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Steigende Flugzeugmieten erhöhen den Druck auf Airlines

Lieferengpässe bei Boeing und Airbus lassen Ticketpreise in die Höhe schnellen

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Steigende Flugzeugmieten erhöhen den Druck auf Airlines

Die aktuellen Produktionsprobleme bei den beiden großen Flugzeugherstellern Boeing und Airbus stellen die Fluggesellschaften vor große Herausforderungen. Aufgrund von Lieferschwierigkeiten bei neuen Modellen, wie der Boeing 787 Dreamliner und der Boeing 777X sowie dem Airbus A350, müssen viele Airlines auf ältere Flugzeuge zurückgreifen. Diese Verzögerungen werden voraussichtlich noch mindestens zwei Jahre andauern, so die Einschätzung von Experten wie Sören Stark von Lufthansa Technik. Dadurch steigt die Nachfrage nach älteren Maschinen, was die Leasingraten für diese Flugzeuge deutlich in die Höhe treibt.

Besonders Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge sind von den Engpässen betroffen. So kann Boeing die Produktion der 737 Max aufgrund eines technischen Defekts nicht wie geplant steigern. Auch Airbus kämpft mit Problemen, da viele A320-Jets aufgrund von Triebwerksrevisionen nicht einsatzfähig sind. Die Folge dieser Situation sind deutlich gestiegene Mietpreise für ältere Modelle. Laut dem Finanzdienstleister ISHKA stiegen die Leasingraten für eine Airbus A320 Ceo im März 2024 um 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Neue Modelle wie die Airbus A320 Neo hingegen verteuerten sich im gleichen Zeitraum nur um 12 Prozent.

Der Trend hin zu älteren Flugzeugen zeigt sich auch in den Leasingtransaktionen der letzten Monate. Wie Stephan Gundermann von KGAL berichtet, machen Maschinen, die älter als zehn Jahre sind, mittlerweile bis zu 80 Prozent der Transaktionen aus. Die hohe Nachfrage nach älteren Flugzeugen führt zu einem verstärkten Wettbewerb im Leasingmarkt. Fluggesellschaften sind zunehmend bereit, höhere Raten für diese Maschinen zu zahlen, um ihren Flugbetrieb aufrechtzuerhalten. Dies betrifft nicht nur Kurz- und Mittelstreckenjets, sondern auch moderne Langstreckenflugzeuge, deren Leasingraten ebenfalls steigen.

Die steigenden Flugzeugmieten setzen die Gewinnmargen der Airlines weiter unter Druck. Zwar sind ältere Flugzeuge in der Anschaffung günstiger, doch sie verbrauchen mehr Kerosin und verursachen höhere Emissionskosten. So benötigt ein Airbus A320 Ceo bis zu 20 Prozent mehr Treibstoff als das Nachfolgemodell A320 Neo. Trotz dieser Mehrkosten versuchen viele Fluggesellschaften, ihre höheren Ausgaben durch höhere Ticketpreise auszugleichen. Dies könnte langfristig dazu führen, dass Fliegen für die Passagiere teurer wird, auch wenn der Wettbewerb auf einigen Strecken für Preisdruck sorgt.

Ein weiterer Faktor, der die Ticketpreise in Europa beeinflussen könnte, ist die kommende Einführung von synthetischem Kerosin (SAF). Diese umweltfreundlichere, aber teurere Alternative wird voraussichtlich ab dem kommenden Jahr in die Betriebskosten einfließen. Branchenexperten sind dennoch zuversichtlich, dass die Nachfrage nach Flügen trotz steigender Preise hoch bleiben wird.

AirbusBoeingLuftverkehrFlugverkehr

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