Kodiak Copper erweitert Ketchan-Mineralisierung um über 450 Meter nach Südosten
Bohrloch AG-26-034 liefert 0,41 Prozent Kupferäquivalent über 122,5 Meter ab Geländeoberkante und dehnt die mineralisierte Hülle aus.

Kodiak Copper Corp. (TSXV: KDK) (OTCQX: KDKCF) (FSE: 5DD1) hat zusätzliche Bohrergebnisse aus dem Sommer-2026-Bohrprogramm am zu 100 Prozent unternehmenseigenen MPD-Kupfer-Gold-Porphyrvorkommen im Süden der kanadischen Provinz British Columbia veröffentlicht. Im Zentrum der Mitteilung stehen sieben Bohrlöcher mit einer Gesamtlänge von 1.583 Metern am Ketchan-Vorkommen. Die Bohrungen südöstlich von Ketchan haben die mineralisierte Hülle um mindestens 450 Meter über die derzeit definierte Streckungslänge von 1,4 Kilometern hinaus erweitert. Der zuletzt gemeldete Aktienkurs liegt bei 0,700.
Das beste Ergebnis lieferte das Bohrloch AG-26-034: Es durchteufte im Schnitt 0,31 Prozent Kupfer, 0,10 Gramm Gold pro Tonne und 1,70 Gramm Silber pro Tonne, was einem Kupferäquivalent (CuEq) von 0,41 Prozent über 122,5 Meter entspricht. Der Abschnitt reicht von 5,5 bis 128 Meter ab Geländeoberkante, beginnt also unmittelbar an der Oberfläche. Ein zweites Bohrloch, AG-26-021, kam auf 0,12 Prozent Kupfer, 0,09 Gramm Gold pro Tonne und 0,76 Gramm Silber pro Tonne (0,20 Prozent CuEq) über 202,5 Meter von 39,5 bis 242 Meter.
Für deutsche Anleger ist der Kupferäquivalentgrad die zentrale Kennzahl: Er fasst die kombinierten Gehalte von Kupfer, Gold und Silber in einem einzigen Wert zusammen und macht unterschiedlich zusammengesetzte Abschnitte vergleichbar. Kodiak weist ausdrücklich darauf hin, dass die CuEq-Werte nur zu Vergleichszwecken dienen und auf angenommenen metallurgischen Ausbeuten von 82 Prozent für Kupfer, 60 Prozent für Gold und 54 Prozent für Silber sowie auf Metallpreisen von 4,75 US-Dollar je Pfund Kupfer, 3.500 US-Dollar je Unze Gold und 40 US-Dollar je Unze Silber basieren.
Die Details
Die Erweiterung stützt sich auf mehrere Bohrungen. AG-26-034 wurde östlich einer Plattform angesetzt, die 450 Meter südöstlich des Ketchan-Vorkommens liegt. Eine bedeutende mineralisierte Zone, gekennzeichnet durch calc-kalische Alteration, wurde von der Oberfläche zwischen 5,5 und 128 Metern am Rand einer südostwärts streichenden 3D-IP-Ladbarkeitsanomalie durchbohrt. Diese 3D-induzierte-Polarisations(3D-IP)-Anomalie erstreckt sich über weitere 550 Meter jenseits dieses Bohrlochkopfes und ist südöstlich von AG-26-034 noch ungetestet. Sie fällt zudem mit anomaler Boden- und Gesteinsgeochemie an der Oberfläche zusammen.
Das Bohrloch AG-26-021 testete ein mit Ketchan verbundenes intrusives Monzonit-Porphyrium und bestätigte, dass der Körper durchgängig mineralisiert ist; die Mineralisierung ist durch Bornit- und Chalkopyrit-führende Adern gekennzeichnet. Zusammen mit dem historischen Bohrloch K15-08 – das 0,21 Prozent Kupfer, 0,12 Gramm Gold pro Tonne und 0,97 Gramm Silber pro Tonne (0,31 Prozent CuEq) über 92 Meter von 15 bis 107 Meter geliefert hatte – belegen diese drei Ergebnisse nach Einschätzung des Unternehmens ein starkes Potenzial, die Ketchan-Ressourcenschätzung um mindestens 450 Meter nach Südosten auszudehnen.
Weitere Ergebnisse: Das Bohrloch AG-26-015 testete einen inneren Bereich der Ressource, in dem das Blockmodell eine fleckige Mineralisierung aufwies, durchteufte eine goldreiche Zone über mehr als 200 Meter und zeigte Kontinuität. Konkret ergaben sich 0,19 Prozent Kupfer, 0,15 Gramm Gold pro Tonne und 0,58 Gramm Silber pro Tonne (0,31 Prozent CuEq) über 207,3 Meter von 22,7 bis 230 Meter. Das Bohrloch AG-26-020 wurde östlich der Mineralressourcenschätzung in einem Bereich ohne bekannte Mineralisierung angesetzt und durchschnitt eine Zone der Kupferanreicherung. Beide Ergebnisse dürften die Ressource verbessern.
Die Bohrungen AG-26-007 und AG-26-011 zielten auf den Bereich zwischen dem nordwestlichen Lappen und dem Hauptlappen des Vorkommens; beide trafen Mineralisierung niedrigerer Grade, was auf das vorhandene Porphyriesystem hindeutet. Weitere Bohrungen seien nötig, um diesen Bereich zu untersuchen. Für die Qualitätssicherung werden alle Kernproben an das akkreditierte Labor Activation Laboratories Ltd. (Actlabs) in Kamloops, BC, geschickt und anschließend zur Multi-Element-Analyse an das Labor in Ancaster, Ontario, weitergeleitet. Das maximale Standardprobenintervall beträgt 1,5 Meter für HQ-Kern und 3 Meter für NQ-Kern. Neben den Protokollen von Actlabs setzt Kodiak ein internes QA/QC-Programm ein, das Probenleerstellen, Duplikate und zertifizierte Referenzmaterialien im Verhältnis eins zu zehn Proben einfügt.
Hintergrund: Was bisher geschah
Bereits am 28.04.2026 berichtete aktien.news, dass Kodiak Copper sein Explorationsprogramm 2026 auf dem MPD-Projekt offiziell gestartet hatte. Das Programm war nach Unternehmensangaben vollständig finanziert und zielte darauf ab, die kurz zuvor abgeschlossene erste Mineralressourcenschätzung zu erweitern und neue Entdeckungspotenziale zu erschließen. Damals umfasste das Feldprogramm Kernbohrungen, geophysikalische 3D-induzierte-Polarisations- und Audio-Magnetotellurik-Vermessungen (AMT), geologische Kartierungen sowie Prospektionen; das Bohrprogramm war auf insgesamt 6.500 Meter ausgelegt.
Was das für Anleger bedeutet
Kodiak ist ein Explorationsunternehmen, nicht ein produzierender Bergbaukonzern: Es erzielt keine laufenden Einnahmen aus dem Verkauf von Metallen, sondern finanziert seine Arbeit über Kapitalmaßnahmen. Der Aktienkurs reagiert daher stark auf Bohrergebnisse und deren Interpretation. Die jetzt gemeldeten Abschnitte sind oberflächennah, was in Porphyrsystemen grundsätzlich günstig für eine spätere wirtschaftliche Bewertung ist. Entscheidend ist allerdings, dass die bisher vorliegenden Bohrdaten nach Unternehmensangaben nicht ausreichen, um die wahre Breite der Mineralisierung zu bestimmen – die berichteten Intervalle sind Bohrkerne im Bohrloch.
Das Unternehmen hält neben MPD das Mohave-Kupfer-Molybdän-Silber-Porphyrvorkommen in Arizona nahe der Bagdad-Mine. Ein bekannter Name im Hintergrund ist Gründer und Vorsitzender Chris Taylor, der für die Goldentdeckung bei Great Bear Resources bekannt wurde; Kodiak ist zudem Teil der Discovery Group unter Leitung von John Robins. Das Unternehmen weist zudem darauf hin, dass es die historischen Komponenten der referenzierten Bodenergebnisse und historischen Bohr-Assays nicht unabhängig validiert hat.
Ausblick
Bislang wurden 2026 am Ketchan-, West- und South-Vorkommen insgesamt 12.712 Meter in 60 Bohrlöchern gebohrt. Insgesamt sind 16.500 Meter Bohrungen geplant, mit dem Ziel, mehrere Vorkommen zu erweitern und vielversprechende Explorationsziele zu testen, die Potenzial für neue Entdeckungen bieten. Die Bohrungen sollen bis ins späte Jahr andauern. Alle sieben Vorkommen der aktuellen Mineralressourcenschätzung gelten als expansionsfähig; die Ergebnisse des Programms 2026 sollen in eine aktualisierte Ressourcenschätzung einfließen, die für das erste Quartal 2027 geplant ist.
"Die jüngsten Bohrungen am Ketchan-Vorkommen liefern weiterhin hervorragende Ergebnisse und deuten darauf hin, dass die oberflächennahen Mineralisierungen weit über den aktuellen Ressourcenbereich hinausgehen", sagte Claudia Tornquist, Präsidentin und CEO von Kodiak Copper. "Dies unterstreicht die Größe des mineralisierten Systems bei Ketchan und könnte potenziell zu einer erheblichen Erweiterung des aktuellen Vorkommens führen. Da die Mineralisierung in diesem Bereich offen bleibt, sehen wir Möglichkeiten, das Vorkommen durch weitere Schritt-für-Schritt-Bohrungen weiter zu erweitern."
Kurz erklärt
- Kupferäquivalent (CuEq): Kennzahl, die die Gehalte mehrerer Metalle in einem einzigen Vergleichswert bündelt.
- Porphyrvorkommen: Großflächiger Lagerstättentyp, bei dem Metalle fein verteilt in erkaltetem Magmagestein sitzen.
- 3D-IP-Ladbarkeitsanomalie: Geophysikalisches Messbild, das auf elektrisch aufladbare, oft mineralisierte Bereiche im Untergrund hinweist.
