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Lufthansa investiert trotz Spannungen weiter in Frankfurt

Hohe Gebühren belasten, doch neues Frachtzentrum stärkt die Zukunft des Drehkreuzes

Lufthansa investiert trotz Spannungen weiter in Frankfurt

Die Lufthansa steht seit Jahren in einem Spannungsverhältnis zu ihrem Heimatflughafen Frankfurt. Obwohl das Unternehmen regelmäßig die hohen Kosten und die Servicequalität des Frankfurter Flughafens kritisiert, bleibt es diesem Drehkreuz treu. So wird vonseiten der Konzernführung oft mit der Verlagerung von Verkehr gedroht, und in der Tat hat die Lufthansa bereits Teile ihrer Flotte in München stationiert. Dazu gehören der Airbus A380 und der Airbus A350. In Frankfurt hingegen werden weiterhin die neuen Langstreckenjets Boeing 787 gewartet.

Trotz dieser schwierigen Beziehung hat Lufthansa Cargo, die Frachttochter der Lufthansa, beschlossen, fast 600 Millionen Euro in die Modernisierung ihres Frachtzentrums in Frankfurt zu investieren. Dieses Vorhaben, das unter dem Namen „Lufthansa Cargo Center – Evolution“ bekannt ist, soll bis 2030 abgeschlossen sein. Das Zentrum wird als das modernste Logistik-Drehkreuz in der europäischen Luftfahrt beschrieben und soll mit einem vollautomatisierten Hochregallager ausgestattet werden, das doppelt so viel Kapazität wie das bestehende Frachtzentrum bietet. Diese Investition wird von Lufthansa Cargo als klares Bekenntnis zu Frankfurt und zum deutschen Luftfahrtstandort gewertet.

Frankfurt spielt eine zentrale Rolle im Frachtgeschäft der Lufthansa. Rund 80 Prozent des Frachtverkehrs der Lufthansa Cargo wird über diesen Flughafen abgewickelt, was auch den Passagierverkehr unterstützt, da ein großer Teil der Fracht in den Bäuchen der Passagiermaschinen befördert wird. Die Bedeutung des Frachtgeschäfts wurde in der Pandemie besonders deutlich, als Lufthansa Cargo mit beeindruckenden Gewinnmargen die Bilanzen des Konzerns stützte. Auch heute bleibt die Fracht für den Konzern profitabel, während die Passagiersparte weiterhin mit roten Zahlen kämpft.

Die hohen Flughafenentgelte in Frankfurt bleiben jedoch ein kritischer Punkt für die Lufthansa. So betonte Michael Niggemann, ein Vorstandsmitglied des Konzerns, dass die gestiegenen Kosten eine große Belastung darstellen. Fraport, der Betreiber des Frankfurter Flughafens, hat die Entgelte für innereuropäische Flüge in diesem Jahr um 9,5 Prozent erhöht. Lufthansa-Chef Carsten Spohr forderte deshalb ein neues Geschäftsmodell für Frankfurt, ähnlich wie in München, wo die Lufthansa und die Flughafenbetreiberin das Terminal 2 gemeinsam betreiben. Er sieht in einer engeren Zusammenarbeit mit Fraport eine mögliche Lösung für die hohen Kosten.

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