Larvotto liefert erstes Antimonkonzentrat aus Hillgrove an Wogen
68 Tonnen Antimonkonzentrat haben das Bergwerk Hillgrove in New South Wales verlassen – der erste Verkauf, die Goldlieferung folgt.

Das an der australischen Börse ASX notierte Rohstoffunternehmen Larvotto Resources hat seine erste Charge Antimonkonzentrat aus dem Bergwerk Hillgrove im Bundesstaat New South Wales versandt. Die Lieferung wiegt 68 Tonnen und ist für die Übergabe an den Abnahmemarktpartner Wogen Resources vorgesehen. Für das Unternehmen ist dies der Übergang vom Projektentwickler zum produzierenden Lieferanten.
Mit dem Versand der ersten Charge ist Hillgrove nach Darstellung des Unternehmens nun eine umsatzgenerierende Operation. Parallel bereitet Larvotto den Versand seiner ersten Goldkonzentrat-Lieferung vor. Antimon ist das erste von drei Produkten, die das Bergwerk produzieren soll.
Der Hochlauf der Anlage schreitet nach Unternehmensangaben gut voran. Die Anlagenverfügbarkeit übertrifft die Erwartungen, die verarbeiteten Mengen steigen, und bei den Konzentratgehalten werden kontinuierliche Verbesserungen verzeichnet. Das Bergwerk ist darauf ausgerichtet, bald seine Nennkapazität von 4.900 Tonnen pro Jahr (t/y) Antimon und 40.500 Unzen pro Jahr (oz/y) Gold zu erreichen.
Die Details
Die erste verkaufsfähige Charge umfasst 68 Tonnen Antimonkonzentrat. Abnehmer ist Wogen Resources, der bereits zuvor als Abnahmepartner für das Antimonkonzentrat aus Hillgrove benannt wurde. Larvotto zufolge wird die Produktionssteigerung im Bergwerk fortgesetzt.
Managing Director Ron Heeks ordnet den Schritt als Meilenstein ein: "Die erste Lieferung von Antimonkonzentrat ist ein stolzer Moment für das Unternehmen, da das Bergwerk Hillgrove nun eine umsatzgenerierende Operation darstellt und offiziell Australiens neuester Lieferant kritischer Rohstoffe wird."
Heeks erläuterte auch die Reihenfolge der Produkte: "Da Antimon das erste der drei vom Werk produzierten Produkte ist, lag der Fokus zunächst auf der Antimon-Anlage. Da die Antimon-Anlage nun mit konstanter Rate läuft, werden wir unseren Schwerpunkt erweitern, um die Produktion von Goldkonzentrat und Gold-Doré zu optimieren."
Zum Anlagenhochlauf sagte der Manager: "Der Hochlauf der Anlage schreitet gut voran; Verfügbarkeit, verarbeitete Mengen und Konzentratgehalte verbessern sich weiterhin, während das Team die Leistung der Anlage verfeinert. Der Produktionsfortschritt spiegelt die hervorragenden gemeinsamen Bemühungen der Aufbereitungs- und Bergbauteams bei der Inbetriebnahme und Optimierung der Anlage wider."
Heeks bestätigte außerdem, dass Wolfram das dritte Produkt sein wird, das aus Hillgrove gewonnen wird. Damit umfasst das Produktportfolio des Bergwerks neben Antimon und Gold künftig drei Rohstoffe.
Hintergrund: Was bisher geschah
Bereits am 12.05.2026 berichtete aktien.news, dass Larvotto Resources das erste Erz in der Mine Hillgrove erfolgreich gefördert hatte. Damals wurde das Erz unter Tage abgebaut und an die Halde über Tage gebracht; die Untertagearbeiten und Sanierungsmaßnahmen an der Anlage verliefen nach Unternehmensangaben planmäßig – innerhalb des Zeitrahmens und des Kostenrahmens. Die Vorbereitungen für die Inbetriebnahme lagen damals auf Kurs für August.
Am 09.06.2026 meldete aktien.news, dass Larvotto eine verbindliche Abnahmevereinbarung mit dem Bergbau- und Handelskonzern Glencore unterzeichnet hat. Die Vereinbarung sichert den Verkauf von Goldkonzentrat aus Hillgrove für die ersten sieben Jahre des Abbaubetriebs, mit rund 15.000 Trockentonnen (dmt) Konzentrat pro Jahr. Zusammen mit der bereits zuvor bekannt gegebenen Antimonkonzentrat-Abnahme durch Wogen Resources schloss diese Vereinbarung die zentrale Vermarktungsstrategie von Larvotto für die primären Konzentratprodukte des Hillgrove-Projekts ab.
Am 21.09.2026 berichtete aktien.news, dass aus Hillgrove erstmals Gold- und Antimonkonzentrat gefördert wurde. Die Produktion erfolgte nach Abschluss eines umfangreichen Entwicklungsprogramms sowie umfassender Modernisierungsmaßnahmen an der Aufbereitungsanlage. Für die ersten acht Jahre der Lebensdauer der Mine wird erwartet, dass Hillgrove jährlich rund 4.900 Tonnen Antimon und 40.500 Unzen Gold produziert. In einem zweiten Bericht vom selben Tag wurde Larvotto als größter australischer Antimonproduzent positioniert; Hillgrove könnte demnach etwa sieben Prozent des globalen Antimobedarfs decken.
Was das für Anleger bedeutet
Für deutsche Privatanleger ist die Meldung vor allem ein operativer Meilenstein: Aus dem Bergwerk fließt erstmals Umsatz, und die zuvor gesicherten Abnahmeverträge werden nun bedient. Die Antimonkonzentrat-Abnahme liegt bei Wogen Resources, die Goldkonzentrat-Abnahme bei Glencore – für beide Hauptprodukte sind damit nach Unternehmensangaben gesicherte Absatzwege etabliert.
Interessant ist die Reihenfolge der Produkte. Antimon war zuerst an der Reihe, weil es das erste der drei Produkte ist; Goldkonzentrat und Gold-Doré folgen, Wolfram ist als drittes Produkt bestätigt. Anleger sollten daher den weiteren Hochlauf und die Konzentratgehalte im Blick behalten, denn diese Kennzahlen entscheiden über die Erlöse pro Tonne verarbeiteten Materials.
Einzuordnen ist auch die Kapazitätsangabe: 4.900 Tonnen Antimon und 40.500 Unzen Gold pro Jahr sind die Nennkapazität, die das Bergwerk erreichen soll. Ob und wann diese Werte tatsächlich erreicht werden, hängt vom weiteren Anlagenhochlauf ab. Das Unternehmen berichtet hier von einer Verfügbarkeit über den Erwartungen und steigenden verarbeiteten Mengen – eine Momentaufnahme, keine Garantie für die Zukunft.
Ausblick
Larvotto bereitet den Versand der ersten Goldkonzentrat-Lieferung vor. Der Fokus verschiebt sich nach den Worten von Ron Heeks von der Antimon-Anlage auf die Optimierung der Produktion von Goldkonzentrat und Gold-Doré. Als drittes Produkt aus Hillgrove ist Wolfram bestätigt. Das Bergwerk soll bald seine Nennkapazität von 4.900 Tonnen Antimon pro Jahr und 40.500 Unzen Gold pro Jahr erreichen.
Kurz erklärt
- Antimonkonzentrat: Aufbereitetes Erz, in dem Antimon angereichert wurde und das an Hütten oder Händler verkauft wird.
- Abnahmevertrag: Vertrag, in dem sich ein Käufer verpflichtet, festgelegte Mengen eines Produkts über einen bestimmten Zeitraum zu übernehmen.
- Nennkapazität: Die Auslegungsleistung einer Anlage, die unter normalen Betriebsbedingungen erreicht werden soll.
