Heliostar Metals: 5,84 g/t Gold aus 52,4 Metern bei Ana Paula
Der kanadische Goldproduzent meldet hochgradige Bohrergebnisse aus dem mexikanischen Ana Paula und sieht die Expansionszone in mehrere Richtungen offen.

Heliostar Metals Ltd. (TSX: HSTR, OTCQX: HSTXF, FSE: RGG1) hat weitere Bohrergebnisse aus seinem zu 100 Prozent im Eigenbesitz befindlichen Goldprojekt Ana Paula im mexikanischen Bundesstaat Guerrero veröffentlicht. Die Analysen stammen sowohl aus dem Bohrprogramm zur Auffüllung der Lücken im Hochgradigen Panel als auch aus den explorativen Bohrungen in Hangabwärtsrichtung in der Expansionszone. Im Zentrum der Meldung steht ein Abschnitt von 52,4 Metern mit einem Goldgehalt von 5,84 g/t ab einer Tiefe von 46,9 Metern, der 12,6 Meter mit 17,8 g/t Gold einschließt.
Ein zweiter hochgradiger Abschnitt umfasst 24,8 Meter mit 5,14 g/t Gold ab 43,0 Metern. Diese Werte stammen aus den Bohrlöchern AP-26-405, AP-26-407 und AP-26-409, die als Ressourcen-Umwandlungsbohrungen im zentralen Teil des Hochgradigen Panels niedergebracht wurden. Nach Angaben des Unternehmens bestätigen sie die Kontinuität der hochgradigen Mineralisierung innerhalb des brekzierten Kerns des Hochgradigen Panels und stützen die Umwandlung der vermuteten Mineralisierung in Kategorien mit höherer Zuverlässigkeit.
Charles Funk, CEO von Heliostar, kommentierte die Ergebnisse: „Wir haben das Programm zur Umwandlung der Ressourcen am Standort Ana Paula abgeschlossen, das unsere bevorstehende Machbarkeitsstudie vorantreiben wird. Die Ergebnisse dieses Programms belegen weiterhin einen bemerkenswert konsistenten Körper der Goldmineralisierung im Hochgradigen Panel, der die Wirtschaftlichkeit des Bergwerks Ana Paula maßgeblich bestimmen wird.“
Die Details
Neben den Umwandlungsbohrungen im Hochgradigen Panel meldet das Unternehmen Ergebnisse aus der Expansionszone. Dort wurden die Bohrlöcher AP-26-314A und AP-26-411 niedergebracht, um eine große, bislang schlecht getestete Zone oberhalb und südlich der zuvor durchteuften Mineralisierung aufzufüllen. Die Expansionszone lieferte folgende Abschnitte:
- 8,0 Meter mit 6,88 g/t Gold ab 469,0 Metern
- 3,4 Meter mit 10,64 g/t Gold ab 604,9 Metern
- 5,5 Meter mit 4,53 g/t Gold ab 434,0 Metern
- 6,4 Meter mit 5,19 g/t Gold ab 565,3 Metern
- 6,7 Meter mit 3,07 g/t Gold ab 639,0 Metern
Von besonderer Bedeutung ist der 3,4 Meter lange Abschnitt mit 10,64 g/t Gold in Bohrung AP-26-314A. Er befindet sich ungefähr 45 Meter von der nächsten Intercept-Stelle in derselben Höhe und 100 Meter südwestlich von AP-25-374, das zuvor 101,0 Meter mit 5,43 g/t Gold ergeben hatte. Die Bohrung AP-26-412 wurde abgeschlossen, um AP-26-314A zu verfolgen, und lieferte mehrere mineralisierte Abschnitte. Dazu zählen 18,85 Meter mit 2,05 g/t Gold, einschließlich 6,4 Metern mit 5,19 g/t Gold ab 565,3 Metern und 6,7 Metern mit 3,07 g/t Gold ab 639,0 Metern. Diese Bohrung war ein Schritt von 75 Metern zur nächsten Bohrung, und die Intercepte liegen 110 Meter nordwestlich des Interceptes in Bohrung AP-26-314A.
Heliostar hat das Bohrprogramm zur Auffüllung der Lücken abgeschlossen, das im Zeitraum 2025–2026 durchgeführt wurde, um die bevorstehende Machbarkeitsstudie zu unterstützen. Insgesamt wurden 122 Bohrungen und 35.121 Meter am Lager abgeschlossen. Ungefähr 25.000 Meter zielten auf vermutete Mineralisierungen im PEA-Bergbauplan ab, um diese Bereiche aufzuwerten und Schätzungen der Reserven für eine Machbarkeitsstudie zu stützen. Rund 10.000 Meter dienten der Erkundung von Erweiterungen in Hangabwärtsrichtung jenseits des Umfangs des PEA-Bergbauplans. Das Explorationsbohrprogramm läuft weiter, der Schwerpunkt der Bohraktivitäten vor Ort hat sich im zweiten Halbjahr 2026 jedoch hauptsächlich auf infrastrukturbezogene Verwerfungsbohrungen und geotechnische Bohrungen verschoben.
Die wahre Mächtigkeit der gemeldeten Abschnitte ist unbekannt. Die Mineralisierung am Standort Ana Paula tritt als Disseminationen oder Adernetzwerke auf, wobei variable Kontrollen wie Gesteinsporosität, Lithologie und Störungssysteme eine Rolle spielen.
Hintergrund: Was bisher geschah
Bereits am 23.04.2026 berichtete aktien.news, dass Heliostar Bohrergebnisse aus fünf Bohrlöchern im High-Grade-Panel veröffentlicht hatte. Damals war Bohrloch AP-25-360 mit 69,15 Metern und einem Goldgehalt von 10,09 g/t ab einer Tiefe von 93,0 Metern das Highlight und laut Unternehmen eines der mächtigsten Intervalle, die bis dahin im High-Grade-Panel angetroffen worden waren.
Am 27.06.2026 meldete aktien.news, dass neue Bohrungen auf Ana Paula wichtige Fortschritte erzielten. Ein Bericht des Fachmediums Northern Miner deutete auf einen „großen Gewinn" hin, das Projekt wurde mit einem Wert von 426 Millionen US-Dollar beziffert. Ziel der Bohrarbeiten war es, bislang als „abgeleitet" klassifizierte Mineralisierungen in sicherere und verlässlichere Ressourcenkategorien hochzustufen.
Am 20.06.2026 berichtete aktien.news über starke Bohrergebnisse bei Heliostars Projekt La Colorada, wo die Veta-Madre-Zone einen Abschnitt von 10,9 Metern mit 22,1 g/t Gold ab 187,7 Metern sowie einen hochgradigen Kern von 1,3 Metern mit 174 g/t Gold lieferte. Am 09.10.2026 folgte der Hinweis, dass Heliostar am 14. Oktober 2026 an der Precious Metals & Critical Minerals Virtual Investor Conference teilnimmt, vertreten durch Stephen Soock, Vice President Investor Relations and Development.
Was das für Anleger bedeutet
Für Anleger steht bei dieser Meldung weniger ein einzelner Spitzenwert im Vordergrund als die Struktur des Projekts. Die Umwandlungsbohrungen im Hochgradigen Panel sind ausdrücklich darauf ausgelegt, vermutete Mineralisierung in verlässlichere Kategorien zu überführen und damit eine mögliche Aufnahme als Reserven in der Machbarkeitsstudie vorzubereiten. Die Ergebnisse zeigen nach Darstellung des Unternehmens einen konsistenten Mineralisierungskörper, der die Wirtschaftlichkeit des Bergwerks maßgeblich bestimmen soll.
Zweitens liefert die Expansionszone Hinweise auf mögliches Ressourcenwachstum. Nach Angaben von Heliostar bleibt sie nach Süden, Westen und in die Tiefe offen. Ein Teil der jüngsten Explorationsbohrungen dürfte allerdings nicht in die bevorstehende Machbarkeitsstudie einfließen – diese Ergebnisse repräsentieren laut Unternehmen das Potenzial, eine Verlängerung der Lebensdauer des Bergwerks zu unterstützen. Anleger sollten beachten, dass die wahren Mächtigkeiten unbekannt sind und es sich bei den Angaben um zukunftsgerichtete Aussagen handelt, die mit Risiken behaftet sind. Das Unternehmen weist selbst auf Unsicherheiten etwa bei Metallpreisen, Genehmigungen und Explorationskosten hin. Eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung lässt sich daraus nicht ableiten.
Ausblick
Heliostar nennt ein klares Ziel für die Machbarkeitsstudie: eine initiale Lebensdauer des Bergwerks von zehn Jahren bei einem durchschnittlichen Jahresoutput von 100.000 Unzen Gold. Der CEO zeigt sich zuversichtlich, dieses Ziel zu erreichen. Ana Paula liegt in Gesteinen, die flacher liegen sollen als bei den benachbarten Lagerstätten der Morelos Complex Mine von Torex Gold Resources und der Los Filos Mine von Equinox Gold. Die Expansionszone verfolgt Heliostar zufolge die Mineralisierung einer tieferen Intrusion mit Kontakt-Skarn-Assoziation – jener Umgebung, die die mehrmillionen-Unzen-Ressourcen der Nachbarbetriebe beherbergt. Das Unternehmen beabsichtigt, der Mineralisierung unterhalb des aktuellen Bohrstandes in die Tiefe zu folgen. Die Ergebnisse der Vorläufigen Wirtschaftlichkeitsbewertung (PEA) hatte Heliostar am 6. November 2025 veröffentlicht. Auf Konzernebene will Heliostar bis Ende des Jahrzehnts 500.000 Unzen Gold pro Jahr produzieren; Cashflow aus den Minen La Colorada in Sonora und San Agustin in Durango unterstützt die Projektpipeline in Mexiko und den USA.
Kurz erklärt
- g/t: Abkürzung für Gramm pro Tonne und die gängige Maßeinheit für den Goldgehalt in einer Erzprobe.
- Ressourcen-Umwandlung: Bohrungen, mit denen eine niedriger eingestufte Mineralisierung in eine verlässlichere Kategorie überführt werden soll.
- PEA: Vorläufige Wirtschaftlichkeitsbewertung, eine frühe Studie zur wirtschaftlichen Einschätzung eines Bergbauprojekts.
- Skarn: Gestein, das durch den Kontakt von heißem Magma mit umgebendem Gestein entsteht und häufig mineralisiert ist.
- Bohrintercept: Der Abschnitt innerhalb eines Bohrlochs, in dem eine Mineralisierung nachgewiesen wurde.
