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Mehr Klimaanlagen aus deutscher und ausländischer Produktion

Hitzeperioden und veränderte Märkte erhöhen Absatz und Importwerte deutlich

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Mehr Klimaanlagen aus deutscher und ausländischer Produktion

Die Produktion von Klimaanlagen in Deutschland hat in den vergangenen fünf Jahren deutlich zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts stieg die Herstellung zwischen 2020 und 2025 um 75 Prozent auf insgesamt 317.000 Geräte. Der Produktionswert belief sich zuletzt auf rund 1,5 Milliarden Euro. Parallel zu dieser Entwicklung hat auch der Import von Klimageräten deutlich zugelegt. Im vergangenen Jahr wurden Kühlgeräte im Wert von etwa 950 Millionen Euro aus dem Ausland eingeführt, was in etwa einer Verdoppelung gegenüber dem Stand vor fünf Jahren entspricht.

Hauptlieferant für den deutschen Markt ist Italien, aus dem ein Viertel der importierten Geräte stammt. Den zweiten Platz belegt China mit einem Anteil von rund 14 Prozent, gefolgt von Schweden mit etwa zehn Prozent. Die steigende Nachfrage steht im Zusammenhang mit zunehmend heißen Sommern in Deutschland. Laut Prognosen des Deutschen Wetterdienstes werden auch in dieser Woche extreme Temperaturen erwartet. Für die Wochenmitte werden schwülheiße Werte zwischen 31 und 38 Grad vorhergesagt, die vielerorts für zusätzliche Belastung sorgen dürften.

Während Klimaanlagen in vielen Teilen der Welt längst zum Standard gehören, ist ihre Verbreitung in Deutschland weiterhin vergleichsweise gering. Uwe Franzke, Geschäftsführer des Instituts für Luft- und Kältetechnik in Dresden, betont, dass in Ländern wie Italien, Spanien, China oder den USA die Geräte zum Alltag zählen, in Deutschland jedoch häufig auf Skepsis stoßen. Hauptgründe dafür seien hohe Strompreise und Bedenken hinsichtlich der Umweltauswirkungen.

Fachleute weisen darauf hin, dass Klimaanlagen trotz ihres Nutzens für das Raumklima problematische Effekte mit sich bringen können. Sie benötigen viel Energie, was den CO₂-Ausstoß erhöht und somit den Klimawandel weiter vorantreiben kann. Auch die verwendeten Kühlmittel können negative Folgen für die Umwelt haben, wenn sie in die Atmosphäre gelangen. Zugleich wird betont, dass moderne Geräte in Kombination mit geeigneten Kältemitteln und einer umweltfreundlichen Stromversorgung deutlich klimafreundlicher betrieben werden können.

Die Entwicklungen bei Produktion und Import zeigen, dass sich der Markt für Klimaanlagen in Deutschland stark verändert. Die anhaltenden Hitzeperioden könnten den Trend weiter beschleunigen, auch wenn sich viele Verbraucher bisher nur zögerlich für eine Anschaffung entscheiden. Die Verbindung zwischen wachsender Nachfrage und den Herausforderungen des Klimaschutzes bleibt dabei ein zentrales Thema.

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