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Uniper drosselt Tempo beim grünen Umbau

Konzern senkt Klimaziel, streicht Stellen und verzeichnet Gewinneinbruch im ersten Halbjahr

Uniper drosselt Tempo beim grünen Umbau

Uniper fährt seine Klimaziele zurück und plant den Abbau von Arbeitsplätzen. Der Energiekonzern senkt das bislang angestrebte Ziel, den Anteil grüner Stromproduktion bis 2030 auf 80 Prozent zu erhöhen, nun auf lediglich 50 Prozent. Als Grund nennt das Unternehmen ein "herausforderndes regulatorisches und geopolitisches Umfeld". Gleichzeitig kündigte Uniper an, in den kommenden Jahren rund 400 Stellen zu streichen.

Der Konzern, der zu den größten Energieunternehmen Europas zählt und derzeit mehrheitlich im Besitz des deutschen Staates ist, begründet die Maßnahmen mit einem deutlichen Rückgang des Gewinns im ersten Halbjahr 2025. Der Konzernüberschuss sank im Vergleich zum Vorjahr von 903 Millionen auf 267 Millionen Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Adjusted Ebitda) fiel von 1,7 Milliarden Euro auf 379 Millionen Euro. Dennoch bekräftigte Uniper seine Jahresprognose, engte jedoch die Bandbreiten ein: Das Adjusted Ebitda soll nun zwischen 1,0 und 1,3 Milliarden Euro liegen, das bereinigte Konzernergebnis zwischen 350 und 550 Millionen Euro.

Uniper betreibt aktuell vor allem Steinkohle- und Gaskraftwerke in Deutschland, Großbritannien und Schweden mit einer Kapazität von über 14 Gigawatt – das entspricht etwa der Leistung von 14 großen Kohlekraftwerken. Hinzu kommen rund fünf Gigawatt aus Wasser- und Atomkraft. Für 2030 erwartet der Konzern eine Gesamtstromerzeugungskapazität von 15 bis 20 Gigawatt. Trotz der reduzierten Ausbauziele will Uniper bis Anfang der 2030er Jahre rund acht Milliarden Euro in die Transformation investieren. Fünf Milliarden davon sollen bereits bis 2030 fließen.

Der Konzern stellt sich darauf ein, dass der Ausbau neuer Gaskraftwerke sowie der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft langsamer voranschreiten als bisher angenommen. Zwar will sich Uniper an der geplanten Ausschreibung der Bundesregierung zum Bau neuer Gaskraftwerke beteiligen, doch die verzögerte Umsetzung verschiebe die damit verbundenen Erträge. Das langfristige Ziel der Klimaneutralität bis 2040 behält Uniper bei.

Der geplante Stellenabbau betrifft rund fünf Prozent der derzeit etwa 7.500 Mitarbeiter. Dabei sollen unbesetzte oder frei werdende Stellen nicht neu besetzt und Programme für ein freiwilliges Ausscheiden angeboten werden. Die Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Anpassung der Personalplanung an die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

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