ANZEIGE

Medienkonzerne verlieren 500 Mrd. USD an Wert

Streaming-Dienste leiden unter steigenden Kosten, Sparzwängen der Verbraucher und rückläufiger Werbung

•• 3 Min
Medienkonzerne verlieren 500 Mrd. USD an Wert

In diesem Jahr ist der Marktwert der weltweit größten Medienunternehmen um mehr als 500 Milliarden Dollar gesunken. Es gab bedeutende Einbrüche beim Streaming, verschärfenden Wettbewerb, was zu historischen Kursverlusten bei den Unterhaltungsunternehmen geführt hat.

Der sich verschärfende Wettbewerb und die steigenden Kosten haben zusammen mit dem enger werdenden Gürtel der Verbraucher und dem Rückgang der Werbung zu einem branchenweiten Rückgang geführt.

Die Medienbranche, die für Investoren ein breites Spektrum an Aktivitäten von der Filmproduktion über die Werbung bis hin zum Kabelfernsehen umfasst, war einer der am stärksten betroffenen Sektoren in dem voraussichtlich schlimmsten Jahr für globale Aktien seit der Finanzkrise.

"Es war ein perfekter Sturm an schlechten Nachrichten", sagt Michael Nathanson, Medienanalyst bei SVB MoffettNathanson. "Ich beobachte diese Branche schon sehr lange und habe noch nie eine so schlechte Ansammlung von Daten gesehen.

Die Walt-Disney-Aktie ist auf dem besten Weg, den größten Jahresverlust seit mindestens 1974 zu erleiden, mit einem Minus von etwa 45 Prozent. Die Aktie ist in den letzten Tagen unter Druck geraten, da die Einnahmen aus Disneys mit Spannung erwarteter Avatar-Fortsetzung am Eröffnungswochenende hinter den Erwartungen zurückblieben.

In diesem Jahr sind die Aktien von Paramount Global um 42%, von Netflix um 52% und von Warner Brothers Discovery um 63% gefallen, seit das Unternehmen in diesem Jahr durch die Fusion von Discovery und WarnerMedia von AT&T gegründet wurde.

Die Führungskräfte des Konglomerats versuchen, zwei der größten Medienunternehmen in einer Zeit zu integrieren, in der die Branche in Aufruhr ist, und warnten letzte Woche, dass die Fusion bis zu 5,3 Milliarden Dollar an Umstrukturierungs- und anderen Kosten verursachen könnte.

Zu Beginn der Pandemie ging es den Streaming-Unternehmen gut, da die Sperrungen die Zuschauerzahlen in die Höhe trieben und die Aktien des Sektors im Börsenboom ab März 2020 in die Höhe trieben.

Doch während die Führungskräfte zig Milliarden Dollar für Streaming-Inhalte ausgaben, wuchsen die Fernsehabonnements, während die Lebenshaltungskosten in die Höhe schnellten, was finanziell gestresste Haushalte dazu veranlasste, zwischen verschiedenen Abonnements zu wechseln.

Der Dow Jones Media Titans Index, der die Wertentwicklung der 30 größten Medienunternehmen der Welt abbildet, ist in diesem Jahr um 40 % gefallen, wobei der gesamte Marktwert von 1,35 Billionen Dollar auf 808 Milliarden Dollar gesunken ist.

Kabelunternehmen und Streaming-Anbieter waren vom Ausverkauf am stärksten betroffen, wie aus einem Balkendiagramm mit den größten Kursverlusten der Medienaktien im bisherigen Jahresverlauf hervorgeht. Steigende Zinsen haben die Bewertungen vor allem bei den "Wachstumswerten" des Sektors, die morgen schon veraltet sein werden, untergraben. Spotify ist um 69 % gefallen, während Roku um 81 % gefallen ist.

Auch die traditionellen Fernsehsender haben einen Rückschlag erlitten. Die Besitzer von US-Kabelnetzen, die lange Zeit ein Goldesel waren, haben mit die stärksten Kursverluste erlitten. Charter Communications ist um 53% gefallen und Comcast um 31%.

Die Zahl der Abonnements für traditionelles Pay-TV, die von Macquarie erfasst werden, ist im dritten Quartal um 8,3 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken.

Preiserhöhungen, vor allem im Sportbereich, hatten den Kundenrückgang bisher abgemildert, "aber jetzt, wo wir in eine Rezession eintreten, macht man sich Sorgen, dass die Verbraucher sich weigern zu zahlen", so Tim Nollen, Analyst für Medientechnik bei Macquarie.

Die meisten Streamingdienste machten "sehr hohe Verluste", so dass die Medienunternehmen "noch nicht in der Lage sind, den linearen Rückgang auszugleichen", so Nollen.

Da sich die Weltwirtschaft verlangsamt, zögern die Werbetreibenden, Marken zu fördern, was Medienunternehmen wie ITV in Großbritannien schadet, dessen Aktien um 36 % gefallen sind.

Trotz des Aufschwungs durch die Fußballweltmeisterschaft gab der Sender kürzlich bekannt, dass die jährlichen Werbeeinnahmen sinken werden.

Als Reaktion auf die Herausforderungen erhöhen einige der größten Unternehmen der Branche die Preise, bauen Stellen ab und starten neue Initiativen wie werbefinanzierte Streaming-Angebote.

Die Analysten von Morgan Stanley schrieben diese Woche in einem Bericht, dass die Unternehmen zum Aufgeben oder zur Konsolidierung gezwungen sein werden, wenn diese Maßnahmen nicht zu "bedeutenden" Gewinnen im Streaming-Bereich führen.

MedienGeldpolitikMarktwert Walt DisneyParamount Dow JonesBörse

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.