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Negative Realzinsen in Japan stützen USD/JPY laut UBS weiterhin

Die Bank of Japan pausiert bei Zinserhöhungen, doch UBS sieht weiterhin Unterstützung für den USD/JPY-Kurs.

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Negative Realzinsen in Japan stützen USD/JPY laut UBS weiterhin

Die Bank of Japan (BoJ) hat ihren Leitzins in der vergangenen Woche unverändert bei 1,25% belassen und damit auf eine zweite Zinserhöhung in Folge verzichtet. Wie die japanische Zentralbank mitteilte, bewertet sie die zugrunde liegende Inflation erstmals als „im Allgemeinen konsistent" mit ihrem Preisstabilitätsziel von 2%. Diese Einschätzung markiert eine Zäsur in der Kommunikation der Notenbank, die bislang stets betont hatte, die Teuerung liege noch unter dem angestrebten Niveau.

Die Schweizer Großbank UBS wertet diese Inflationsbeurteilung als wichtigen Meilenstein. Nach Einschätzung der Analysten stärkt sie das Argument für weitere Normalisierungsschritte in der japanischen Geldpolitik. Die Entscheidung, die Zinserhöhungen zu pausieren, deutet laut UBS jedoch darauf hin, dass die BoJ nicht zu einem aggressiveren Verschärfungszyklus übergegangen ist. Die Notenbank bewegt sich demnach weiterhin vorsichtig und schrittweise.

UBS sieht geringeres Risiko einer weiteren Yen-Schwäche

Aus Sicht der UBS verringert die zurückhaltende Gangart der BoJ das Risiko weiterer signifikanter Yen-Schwäche. Allerdings sind die Voraussetzungen für eine nachhaltige Erholung der japanischen Währung nach Einschätzung des Instituts noch nicht gegeben. Für Anleger bedeutet das: Der Yen dürfte vorerst nicht zu einer dauerhaften Aufwertungstendenz zurückfinden.

Das Institut betont, dass mehrere Faktoren die Unterstützung für den USD/JPY fortsetzen sollten. Dazu zählen die weiterhin hohen Ölpreise, die hohen Renditen in den USA sowie die nach wie vor negativen realen Zinsen in Japan. Reale Zinsen ergeben sich aus dem nominalen Zinssatz abzüglich der Inflationsrate. Solange dieser Wert in Japan negativ bleibt, ist die Währung für Anleger im Vergleich zu höher verzinsten Alternativen weniger attraktiv.

Für deutsche Privatanleger ist die Entwicklung des Yen vor allem im Zusammenhang mit dem Währungspaar USD/JPY relevant. Der Kurs spiegelt das Verhältnis zwischen US-Dollar und japanischem Yen wider und gilt als wichtiger Indikator für die relative Stärke beider Währungen. Steigt der USD/JPY, gewinnt der Dollar gegenüber dem Yen an Wert.

Die Kombination aus hohen US-Renditen und negativen japanischen Realzinsen sorgt nach Einschätzung der UBS dafür, dass Anleger weiterhin den Dollar gegenüber dem Yen bevorzugen dürften. Die japanische Notenbank steht damit vor einem Spannungsfeld: Einerseits spricht die erstmals als zielkonform bewertete Inflation für weitere Normalisierungsschritte, andererseits mahnt die vorsichtige Gangart zur Geduld. Wie sich der USD/JPY in den kommenden Wochen entwickelt, hängt damit maßgeblich davon ab, ob die BoJ ihren Kurs weiter strafft und wie sich die Renditen in den USA sowie die Ölpreise entwickeln.

Usd/JpyBank Of JapanUBSNegative RealzinsenYenLeitzins JapanGeldpolitikUs-Renditen

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