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KI-Ängste erfassen Logistik und Immobilien: Massive Kursverluste im US-Handel

Neue KI-Plattform SemiCab löst Panikverkäufe aus – Branchenriesen verlieren bis zu 20 Prozent an Wert

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KI-Ängste erfassen Logistik und Immobilien: Massive Kursverluste im US-Handel

Die Angst vor künstlicher Intelligenz hat eine neue Welle von Kursverlusten an den US-Börsen ausgelöst. Nach der Software-Branche trifft es nun Logistik- und Immobilienunternehmen mit voller Wucht. Auslöser ist das KI-Unternehmen Algorhythm Holdings, das mit seiner neuen Plattform SemiCab die Transportbranche revolutionieren will.

Die Reaktion der Märkte war heftig: Die Logistikriesen C. H. Robinson und RXO brachen am Donnerstag um bis zu 20 Prozent ein. Expeditors International verlor mehr als 16 Prozent, J. B. Hunt Transportation Services gab 9 Prozent nach. Im vorbörslichen Handel am Freitag zeigten sich die betroffenen Aktien uneinheitlich – während C. H. Robinson leicht um 0,7 Prozent zulegte, weitete RXO seine Verluste um weitere 1,5 Prozent aus.

SemiCab bewirbt sich selbst als "weltweit am besten orchestrierte Transportplattform" und verspricht, traditionelle Logistikdienstleister überflüssig zu machen. Die Aktie von Algorhythm Holdings selbst schoss am Donnerstag um bis zu 30 Prozent nach oben und legte im vorbörslichen Freitagshandel weitere 15 Prozent zu.

Immobiliensektor unter Druck

Auch Gewerbeimmobilienunternehmen gerieten in den Abwärtssog. CBRE weitete seine Verluste im vorbörslichen Handel um 0,6 Prozent aus, nachdem die Aktie bereits am Donnerstag deutlich nachgegeben hatte. Jones Lang LaSalle und Hudson Pacific Properties, die am Vortag 8 beziehungsweise 4 Prozent verloren hatten, notierten am Freitagmorgen nahezu unverändert. Lediglich SL Green Realty konnte sich mit einem Plus von 0,4 Prozent etwas erholen.

Die Software-Branche, die erst vergangene Woche einen historischen Ausverkauf erlebte, blieb ebenfalls unter Druck. Palantir Technologies verlor weitere 1,5 Prozent, während Autodesk und Salesforce jeweils 0,1 Prozent nachgaben. Der iShares Expanded Tech-Software Sector ETF (IGV), der bereits im vergangenen Monat in einen Bärenmarkt eintrat, liegt auf Jahressicht nun rund 23 Prozent im Minus.

Tech-Giganten nicht verschont

Selbst die "Magnificent Seven" der Tech-Branche blieben nicht verschont. Tesla führte die Verluste mit einem Minus von 0,8 Prozent an, Nvidia gab um 0,1 Prozent nach. Alle sieben Tech-Riesen beendeten den Donnerstag im Minus und setzten ihre Talfahrt am Freitagmorgen fort.

Experten warnen vor Panik

Dan Ives, Global Head of Tech Research bei Wedbush Securities, warnte im CNBC-Interview vor übertriebenen Reaktionen. "Die Wall Street schätzt den Ripple-Effekt, den wir dank KI im gesamten Tech-Sektor sehen werden, falsch ein", so Ives. Zwar könnten einzelne Software-Titel Opfer des KI-Aufstiegs werden, Anleger sollten jedoch nicht den gesamten Sektor abschreiben.

Marktbeobachter empfehlen Investoren, über Sektoren und Regionen hinweg zu diversifizieren. Eine ausschließliche Konzentration auf den US-Informationstechnologiesektor würde "wahrscheinlich nicht die direkten Profiteure von KI vollständig erfassen", heißt es in Analystenkreisen. Die kommenden Handelstage dürften zeigen, ob sich die Märkte stabilisieren oder die KI-Ängste weiter um sich greifen.

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