausgelotet wurde.

TikTok gehört zum chinesischen Unternehmen ByteDance, das in den USA zunehmend unter Druck steht. Kritiker befürchten, dass Peking über die Plattform Zugang zu sensiblen Daten amerikanischer Nutzer erhalten oder Einflusskampagnen starten könnte. Ein US-Gesetz zwingt ByteDance deshalb, TikTok zu verkaufen. Die dafür gesetzte Frist läuft am 19. Januar 2025 aus. Sollte bis dahin kein Käufer gefunden werden, droht TikTok in den USA das Aus. Das Unternehmen hat vor dem Obersten Gericht der USA Einspruch gegen das Gesetz eingelegt, das aus seiner Sicht die verfassungsmäßig garantierte Redefreiheit verletzt. Doch die Richter zeigten sich skeptisch. Donald Trump, der einen Tag nach Ablauf der Frist als Präsident vereidigt wird, appellierte an das Gericht, ihm mehr Zeit für eine Lösung zu verschaffen.

Elon Musk, der nicht nur das Social-Media-Unternehmen X, sondern auch den Elektroautobauer Tesla führt, gilt als möglicher Käufer von TikTok US. Seine engen Beziehungen zur chinesischen Regierung könnten eine Schlüsselrolle spielen. Tesla ist stark in China engagiert, das als einer der wichtigsten Absatzmärkte für den Konzern gilt. Tesla durfte als erster ausländischer Autobauer eine vollständig eigene Fabrik in Shanghai errichten, während andere Unternehmen auf Joint Ventures mit chinesischen Partnern angewiesen sind. Musk hat zudem Donald Trumps Wahlkampf mit mehr als 250 Millionen US-Dollar unterstützt und ist einer seiner engen Vertrauten.

Die EU beobachtet die Entwicklungen im Zusammenhang mit TikTok ebenfalls. So leitete die EU-Kommission ein Prüfverfahren ein, um zu klären, ob das Unternehmen gesetzliche Vorgaben einhält. Ein Sprecher der Kommission warnte vor Risiken durch Desinformation auf der Plattform. TikTok selbst wies Berichte über einen möglichen Verkauf als „reine Fiktion“ zurück und erklärte, man werde Gerüchte nicht kommentieren. ByteDance verweist darauf, dass das Unternehmen mehrheitlich internationalen Investoren gehört, bleibt jedoch aufgrund seines Hauptsitzes in Peking an die Vorgaben der chinesischen Behörden gebunden.

TikTok XElon MuskÜbernahme

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