ANZEIGE

Japan plant Nachtragshaushalt – neue Schulden belasten Staatsanleihen

Tokio finanziert Energie-Subventionen auf Pump: Japans Anleiherenditen steigen auf Mehrjahreshochs, der Yen schwächelt.

•• 3 Min
Japan plant Nachtragshaushalt – neue Schulden belasten Staatsanleihen

Japan steht vor einem neuen Nachtragshaushalt, der laut Insidern durch zusätzliche Schulden finanziert werden soll. Premierministerin Sanae Takaichi hat Finanzministerin Satsuki Katayama angewiesen, mit der Ausarbeitung eines Zusatzbudgets zu beginnen – eine deutliche Kehrtwende, denn zuvor hatte Takaichi die Möglichkeit eines Nachtragshaushalts kategorisch ausgeschlossen.

Im Mittelpunkt des Zusatzbudgets stehen staatliche Subventionen zur Deckung von Benzin- und Energiekosten. Hintergrund sind die durch den Nahostkonflikt ausgelösten steigenden Ölpreise, die die Aussichten für eine Wirtschaft trüben, die stark von Kraftstoffimporten aus der Region abhängig ist. Japan dämpft die Benzinpreise bereits durch bestehende Subventionen und erwägt, zusätzliche Mittel für Energiekostenzuschüsse zu mobilisieren.

Märkte reagieren nervös – Anleiherenditen auf Mehrjahreshochs

Die Ankündigung hat die Finanzmärkte aufgeschreckt. Die Rendite der richtungsweisenden 10-jährigen japanischen Staatsanleihe (JGB) stieg am Montag auf 2,8 Prozent – den höchsten Stand seit Oktober 1996. Die 30-jährige Rendite erreichte sogar ein Rekordhoch. Gleichzeitig fiel der japanische Nikkei-Aktienindex, und der Yen schwächte sich auf 158,97 pro US-Dollar ab – den schwächsten Stand seit dem 29. April.

„Die Kehrtwende von Takaichi, die ein Zusatzbudget bisher kategorisch ausgeschlossen hatte, macht die Märkte nervös und löst einen Ausverkauf von japanischen Staatsanleihen über die gesamte Zinskurve hinweg aus", sagte Katsutoshi Inadome, Senior-Stratege bei Sumitomo Mitsui Trust Asset Management. Er fügte hinzu: „Es gibt eine Vielzahl von Gründen, JGBs zu verkaufen, aber nur sehr wenige, sie zu kaufen."

Mögliches Volumen: bis zu 10 Billionen Yen

Über den genauen Umfang des Nachtragshaushalts ist noch nichts entschieden. Als Orientierungsgröße gilt ein Vorschlag des Oppositionsführers Yuichiro Tamaki, der am Freitag beim Finanzministerium einen Nachtragshaushalt von rund 3 Billionen Yen (umgerechnet etwa 18,9 Milliarden US-Dollar) forderte. Laut Inadome preisen die Märkte bereits eine Größenordnung von 5 bis 10 Billionen Yen ein.

Der Nachtragshaushalt käme zu dem bereits rekordhohen regulären Budget von 122 Billionen Yen für das im April begonnene Geschäftsjahr hinzu. Dieses Rekordbudget bildet den Kern der expansiven Fiskalpolitik von Premierministerin Takaichi, die als eher taubenhaft – also ausgabenfreudig – gilt.

Druck auf die Bank of Japan wächst

Der Anleiheausverkauf erschwert zudem der Bank of Japan (BOJ) ihre geldpolitischen Entscheidungen. Bei ihrer nächsten Sitzung im Juni steht eine mögliche Anhebung des kurzfristigen Leitzinses von 0,75 auf 1,0 Prozent zur Debatte. Gleichzeitig wird die BOJ ihr bestehendes Programm zur Drosselung der Anleihekäufe (Tapering) überprüfen und einen neuen Plan für das Geschäftsjahr 2027 und darüber hinaus vorstellen.

Kritiker warnen, dass weitere Ausgabenpläne in Verbindung mit langsamen Zinserhöhungen den Inflationsdruck weiter anheizen könnten. Japan kämpft bereits mit steigenden Energiekosten durch den Krieg im Nahen Osten sowie mit höheren Importpreisen infolge eines schwachen Yen. „Wenn Länder wie Japan und Großbritannien fiskalische Stimuli in Erwägung ziehen, besteht die Tendenz, dass dies einen dreifachen Ausverkauf von Aktien, Währungen und Anleihen auslöst, da ihr Wirtschaftswachstum schwach und die Inflationsrisiken hoch sind", warnte Daisuke Uno, Chefstratege bei der Sumitomo Mitsui Banking.

Der Nachtragshaushalt wird voraussichtlich um Juni oder Juli herum verabschiedet. Zu diesem Zeitpunkt will die Regierung auch Pläne zur Investitionsförderung sowie Details für ein zweijähriges Einfrieren einer 8-Prozent-Abgabe auf Lebensmittel vorlegen. Für internationale Anleger und Beobachter stellt sich damit zunehmend die Frage, ob Japan sein Versprechen einer „verantwortungsvollen, proaktiven" Fiskalpolitik noch einhalten kann.

Japan NachtragshaushaltJapanische StaatsanleihenJgb RenditeBank Of JapanYen SchwächeEnergie Subventionen JapanFiskalpolitik Japan

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.