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Lufthansa prüft Beteiligung an Airbaltic

Vor Börsengang der lettischen Airline wird Kapitalbeteiligung in Erwägung gezogen

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Lufthansa prüft Beteiligung an Airbaltic

Die Lufthansa-Gruppe zieht laut einer Insiderquelle in Erwägung, sich an der baltischen Fluggesellschaft Airbaltic zu beteiligen. Es werde geprüft, ob vor dem geplanten Börsengang der lettischen Airline eine Kapitalbeteiligung möglich sei, wie eine informierte Person am Dienstag erklärte. Noch sei jedoch nichts entschieden, und die Pläne seien unsicher. Zunächst berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg über das Interesse der Lufthansa an Airbaltic. Ein Sprecher der Lufthansa äußerte sich nicht zu diesen Spekulationen, auch von Seiten Airbaltics gab es keinen Kommentar.

Airbaltic hatte bereits im Frühjahr angekündigt, dass sie plant, entweder Ende 2024 oder Anfang 2025 an die Börse zu gehen. Der Chef der Fluggesellschaft, Martin Gauss, erklärte gegenüber Reuters, dass es sinnvoll wäre, sich in Zukunft einer größeren Airline-Gruppe anzuschließen. Er nannte die Lufthansa und die International Airlines Group (IAG) als mögliche Partner und gab einen Zeithorizont in den 2030er Jahren an. Zu diesem Zeitpunkt könnte Airbaltic auf 100 Flugzeuge anwachsen und damit doppelt so groß sein wie heute.

Die Zusammenarbeit zwischen Lufthansa und Airbaltic besteht bereits, etwa im Rahmen eines „Wetlease“-Abkommens. Dabei übernimmt Airbaltic während Spitzenzeiten Flüge für die Lufthansa-Tochter Swiss. Der Expansionsdrang der Lufthansa ist auch nach der Übernahme von Anteilen an der italienischen ITA Airways nicht gebremst. Erst kürzlich reiste Lufthansa-Chef Carsten Spohr nach Lissabon, um mit der portugiesischen Regierung über die Privatisierung der staatlichen TAP Air Portugal zu verhandeln. Auch andere europäische Netzwerk-Airlines, wie Air France-KLM und die IAG, haben Interesse an der Privatisierung von TAP signalisiert.

Zusätzlich berichtete die „Wirtschaftswoche“, dass Manager der Lufthansa in Gesprächen mit der spanischen Fluggesellschaft Air Europa seien, um eine mögliche Kooperation auszuloten. Auch hier gab es keine offizielle Stellungnahme von Seiten der Lufthansa. Air Europa, die zu 20 Prozent zur Iberia-Mutter IAG gehört, stand zuvor kurz vor einer kompletten Übernahme durch IAG. Dieser Deal scheiterte jedoch aufgrund von Bedenken der EU-Kommission hinsichtlich des Wettbewerbs.

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