ANZEIGE

Hyundai warnt: Nahost-Konflikt stört Autoexporte nach Europa massiv

Der südkoreanische Automobilriese Hyundai Motor schlägt Alarm wegen schwerer Lieferkettenstörungen durch den eskalierenden Nahost-Konflikt.

•• 3 Min
Hyundai warnt: Nahost-Konflikt stört Autoexporte nach Europa massiv

Hyundai Motor hat am Freitag offiziell vor erheblichen Exportstörungen gewarnt, die durch den anhaltenden Nahost-Konflikt verursacht werden. Betroffen sind vor allem Lieferungen nach Europa und Nordafrika, die normalerweise über Schifffahrtsrouten durch den Nahen Osten abgewickelt werden. Das Unternehmen gehört gemeinsam mit seiner Tochtergesellschaft Kia Corp zu den drei größten Automobilherstellern der Welt gemessen am Absatz.

Kim Dong-jo, Senior Vice President im Global Policy Office von Hyundai Motor, sprach am Hafen von Pyeongtaek-Dangjin, südwestlich von Seoul. Dort kamen Regierungsvertreter, Logistikunternehmen und Automobilhersteller zusammen, um die Auswirkungen des Konflikts zu bewerten. „Selbst wenn der Konflikt endet, wird es beträchtliche Zeit in Anspruch nehmen, die bestehenden Lieferketten wiederaufzubauen und wiederherzustellen", sagte Kim.

Die Kulisse des Treffens war dabei symbolisch: Am Kai des Hafens standen Fahrzeuge in langen Reihen, bereit zur Verladung auf einen riesigen Autotransporter, der rund 4.900 Fahrzeuge an die US-Westküste liefern soll. Das Bild verdeutlicht die Dimension des globalen Automobillogistikgeschäfts – und wie anfällig es für geopolitische Störungen ist.

Logistikkosten steigen, Routen werden umgeleitet

Die Logistiksparte der Hyundai Motor Group, Hyundai Glovis, bestätigte, dass bestimmte Routen im Nahen Osten derzeit nicht nutzbar sind. Das Unternehmen ist gezwungen, Fracht vorübergehend an alternativen Standorten zwischenzulagern, bis sich die Lage stabilisiert. Zwar seien die Routen an die amerikanische West- und Ostküste bislang nicht wesentlich beeinträchtigt, doch höhere Treibstoffkosten und eingeschränkter Zugang zum Nahen Osten belasten Betrieb und Effizienz spürbar.

Südkoreas Handelsminister Yeo Han-koo erläuterte, dass einige Lieferungen zu Zwischenknotenpunkten wie Sri Lanka umgeleitet werden, wo sie auf günstigere Transportbedingungen warten. Dieses Problem ist nicht neu: Reuters berichtete bereits im Vormonat, dass japanische Gebrauchtwagenexporte Sri Lanka nicht mehr erreichen konnten, weil dortige Häfen durch umgeleitete Fracht aus Dubai überlastet waren. Der Stau in den globalen Schifffahrtsrouten pflanzt sich also weiter fort.

Kim Dong-jo betonte zudem, dass steigende Logistikkosten und rohstoffbedingte Engpässe auch die Zulieferer und die Produktion unter Druck setzten. Hyundai arbeite daher eng mit Zulieferern und der südkoreanischen Regierung zusammen, um die Störungen so gering wie möglich zu halten.

Absatzzahlen und Börsenkurs unter Druck

Die wirtschaftlichen Folgen sind bereits in den aktuellen Verkaufszahlen sichtbar. Hyundai Motor meldete für März weltweit 358.759 verkaufte Fahrzeuge – ein Rückgang von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Sowohl die Inlandsverkäufe (-2,0 %) als auch die Auslandsverkäufe (-2,4 %) gaben nach. Lieferunterbrechungen kompensierten dabei die weiterhin starke Nachfrage nach umweltfreundlichen Fahrzeugen.

Auf makroökonomischer Ebene zeigt sich ein gemischtes Bild für Südkorea: Die Gesamtexporte des Landes verzeichneten im März das stärkste Wachstum seit fast vier Jahrzehnten. Doch die Lieferungen in den Nahen Osten brachen um dramatische 49 Prozent ein – ein deutliches Zeichen, wie stark der Konflikt diese Handelsbeziehungen belastet.

An der Börse reagierten die Anleger verhalten. Die Aktien von Hyundai Motor schlossen am Freitag mit einem Minus von 1,2 Prozent, Hyundai Glovis verlor 0,7 Prozent. Damit entwickelten sich beide Titel deutlich schlechter als der südkoreanische Leitindex KOSPI, der am selben Tag um 2,7 Prozent zulegte.

Globale Lieferketten bleiben anfällig

Der Fall Hyundai steht exemplarisch für ein globales Problem: Die Abhängigkeit der Weltwirtschaft von stabilen Schifffahrtsrouten durch den Nahen Osten ist enorm. Bereits der Angriff auf Handelsschiffe im Roten Meer durch die Huthi-Miliz hatte Anfang des Jahres zu massiven Umwegen und Kostensteigerungen geführt. Nun verstärkt der Iran-Konflikt diese Dynamik weiter.

Für deutsche Automobilimporteure und Verbraucher bedeutet dies: Lieferverzögerungen und potenziell steigende Fahrzeugpreise könnten auch hierzulande spürbar werden, sollte sich die Lage im Nahen Osten nicht bald entspannen. Die Warnung von Hyundai, dass selbst ein baldiges Kriegsende keine schnelle Normalisierung bringen werde, lässt wenig Raum für Optimismus.

Hyundai MotorNahost-KonfliktLieferkettenstörungAutoexporteHyundai GlovisSchifffahrtsroutenSüdkorea Exporte

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.