Klondike Gold schließt Bohrprogramm 2026 ab und plant neue Ressourcenschätzung
Das kanadische Explorationsunternehmen bohrte 12.446 Meter in 60 Löchern und meldet zusätzliche Goldroyalties aus Montana Creek.

Klondike Gold Corp. (TSXV: KG, FRA: LBDP, OTCQB: KDKGF) hat sein Diamantbohrprogramm für die Saison 2026 abgeschlossen. Wie das kanadische Explorationsunternehmen mitteilte, wurden rund 12.446 Meter in 60 Bohrlöchern niedergebracht. Ziel der Arbeiten war es, mögliche Erweiterungen der Mineralisierung neben der pit-konstrinierten Lone-Star-Ressourcenschätzung (MRE) zu erschließen. Die Aktie notierte zuletzt bei 0,17 Dollar, ein Plus von 0,01 Dollar beziehungsweise 6,25 Prozent.
Parallel treibt das Unternehmen die Aktualisierung seiner Mineralressourcenschätzung voran. Der Abschluss ist für das erste Halbjahr 2027 geplant. Die neue Schätzung soll relevante Bohrungen aus den Jahren 2022 bis 2026 einbeziehen und die bestehenden Ressourcen in den Zonen Lone Star und Stander neu bewerten. Zudem prüft Klondike Gold, ob weitere nahegelegene Mineralisierungszonen aufgenommen werden können – vorbehaltlich ausreichender geologischer Stützdaten und der geltenden Kriterien für die Ressourcenabschätzung.
Ein wesentlicher Punkt der Aktualisierung ist Tellur. Das Metall wird von Kanada und anderen Regierungen als kritisches Mineral eingestuft und steht in Verbindung mit der Goldmineralisierung in Lone Star. Derzeit plant das Unternehmen, Gold zu berücksichtigen und Tellur innerhalb des Lone-Star-Vorkommens zu bewerten. Besuche vor Ort und Feldüberprüfungen durch unabhängige qualifizierte Personen sind abgeschlossen.
Verzögerte Laborergebnisse bremsen den Zeitplan
Die vollständigen Analyseergebnisse des Bohrprogramms 2026 stehen weiterhin aus. Als Gründe nennt das Unternehmen die hohe Nachfrage nach Labordienstleistungen sowie den Bedarf an separaten analytischen Methoden für Gold und Tellur. Beide Metalle sind für die geplante MRE-Aktualisierung relevant. Auch Ergebnisse aus Dichtemessungen und zusätzlichen Kontrollanalysen mittels metallischer Siebe und Feuerprobe liegen noch nicht vor.
Proben aus den letzten Bohrlöchern des Programms, die auf die Lone-Star-Zone abzielen, sollen bis Monatsende in die analytische Warteschlange eingehen. Klondike Gold will die vollständigen Ergebnisse nach angemessener Prüfung und Auswertung veröffentlichen. Der Zeitplan für die aktualisierte NI-43-101-Schätzung hängt damit maßgeblich vom Eingang der ausstehenden Labordaten ab.
Zusätzliche Goldroyalties aus Montana Creek
Erlöse erzielt das Unternehmen auch abseits der Exploration. Aus den Placer-Abbaubetrieben der Armstrong Mining Corp. am Montana Creek Placer Property erhielt Klondike Gold bis zum 15. Oktober 2026 kumulativ 544,14 Unzen Placer-Flockengold mit einer Reinheit von rund 82 Prozent. Das entspricht einem Anstieg von 238,6 Unzen seit dem Unternehmensupdate vom 26. August 2026.
Nach der Raffination und nach Abzug der anfallenden Bearbeitungsgebühren wurden dem Unternehmen rund 440 Unzen Gold mit einer Reinheit von 99,99 Prozent gutgeschrieben und auf Konto gehalten. Diese Royalty-Einnahmen verschaffen Klondike Gold eine laufende Goldumsatzexposition, während die Exploration und Ressourcenbewertung am Festgesteinsprojekt im Klondike-Distrikt weiterläuft.
Zusätzliches Kapital floss dem Unternehmen durch die Ausübung von Warrants und Aktienoptionen zu. Insgesamt erzielte Klondike Gold Erlöse von rund 497.000 Dollar aus der Ausübung von 3,5 Millionen Warrants und Aktienoptionen. Das Geld soll die Exploration und Ressourcenbewertung im Klondike-Distrikt sowie allgemeine Unternehmenszwecke unterstützen.
Management verweist auf Rekordumfang
„In Zusammenarbeit mit Kluane Drilling haben wir das größte einzelne Diamantbohrprogramm in der Geschichte von Klondike Gold innerhalb einer einzigen Saison im Klondike-Distrikt abgeschlossen“, sagte Peter Tallman, Präsident und CEO des Unternehmens. Die Bohrungen hätten sich auf die Überprüfung von Erweiterungen der bekannten Mineralisierung in der Lone-Star-Zone konzentriert. Man arbeite derzeit daran, die Ergebnisse zusammenzustellen und eine umfassende Aktualisierung der 2022 veröffentlichten Ressourcenschätzung voranzutreiben, die fünf Jahre zusätzlicher Explorationsarbeit einbezieht.
Tallman hob zudem die fortlaufenden Placer-Betriebe von Armstrong Mining und die daraus resultierenden Royalty-Einnahmen hervor. Er dankte den Aktionären für die kontinuierliche Unterstützung durch die Ausübung von Warrants und Aktienoptionen, die zusätzliches Kapital bereitstelle, um die Ziele des Unternehmens voranzubringen.
Hintergrund zum Projekt
Klondike Gold konzentriert sich auf sein zu 100 Prozent gehörendes Projekt im Klondike-Distrikt im Yukon-Territorium. Das Gebiet gilt als einer der historisch bedeutendsten Placer-Golddistrikte der Welt. Das Projekt umfasst 727 Quadratkilometer mineralrechtliche Flächen im historischen Placer-Distrikt Klondike Goldfields mit guter Straßeninfrastruktur und städtischer Versorgung.
Die bestehende Ressourcenschätzung wurde von Marc Jutras von Ginto Consulting Inc. erstellt und hat ein Stichtagsdatum vom 10. November 2022. Jutras gilt im Sinne von NI 43-101 als unabhängig. Für deutsche Anleger ist die Einordnung wichtig: Klondike Gold ist ein Explorationsunternehmen an der kanadischen TSX Venture Exchange, das noch keine Festgesteinsproduktion betreibt. Die aktuellen Nachrichten sind ein Statusupdate – die entscheidenden Bohrergebnisse und die neue Ressourcenschätzung stehen weiterhin aus.
